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Freitag, 27. November 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Lieb mich lieber Morgen: Sommertrilogie Band 2 - Lily Winter




Die Leserschaft erlebt in der Fortsetzung ein buntes und liebevolles Zusammenwachsen der Patchworkfamilie. Eine schöne Idee, dass die Tochter Annas und der Sohn Ralfs, ähnliches miteinander erleben, wie Anna und Ralph im ersten Buchteil. Sozusagen Stimulus-Response-Lernen – Eltern-Kind – Lerneffekt. Beide sind auch charakterlich vergleichbar gestrickt, wie Anna und Ralf – zögerlich, abwartend, sich zurücknehmend. Die Beibehaltung der Tagebuchform finde ich genial und gut gelungen.

Vermisst habe ich manchmal die geniale jugendliche Lebendigkeit und Ausstrahlung beider Hauptprotagonisten. Mir fehlt auch die Tiefe in der Charakterbeschreibung der narzisstischen Antagonistin, die sich mit verschmähter Liebe auseinandersetzen muss und ihre Handlungen letztendlich zeigen, wie aus Liebe Wahn und Hass wird, mit verheerenden Folgen.

Und doch ist das Buch leicht zu lesen – eine durchaus gelungene Zusammenfassung des zwischenmenschlichen Miteinanders einer Patchworkfamilie im Auf und Ab des Lebens.

Heidelinde Penndorf

(Dezember 2020)






Sonntag, 15. November 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Pati - Mildred Speet

 


Die Autorin zeichnet düstere Bilder des zwischenmenschlichen Zusammenlebens. Wir werden mit handlungsbedingten Situationen konfrontiert, in welchen die meisten Menschen einfach wegschauen, entweder weil sie die Dunkelheit, die seelisch psychologische Verrohung, oder auch die Einsamkeit mancher Leben entweder nicht ertragen oder weil sie es einfach aus den unterschiedlichsten Gründen nicht kümmert, was da gerade geschieht. 

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine junge Frau mit einer dissoziativen Identitätsstörung. Wir erleben auf der einen Seite eine Hauptprotagonistin, erschreckend einsam, menschenscheu, im Schatten lebend, kaum wahrnehmbar, sehr sensibel aber auch hilfsbereit und auf der anderen Seite ein ausartendes aggressives mörderisches Ausrasten. 

Die Leserschaft erlebt eine Atmosphäre, ähnlich der in Hitchcocks Film ›Psycho‹ – Horrorelemente, düster, grausam, gruselig – stygisches Kopfkino – nichts für schwache Nerven.

Wer gerne Thriller mit einem Touch Horror mag, ist mit diesem Buch gut bedient, denn Nervenkitzel und Gänsehaut sind garantiert.

Heidelinde Penndorf

(November 2020)





Mittwoch, 11. November 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Mutterliebe - Thriller - Ruben Schwarz

 



Der Thriller liest sich, als hätten Edgar Allen Poe und Stephen King hier abwechselnd die Feder geschwungen. Dem ist aber nicht so – ganz alleine Ruben Schwarz ist für diesen interessanten und lebendigen Krimi verantwortlich. Schon alleine der Prolog ist eine kleine interessante Geschichte für sich und macht neugierig auf die ereignisreiche Handlung des Buchs. Durch die auktionale Erzählweise erhält die Leserschaft einen intensiven Einblick in das soziale und zwischenmenschliche Gefüge aller Protagonisten und Antagonisten.

Es tun sich Abgründe auf, die Gänsehaut verursachen – wir erleben ein Duell zwischen unerfüllter Liebe, Mutterliebe und Kindesmissbrauchs. Doch die Zündschnur, die das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes explodieren lässt, ist der Fanatismus des christlichen Glaubens. Eine verirrte Kinderseele wird in den verschiedensten Lebenszyklen so geformt, dass deren christlicher Glaube zum religiösen Wahn mutiert, verbundenen mit kaum vorstellbaren psychosozialen Auswirkungen, bis hin zu einer krankhaften fanatischen Psychose, die zur Apokalypse führt – viele werden in den Abgrund gerissen. Irgendwie gar nicht so weit entfernt von der Wirklichkeit.

Sehr lebendige und liebenswerte Charaktere zeichnen in dieser Düsternis, die zwischenmenschlichen Lichtblicke des Lebens und zeigen auf, was empathisches Menschsein ausmacht – sozusagen der positive Gegenpol des abgrundtief Bösen hier im Roman.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, es ist ein lohnendes spannendes, aufregendes und auch nachdenkenswertes Leseerlebnis.

Heidelinde Penndorf

(November 2020)






Freitag, 6. November 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Zum Teufel mit Kafka - Maria Zaffarana



Teuflisch amüsant dieses Buch. Gekonnte Satire – bissig erhöht und zwischenmenschlich ironisiert entlarvend. Wer genau hinliest – liest die Kritik am zwischenmenschlichen Miteinander, die Kritik wie Mensch mit Mensch umgeht – teilweise schon eine Persiflage der oft hochgehaltenen empathischen menschlichen Werte – die in der Handlung ja irgendwie völlig negativ aus dem Ruder laufen. Jeder ist dem anderen sein Teufel – Gesellschaftskritik vom Feinsten

Der satirische Rahmen der Handlung lässt es auch zu, dass ›Fressattacken‹ zelebriert und kultiviert erhöht werden – der Hintergrund dessen steht zwischen den Zeilen: die innere Leere übertünchen, sich aus der gesundheitlichen Verantwortung stehlen, weil man dann Besonders ist und Aufmerksamkeit bekommt – quasi Ersatz für Selbstliebe und innere Zufriedenheit.

Echt herausfordernd, das kleine Büchlein, reflektiert es doch bissig ein Stück unseres gesellschaftlichen Seins. Der Inhalt erzählt auch etwas über Machtausübung, Machtausnutzung und Persönlichkeitsentwertung - wie oft habe ich zwischendurch gedacht, dass ich diese Familien nicht geschenkt haben mag und schon lange das Weite gesucht hätte.

Ein wichtiger psychologischer Fakt der hintergründig im Buch eine wesentliche Rolle spielt, spiegelt sich auch im Mainstream TV und im Denken vieler Menschen wieder.

Damit sich unsere erzählende Hauptfigur einigermaßen gut fühlt, braucht er jemanden im sozialen Umfeld, der mental und psychisch, vielleicht auch noch zwischenmenschlich und finanziell noch tiefer am Abgrund steht als er selbst – also eine Erhöhung des eigenen Selbst auf Kosten eines anderen. Ignoranz seiner eigenen inneren Befindlichkeit.

Wieder einmal hält Maria Zaffarana unserer Gesellschaft einen sarkastisch geputzten Spiegel vor: kleinbürgerliches Denken und Verhalten, wenn es um das sozial –zwischenmenschliche Antlitz geht.

Der Schreibstil der Autorin ist illustrativ lebendig, sehr ausdruckstark und flüssig. Die Charaktere sind sarkastisch anspruchsvoll gezeichnet.

Ich empfehle das Buch sehr gerne an die Leserschaft weiter, ein durchweg vergnügliches Leseerlebnis.

Heidelinde Penndorf

(November 2020)






Mittwoch, 28. Oktober 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Der Teufels vom Brocken - Eva-Maria Silber



Zwei denkwürdig historische Geschehnisse:

Die mysteriösen Ereignisse am Djatlow - Pass 1959 
und die Brockenbefreiung im Dezember 1989

Dazwischen liegen dreißig Jahre .

Der Autorin ist es richtig gut gelungen, beide bedeutsamen historischen Vorgänge, in ihrem neuen Buch miteinander zu verweben. Sie strickt daraus einen gut durchdachten und interessanten Plot, der spannungsgeladen und überaus lebendig, durch die fiktionale Handlung führt und im unmittelbaren Zusammenhang mit der Brockenbefreiung steht.

Eva-Maria Silber beleuchtet die Zeit des Ungewissen – zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. In dieser Übergangzeit war die Macht der Staatssicherheit, gerade auch bei den Ermittlungsarbeiten eines neunfachen brutalen perfiden und grausamen Studentenmordes, immer noch präsent – Vertuschung eben, wie eh und je. Und wer weiterdachte, wurde kaltgestellt und lief gegen Windmühlen an. Vieles, was bei den ersten Ermittlungsarbeiten nicht passte, wurde unter dem Siegel der Verschwiegenheit, passend gemacht.

Die Umstände erfordern jedoch später eine enge Zusammenarbeit von BKA und ostdeutschen Kriminalbeamten. Gut gekonnt spiegelt die Autorin die unterschiedlichen Sozialisierungen beider Personengruppen wieder. Doch man rauft sich zusammen, knüpft während der Ermittlungszeit sogar zarte Freundschaften und mehr – Ost und West fangen an, sich zu mögen. Einer steht für den anderen ein und das bringt die Ermittlungsarbeiten voran – echtes Teamwork eben

Es offenbaren sich tiefe menschliche Abgründe, wir blicken hinter die Fassade einer korrupten Mörderbande und erleben den Anführer – narzisstisch, arrogant und selbstsicher. Als das Ermittlungsteam ihm und seiner eingeschworenen Truppe zu nahekommt, gefährden sie ihr eigenes Leben – es steht Spitz auf Knopf.

Angefüllt mit Geheimnissen fast aller Beteiligten, führt die Story die Leserschaft auch in die Vergangenheit dieser, lässt uns tief in das soziale und berufliche Gefüge schauen und schafft es, uns in die grausame Brutalität zu verdeutlichen, mit der die neun Studenten ermordet worden sind. Fast hab ich gemeint, die zwischenmenschliche Kälte zu verspüren, die die Täter ausstrahlen. Da wirkt die beschriebene winterliche und frostige Atmosphäre auf dem Brocken wie eine Metapher, und unterstreicht die menschliche Eiseskälte der skrupellosen Mörder.

Eva-Maria Silber präsentiert ihren Leserinnen und Leser einen beachtlichen, fiktionalen und sehr spannenden Krimi, mit eindrucksvollen handelnden Charakteren. Sie zeichnet mit ihrem lebendigen Schreibstil auch ein interessantes und abwechslungsreiches Kopfkino in die Köpfe der Leserschaft. Der Schluss des Buchs lässt mich auf eine Fortsetzung des Ermittler-Teams aus Ost und West hoffen.

Ich empfehle das Buch sehr gerne allen Krimifreunden weiter. Seien Sie neugierig und erleben Sie selbst, wie denkwürdige historische Ereignisse, die dreißig Jahre auseinander liegen, gekonnt zu einem richtig guten Leseerlebnis verknüpft werden.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2020)






Freitag, 23. Oktober 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: D’n’A – wird schon schiefgehen, ganz sicher! (D'n'A 2) - Jenni Fenko



Auch der zweite Teil der Buchserie ist überwältigend stark, in jeder Zeile zeichnet die Liebe bunt schillernde Gefühlswelten der beiden Hauptprotagonisten. Wir erleben die beiden in intensiven psychischen Ausnahmezuständen. Es geht rasant, atemlos, sinnlich erotisch und sehr spannend weiter. Mehrmals erlebte ich eine überwältigende berauschend psychische Tiefe, die mich sehr berührte.

Es ist unter anderem die bewegte Geschichte des verletzten inneren Kindes, welches mit seinem inneren Erwachsenen nicht im Einklang lebt. Dadurch kommt es oft zu inneren Spannungen, die zwischenmenschlich auch in ihr soziales Umfeld wirken, zu Konflikten führen und das Leben mehrerer Personen manchmal völlig aus den Fugen hebt.

So geschehen ist es auch der Hauptprotagonistin. Doch dann geschieht etwas unglaubliches Zauberschönes. Ziemlich spontan und unbewusst schafft sie sich in einer prägnanten Ausnahmesituation einen imaginären sicheren Schutzort in ihrer Seele. Stundenlang verweilt sie dort, lässt niemanden eindringen, auch ihren Ehemann nicht. Sie ist der realen Welt völlig entrückt und formt sich in ihrer fiktiven Welt, auch das fast unbewusst, ihre Zukunft und trifft für sich die einzig richtige, positiv zukunftsweisende Entscheidung.

Ganz süß kommt das mit der ›Erdnuss‹ rüber. Die ausgesuchte Playlist zum Buch ist bemerkenswert gut und passt zu den Geschehnissen. Großartig finde ich auch, dass die Autorin Jenni Fenko im Vorwort des Buchs und auch zwischendurch in ihrem feinen, lockeren und lebendigen Schreibstil mit ihren Leserinnen und Lesern plaudert. Das verleiht dem Buch eine besondere Lebendigkeit.

Ich empfehle auch den zweiten Teil der Leserschaft ab dem 18. Lebensjahr sehr gerne weiter. Es ist ein sehr emotionales, temporeiches Lesevergnügen, mit wunderschönen, überaus erotischen, lustvollen Szenen angereichert, die für ein sehr lebendiges Kopfkino sorgen.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2020)







Sonntag, 18. Oktober 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Ssabena - Wilde Wege zum Seelenheil - Imme Demos



Stellen Sie sich vor, Sie erfahren schon als ganz junges Kind, dass Sie adoptiert worden sind.

Was würde das mit Ihnen machen?

Wie würden Sie damit umgehen?

Die Autorin jedenfalls hat es buchstäblich aus ihrer Mitte gerissen, sie kippte aus ihrer seelischen Stabilität, verlor teilweise den Bezug zu ihrem Selbst. Es ist die Urangst, die sich da ihren Weg an die Oberfläche bahnte, die Angst verlassen zu werden, das Gefühl der Hilflosigkeit und Angst vor dem Alleinsein. Ihre Lebensenergie geriet völlig aus dem Gleichgewicht. Angststörungen, Bulimie und andere psychische Störungen waren ab da jahrelang ihre ständigen Begleiter.

Nur die Musik durchbrach dieses Dunkel, denn da war sie ganz bei sich, konnte sich intensiv spüren und erleben und die Angst war verschwunden.

Als junge Frau reiste sie quer durch die Welt, um sich selbst und Antworten auf ihre unzähligen Fragen des Lebens zu finden.

Es ist ein autobiografischer Roman, den Imme Demos da geschrieben hat. Sie nimmt uns mit auf diese sehr eloquente, spannende, aufregende und sehr lebendige Reise. Wir erleben intensiv den oft holprigen, sehr lebhaften Weg zu ihrem Ich, lernen die Menschen kennen, die ihren Weg kreuzen, sie für kurze oder längere Zeit begleiten und erleben, wie die Autorin für sich immer das Wichtigste aus diesen Zusammentreffen und deren Erleben herausfiltert und mitnimmt auf ihrem weiteren Weg der Selbstsuche. Es sind Schlüsselerlebnisse und auch insbesondere drei intensive Schlüsselbegegnungen, die sie voranbringen und dann zu ihrem ureigenstem ICH führen.

Das Printbuch wird begleitet durch eine Musik-CD, die mir sehr gefällt. Ein Lied daraus, welches bezeichnend ist für die jetzige Imme Demos, habe ich zur Rezension dazugestellt, weil dieser Text und die Musik zeigt, wie man sich fühlt, wenn MENSCH mit sich im Reinen ist.

Was ich für mich mitnehme aus dem Buch: Von Geburt an ist niemand böse, doch wir Menschen erleben im Laufe unseres Lebens viele Dinge und haben Erlebnisse, die negativ sind, das erzeugt Wut, Hass, Ablehnung und Traurigkeit. Diese Gefühle sind aber nicht von uns alleine, wir bekommen sie auch übertragen von unseren Eltern und den Generationen vor ihnen. Wie ein Staffelstab werden diese negativen Emotionen immer weitergereicht an die nächste Generation und generiert neue Erlebnisse, wenn wir diese Mauer nicht durchbrechen können – das Gesetz der Anziehung greift hier – immer! Wären alle Menschen sich dessen bewusst, könnte die Welt eine bessere sein.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es ist eine bewegende Lektüre, auch für Männer, eine, aus deren Inhalt wir viel für uns selbst mitnehmen und lernen können.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2020)




Medien


Sonntag, 11. Oktober 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Einzigartiger: Haiku für Dich - Elena Abendroth

 



Kurze Erklärung:

Haiku ist eine der Natur zugewandte japanische Gedichtform, und gilt als die kürzeste der Welt. Diese Gedichtform wendet sich auch an jeden einzigartigen Menschen, insbesondere auch die Liebsten.

Elena Abendroth führt uns mit ihren Dreizeilern fast durch ihr ganzes Leben. Wir erleben ihre tiefe, sinnliche und wundervolle Liebe zu ihrem Partner, erfahren ihrer beider innige Zweisamkeit und auch deren situationsbedingte Spannungen. Ihre gedankenreiche Liebe zur Natur wirkt wie Metaphern und stehen sicher für ihre vielfältigen Lebensveränderungen. Angst ist in den Zeilen greifbar, als plötzlich durch die Realität spürbar wird, dass das Leben vergänglich und endlich ist und man diesen letzten Weg alleine gehen muss, ohne den Partner. Doch auf Hoffnung und Zuversicht und ihre Lebenslust schimmern durch die Zeilen. Es offenbart sich uns ein ganzes Leben in nur wenigen Zeilen und Bildern.

Das Buch gefällt mir sehr gut und ich empfehle es gerne weiter. Seien Sie neugierig, auf Elena Abendroths Leben, in Haiku-Form.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2020)






Mittwoch, 7. Oktober 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Sarah will hoch hinaus - Verena Dahms

 


Auf den ersten Blick ist das Buch ein lockerer, leichter und charmanter Unterhaltungsroman, doch liest und denkt man tiefer, dann ist die Handlung mit so einigen psychologischen Aspekten unterlegt, die mich zum Nachdenken bringen.

Sich immer wieder beweisen müssen, von Kind an, rauswollen aus dem kleinbürgerlichen Mief, mit seinen zwischenmenschlichen Urteilen und Vorverurteilungen, weil man anders ist und es einfach nicht mehr ertragen kann, nicht so angenommen zu werden.

So geht es auch der Hauptprotagonistin Sarah – leistungsorientiert und Perfektionistin – bis einschneidende Veränderungen eintreten, die sie psychisch so ins Abseits drängen, ins Schleudern bringen und sie mehrmals impulsiv handelt, ohne richtig prüfend nachzudenken – Perfektionismus außer Kraft. Da sind natürlich gravierende Fehler und demzufolge auch Enttäuschungen vorprogrammiert.

Die schwelenden zwischenmenschlichen Konflikte in ihrer Familie und deren Intoleranz gegenüber Homosexualität, tragen außerdem zusätzlich dazu bei, dass ihre innere Balance ins Wanken gerät.

Damit aber nicht genug! Denn plötzlich passiert um ihre Person ein gravierender Einschlag, der sie völlig außer Kraft setzt, psychisch und physisch. Das wäre es dann, wenn da nicht ihre drei charmanten Freunde wären – ihre drei Männer – auf die sie immer bauen kann.

Wie die Autorin verraten hat, trägt das Buch ein klein wenig autobiografische Züge. Deshalb ist der Handlungsort des Buchs auch die Schweizer Stadt Basel. Es ist schön und interessant, im Buch auch einiges über diese Stadt und deren Sitten und Gebräuche zu erfahren. Muss ja wirklich toll sein, in so einer Basler Fasnachtsclique dabei zu sein und dann zur Fasnacht verkleidet und musizierend durch die Straßen zu ziehen.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, es ist ein vergnügliches, interessantes und manchmal nachdenkliches Lesevergnügen.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2020)








Sonntag, 4. Oktober 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Blackout und Magie: Weiße Drachen (Galduron-Saga 3) - Arthur Gustav Steyn

 


Der dritte Teil der Saga ist ziemlich spannend. Die Welt ist immer noch in Veränderung. Die bequeme alte Zivilisation mit all ihren Annehmlichkeiten ist für immer verloren. Der Konflikt zwischen Gut und Böse wird jetzt offener und aggressiver ausgetragen. Die dunkle Seite der Macht wartet mit Überraschungen auf, die den Menschen viel Kraft abverlangt und auch Verluste mit sich bringt. Die magische Welt dringt immer mehr in die Menschenwelt ein und da deren Bedürfnisse andere sind, kommt es zu schwelenden Konflikten, die fast unlösbar erscheinen. Ein dauerhaft friedvolles Zusammenfinden und Zusammenleben scheint auf Dauer kaum möglich. Innere Spannungen und Zweifel lassen Oliver manchmal fast verzagen, bis er seine Bestimmung in der Blackout-Welt endlich gefunden hat.

Was ich aus dem Buch für mich mitnehme: Böses nicht mit Bösem vergelten – denn das nährt die Aggressivität und die dunkle negative Seite der Macht.

Von mir gibt es ein uneingeschränktes Ja zur Empfehlung des dritten Teils dieser Fantasy-Saga, zumal wenn man Fan dieser Buchserie ist.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2020)






Dienstag, 29. September 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Wenn es zwickt, stinkt und knackt, leben wir noch: 100 faszinierende Fakten des Körpers - Dr. med. Petra Sommer



Das Buch ist einfach genial. Allein der Buchtitel lässt mich schmunzeln und beim Thema Schnarchen habe ich herzhaft gelacht. Der Inhalt zeichnet sich durch eine kreative, sympathische und humorige Grundstruktur aus, die für ein emphatisches Verstehen der Leserschaft sorgt. Die Autorin nimmt uns mit auf eine interessante und anschauliche Reise durch unseren Körper. Sie erklärt mit Wortwitz und in amüsanter bildhafter Sprache, wie unser Körper funktioniert und übermittelt eindrucksvoll und einfach Faktenwissen und Kuriositäten über die Funktionen unserer Organe. Vortrefflich weckt sie damit die Aufmerksamkeit und die Neugier der Leserinnen und Leser. 
Mein Resümee:

›Wenn Arzt und Patient eine gute gemeinsame kommunikative Ebene miteinander finden, stärkt dies das gegenseitige Vertrauen und sie begegnen sich auf gleicher Augenhöhe. Die Autorin hat erkannt, dass die Ärzteschaft ihr Fachwissen im Arzt-Patienten-Gespräch auf die Laien-Ebene runterbrechen sollten, um zu uns, den potenziellen Patienten, durchzudringen und so Therapieradläufe positiv nachhaltig zu beeinflussen.‹ 
Ergänzt durch lustige und auch informative Illustrationen, ergibt das Ganze ein mit Wissen angereichertes und lesenswertes Potpourri für medizinische Laien, sprich potenzielle Patienten. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es ist erstaunlich originell und lesenswert.

Chapeau Frau Dr. Sommer!

Heidelinde Penndorf

(September 2020)






Donnerstag, 24. September 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Herbstrebellen: Resümee der Leidenschaften (Lieben des Lebens, Band 1) - Roda Roth


Ein starkes, mutiges Debüt, eines mit voller emotionaler Wucht. Eines dessen Inhalt, ob seiner Tiefe seiner nackten Ehrlichkeit, mich tief in der Seele berührt.

Die 75-jährige Autorin, wahrhaft eine Rebellin – sie schreibt über die Liebe, ihre Gefühle, schenkt uns ihre ganz persönlichen Gedanken. Mit ihren Gedichten und Prosatexten gewährt uns Roda Roth einen tiefen Einblick in ihre Seele. Manchmal dachte ich beim Lesen, wir sitzen bei einem Glas Wein zusammen und sie erzählt mir ihre Lebens-Liebesgeschichte.

Kommt seht her, ich war leidenschaftlich, stark wie ein Baum, ich habe das Leben geliebt und die Liebe. Ich habe den Himmel gesehen, war verzückt, wurde geliebt und habe geliebt mit allen Sinnen – ohne Mittelmaß. Meine Liebe und ich, wir haben uns einander geschenkt, uns einander hingegeben ganz und gar – fragten nicht nach dem Morgen
.
Dann Versprechen gebrochen und großes Schweigen, die Zeit wurde eine andere.

Schaut ihr Leserinnen und Leser, ich bin verletzlich, so wie ihr auch. Manchmal habe ich auch neben mir gestanden und der Whiskey war mein einziger Freund. Verzehrt habe ich mich nach meiner großen Liebe, war wütend, dann verzweifelt und wollte aufgeben, weil ich einfach nicht mehr konnte, nicht mehr weiterwollte.

Die Erinnerungen an die Zeit, die wir zusammen hatten, meine große leidenschaftliche Liebe und ich, sie haben mich fast gebrochen – darüber vergingen die Jahre. Ich habe den Himmel gesehen und dann die Hölle erlebt. Und ich habe mich wiedergefunden – anders – aber ganz. Ich bin eine zeitlose Herbst-Rebellin, leidenschaftlich, neugierig, das Leben liebend und die Liebe.

Rebellisches Denken und ihr lebendiger mitreißender Schreibstil begeistern und die Skulpturen, die sie zu ihren Worten gesetzt hat, sind bildhafte Ausrufungszeichen mit Herz. Roda Roth – den Namen sollte man sich merken. Mit 75 Jahren so ein überwältigendes Debüt hinzulegen – Chapeau!

Ich empfehle dieses Buch der Leserschaft ab dem 18. Lebensjahr sehr gerne weiter, ein aufwühlendes mitreißendes Lesevergnügen.

Heidelinde Penndorf 

(September 2020) 



Medien



Montag, 21. September 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Blau wie der Tod (Brandenburg-Krimis 5) - Fiona Limar



Fiona Limar ist immer für eine Überraschung gut. Diesmal geht es um eine esoterische These, welche sich den Weg in den Mainstream erobert hat, obwohl sie wissenschaftlich und fachärztlich absurd, auch nicht bewiesen und unterlegt ist. Die Autorin stellt daneben noch ein psychologisch fundiertes Thema, verbindet beides und strickt daraus einen gut durchdachten und interessanten Plot, der spannungsgeladen durch die Handlung führt.

Die Story ist durchdrungen von Geheimnissen fast aller Beteiligten, führt die Leserschaft auch in die Vergangenheit dieser, lässt sie tief in das soziale und berufliche Gefüge schauen und schafft es, uns am menschlichen Abgrund entlang balancieren zu lassen. Psychologisch tiefgründig lässt die Handlung die Leser auch tief in verletzte Seelen schauen, zeigt auf, was passiert, wenn MENSCH aus der Opferrolle nicht herausfindet und sein Denken und Handeln sich in die falsche Richtung – in diesem Fall – Rache, bewegt.

Warum der Mörder am Tatort immer ein bestimmtes Relikt hinterlässt, zeigt auf, wie sehr sich diese esoterische These in seinem Denken verankert hat und ihn zu makabren Handlungen treibt. Im Grunde ist es die Umkehr einer wahnhaft kranken Opfer-Täter-Beziehung.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig, schnörkellos und sehr gut, die Protagonisten und Antagonisten sehr lebendig und interessant gezeichnet. Wie so oft lockt Fiona Limar ihre Leserschaft auf falsche Fährten, durchzieht die Handlung mit vielen zwischenmenschlich konfliktgeladenen Beziehungen, sodass das Ermittlungsteam Mühe hat, den Kreis der unmittelbar Verdächtigten einzugrenzen. Wer nun wirklich der Mörder ist, hat mich völlig überrascht und hätte ich so nicht erwartet.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, denn es ist ein sehr spannendes, interessantes und mitreißendes Lesevergnügen, mit einem AHA-Effekt und dazu noch eines, mit einer völlig überraschenden Auflösung. Seien sie neugierig.

Heidelinde Penndorf

(September 2020)






Dienstag, 15. September 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Miyus Lavendelkrone - Lisa Weichart



Die Autorin schreibt gut, oft angelehnt an die alten Meister und doch bin ich mit dem Buch nicht so zurechtgekommen. Mag es daran liegen, dass ich es abends gelesen habe und die Gedankengänge des Hauptprotagonisten mir dann in die Nacht folgten. Es ist düster, dieses Buch, in weiten Teilen auch verstörend. Die Autorin beschreibt das Leben eines ehemals vom Erfolg verwöhnten und korrupten Bankkaufmanns, der nach einem Burnout nicht mehr derselbe ist.

Seine Gedanken bewegen sich im skurrilen Chaos, zwischen Kindheit, Jugend, Erwachsenenleben und der Gegenwart hin und her. Ein gespenstiger und bedrückender realitätsfremder Gedankenbrei, der da zu lesen ist, nur manchmal hat der Mann klare Momente. Mich hat es interessiert, ob ein Burnout wirklich solche extremen Auswirkungen haben kann und so habe ich recherchiert. Meine Recherche ergab, dass die beschriebenen Eigenheiten eher zu einer Psychose oder auch zu einer beginnenden Schizophrenie passen könnten.

Es ist ein Buch, welches ich jener Leserschaft empfehle, die düstere Gedanken mögen – aber Vorsicht Triggergefahr.

Heidelinde Penndorf

(September 2020)







Montag, 14. September 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: Kwa Zulu: Schatten über der Savanne - Nathalie C. Kutscher



Die Handlung kommt sehr sozialkritisch daher, räumt auf mit den klischeehaften verzaubernden Bildern vom Traum-Urlaubsland Afrika, die wir in jedem Reisebüro bewundern können. Hinter den Kulissen, weit weg von luxuriös geführten Safari-Touren und anderen Belustigungen, erleben die Leser das wahre Afrika – ungeschönt und arm.

Nathalie Kutscher führt die Leserinnen und Leser in eine Krankenstation, in ein Krankenhaus am Rande des Buschs. Eine regelhafte medizinische Grundversorgung gibt es nicht, notwendige Grundausstattung ist kaum vorhanden und das zumeist ehrenamtliche medizinische Personal ist oft am Improvisieren, um zumindest die größte Not zu lindern, Infektionen im Keim zu ersticken, bei Geburten zu helfen und über Verhütung aufzuklären. Da wird Menschlichkeit und Nächstenliebe sichtbar.

Die Leserschaft erlebt den Elan des medizinischen Personals, ihre Ängste, manchmal ihren Zorn und ihre Hilflosigkeit, ob der Situationen, in welcher sie nicht mehr tun können, weil die einfachsten Mittel fehlen, das nimmt Kraft weg.

Die Autorin macht da, wo es anfängt, den Lesern moralisch weh zu tut, jedoch nicht halt, sie nimmt auch die Pharmaindustrie aufs Korn. Schreibt über illegale Impfungen an Kindern der Eingeborenen, mit noch nicht zugelassenen Impfstoffen. Im Busch, weit ab der Zivilisation, fällt das ja nicht ins Gewicht und keiner in Europa weiß und merkt es, wenn ein Kind an so einer Impfung verstirbt – ist ja alles so weit weg!

Die Story ist eingebettet in eine wundervolle Liebesgeschichte zweier Frauen, beide Ärztinnen, beide stark und mutig – die eine normal verdienend, die andere vom Leben verwöhnt. Die muss ihre Bestimmung im Leben erst noch finden – doch das geschieht schneller als sie glaubt, weil sie durch die vorfindenden Situationen herausgefordert ist, schnell zu ihrem Ich, zu sich selbst zu gelangen.

Doch dann passiert eine menschliche Katastrophe, die beider Leben und ihre Pläne fast zunichtemacht.

Die Handlung lenkt die Aufmerksamkeit der Leserschaft über die Liebesbeziehung der beiden Frauen auch auf das Thema gleichgeschlechtlichen Liebe. Die Eingeborenen erkennen diese Liebe nicht an und wollen die betroffenen Frauen ›umerziehen‹ – da ist noch viel Aufklärung nötig.

Dieses Thema bewegt aber auch Europa. Gerade im September 2020 wurde in Österreich im Zuge einer Demo eine Regenbogenfahne, die für zwischenmenschliche Vielfalt steht, symbolisch zerrissen und gleichgeschlechtlich Liebende mit Kinderschändern und Pädophilen gleichgesetzt. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass es Queere Literatur gibt, die mit den Geschlechternormen bricht und auch darüber schreibt, so wie zum Beispiel Nathalie Kutscher – und das auch ziemlich gut. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

Heidelinde Penndorf

(September 2020)






Freitag, 11. September 2020

⭐neue Leseempfehlung⭐: D’n’A – mindestens 100 % spüren - Jenni Fenko



Es ist so intensiv und überwältigend, dieses Buch, so durchdrungen von Gefühlen, Emotionen, so voller interessanter Gedankengänge und sich daraus ergebenden Handlungen. Impulsiv, mitreißend, gigantisch und überraschend anders, kommen die Geschehnisse daher. Die Handlung ist temporeich, atemlos, sinnlich erotisch, prickelnd sexy und aufregend. Die Leserschaft erlebt überaus lebendige, charismatische und sehr impulsive Protagonisten.

Faszinierend ist, dass es zu zwei Drittel zumeist Gedankengänge, Dialoge und Handlungen der beiden Hauptprotagonisten sind, die die Geschichte so außergewöhnlich macht. Auch ihr bemerkenswert buntes, soziales Umfeld, wirkt nach und nach ziemlich intensiv auf das Geschehen ein. Diese Mischung führt die Leserschaft durch eine sehr turbulente und außergewöhnliche Story

Da prallen Welten aufeinander – eine glamouröse gut situierte und eine ganz einfache. SIE - ein bissel crazy, kapriziös, finanziell unabhängig und verwöhnt und ER - viel belesen, einer, der fast nie aneckt, mit dem man gut auskommt, der eher unkompliziert wirkt, eben jemand, mit dem man Pferde stehlen kann und der die Welt nur vom Schiff aus gesehen hat.

Beide haben einen ziemlich komplizierten und speziellen Lebensrucksack der Vergangenheit zu tragen. Das macht das Ganze nicht einfach. Es ruckelt ab und an, manchmal auch gewaltig. doch sie finden zueinander, vereinen ihre zwei unterschiedlichen Welten zu einer gemeinsamen, bewegten und schillernden Welt, in welcher es oft sehr ereignisreich und kurzweilig zu geht. Sie lernen voneinander und arbeiten ihre Vergangenheit auf, der Lebensrucksack wird immer kleiner.

Die Autorin lässt uns auch einen aufschlussreichen, ungeschönten Blick hinter die Kulissen der Modelwelt werfen. Wir erleben die zwischenmenschlichen Schattenseiten dieses Berufs. Es ist oft ein Weg voller Entbehrungen, Tränen und Demütigungen. Da sind Glitzer und Glamour weit weg.

Die Suche nach dem persönlichen und sozialen Selbst, das Lösen von der ganz persönlichen Vergangenheit, die Suche nach Liebe, nach Achtung und Vertrauen, die charismatische, erotische und sexuelle Anziehungskraft, die beide Protagonisten zueinander zieht, dass sich in dem Anderen finden, eins sein miteinander und doch auch zwei sein. Dieses ganz große Gefühlschaos, welches sich zu etwas Wundervollem verbindet – das ist zu spüren beim Lesen, es fasziniert und berührt – Kopfkino im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich freu mich schon, den zweiten Teil der Geschichte, bald lesen zu können und empfehle den ersten Teil der Leserschaft ab dem 18. Lebensjahr, sehr gerne weiter. Es ist ein sehr emotionales, temporeiches Lesevergnügen, mit wunderschönen, erotischen lustvollen Szenen verfeinert.

Heidelinde Penndorf

(September 2020)









Freitag, 4. September 2020

⭐Neugierig auf Leseproben? Schauen Sie mal rein :) ⭐

Leseproben


Ich biete den Autorinnen und Autoren und auch Verlagen an, über meine Rezension zu ihrem Buch hinausgehend, auch von Ihnen genehmigte Leseproben aufzubereiten und auf meiner Website einzustellen
Leseprobe: Mit Lampenfieber und Musik - Heike Sonn
--- LESEPROBE --- Mit Lampenfieber und Musik Heike Sonn Über das Buch: Tessa ist frisch getrennt und schwört, sich nie wieder zu verlieben. Die mollige Rotblonde will ihr Leben ändern und auf keinen Fall die Unterstützung ihres Ex-Manns annehmen. Ein Job muss her und dringend mehr Selbstbewusstsein. In einer Notsituation hilft Tessa Leadsänger Ben und seinem kleinen Bruder, hysterischen Fans zu entkommen. Das beeindruckt Ben und er bietet ihr einen Job als Kinderfrau bei seinen Geschwistern an.Doch Tessa ist nicht bei allen Mitgliedern der singenden Großfamilie willkommen. Außerdem hat sie keine Ahnung, wie sie den Alltag einer so großen Familie…
Leseprobe: Bad Boy by Banana:  Zwischen uns die Zeit - Alva Furisto
01 Das Arschloch bin jetzt ich Vergangenes Silvester, Altenkirchen - Westerwald Tom knallte den Laptop zu. Das fiese Krachen ersparte ihm nachzusehen, ob der Bildschirm zerbrochen war. Er riss die Kühlschranktür auf und zog die Stirn in Falten. Bis auf eine Flasche herrschte gähnende Leere darin. Bereit, sich seinem Schicksal zu ergeben, ergriff Tom den Wodka und trank. Die Flüssigkeit ran kühl in seiner Kehle hinab. Erst als Tom die Flasche absetzte, begann der Alkohol in seinem Hals zu brennen. Er taumelte bis zum Küchentisch. Dort kippte er den restlichen Inhalt der Flasche in sich hinein und schob sie ans…
Leseprobe: Gefährliche Rochade - Kriminalroman - Olaf Warnsing
Wismar, 16. November 2013 Das Läuten des Telefons riss Ingo aus einem unruhigen Schlaf. 6:30 Uhr. Wer rief so früh an? Das hatte doch bestimmt nichts Gutes zu bedeuten. »Fellbac«“, meldete Ingo sich. Er war auf alles gefasst, aber nicht darauf, diese Kinderstimme zu hören: »Der White King lässt dir seine Grüße ausrichten. Von deinem bisherigen Spiel ist er sehr begeistert. Er sieht seine Erwartungshaltung erfüllt und gratuliert dir zu der spielerischen Disziplin, die er sich auch gewünscht hat. Es gibt aber Dinge, die er sich so nicht vorgestellt hat. Deshalb bittet er dich, eine Nachricht aus deinen Briefkasten zu…
Leseprobe: Nytrax: Das Phönixsiegel - Andrew C. Fox
Prolog Aus der Asche … 8 Jahre zuvor Die Augen der großen Schlange waren schon vor geraumer Zeit in der Ferne verschwunden. Unter den Abgesandten der Nim breitete sich nichts als die endlose Nessaja Wüste aus. Kein einziges Sandkorn peitschte hoch in den Himmel. Es war, als ruhten alle Elemente der Erde und bereiteten sich auf die Wiedergeburt des Phönix vor. Langsam verdunkelte sich das Firmament über den Köpfen der Wahtari, die Sonnenfinsternis stand kurz vor ihrem letzten Schritt. »Wir müssen uns beeilen«, mahnte einer der fünf. Deutlich hörbar nahm der Flügelschlag jedes Einzelnen zu. Sie mussten den Feuervogel noch…
Leseprobe: Gesichter aus Stein: The Deep Web - T.A.M. Lang
Kapitel: Nähe/1 Seite 131/132 Auf der kleinen, kaum befahrenen Straße ›Zur Kanzel‹ parkt ein dunkelblauer Golf 3 im Schatten einer gewaltigen Ulme, deren Blätterdach selbst die Straßenbeleuchtung abschirmt. Nichts Ungewöhnliches hier. Für viele Jugendliche ist der VW Golf ein beliebtes Erstfahrzeug. Gerade hier, nahe der Kaserne. Aus dem Wagen ist kein Laut zu hören und der Fahrer sitzt nun schon seit Stunden reglos und beobachtet das schmucke Einfamilienhaus. Darin wohnt Franziska Voigt samt Tochter Jessika. Es ist der Ford, der ihn stört. Ein dunkelroter Ford Orion. Der Besitzer des Wagens, Wolf Schmitt, Ex-Mann der Mieterin, hält sich schon seit dem…
Leseprobe: Schwarze Rosen für Oliver - Valerie le Fiery & Frank Böhm
Herzklopfen „Du?“, entfährt es Pascal erstaunt. „Wie kommst du denn hierher?“ Dass er Oliver gerade eben geduzt hat, fällt ihm nicht einmal auf, der Angesprochene jedoch kann sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. „Ja ich, in voller Lebensgröße. Ähmmm … ich denke … ich bin mit dem Wagen hergekommen. Sag mal, arbeitest du hier? Ist ein hübscher Laden. Gefällt mir sehr gut.“ „Wie hast du mich gefunden oder ist es nur ein Zufall? Und nein, ich arbeite hier nicht einfach, es ist mein Geschäft. Ich bin der, der draußen dransteht.“ „Kommst du aus Frankreich? Ich meine nur so – wegen…😉😊
Leseprobe: Gesichter des Verrats - Marion Krafzik
Kapitel Einundvierzig Nur für einen Moment hebe ich die Lider, und sofort dringt grelles Licht in meine Pupillen. Ich bin tot. Ganz sicher. Das ist das Licht, von dem alle reden. Blutverschmierte Handschuhe fuchteln vor mir herum. Mein Gott, sie haben mich aufgeschnitten und lassen mich verbluten wie ein abgestochenes Schwein. Es tut so weh. Ich stoße einen schrillen Schrei aus, der mein Trommelfell zu zerbersten droht. Beruhigende Worte folgen, eine kühle Hand, die auf meiner Stirn ruht, ein Gesicht, das ich nur verzerrt wahrnehme, und dann der Todesstoß, ich halte die Luft an. »Pressen, Sie müssen pressen«, spricht die…
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