Dienstag, 31. Mai 2016

4 gegen den Klan - von Sidney Rose - meine Empfehlung



Der Autor Sidney Rose gewährt uns zu Anfang einen kurzen Einblick in die junge glückliche Ehe von Harold und Esther Jordan. Dann krasser Szenenwechsel! Die Leserinnen befinden sich plötzlich hautnah im mörderischen Getümmel des ersten Weltkriegs, in den Schützengräben Frankreichs. Captain Jordan wird mehrfach verwundet, auf Grund seiner Verletzungen ausgemustert und erfährt dabei, dass seine junge Frau Esther bestialisch ermordet wurde. Im New Yorker Arpartment findet er bei seiner Heimkehr noch die grauenvollen blutigen Spuren der Mörder vor. Seitdem ist er für Jahre wie paralysiert. Drogen und Alkohol sind in dieser Zeit seine einzigen Weggefährten.

Durch ein Schlüsselerlebnis mit Garçonne, der Anführerin einer Mädchengang, erwacht er langsam aus seiner Lethargie. Der Zufall führt beide mit der charmanten und hübschen Cynthia, einem aufstrebenden Broadway-Stern, und der charismatisch-exzentrischen, sinnlichen Künstlerin Tajana zusammen. Das Schicksal der vier Hauptprotagonisten ist ab diesem Zeitpunkt sehr eng miteinander verknüpft.

Die prickelnde erotische Sinnlichkeit, die Garçonne, Cynthia, Tajana und Harold im Laufe der Zeit miteinander teilen, wirkt im Sog der steigenden Spannung wie das Licht in der Dunkelheit. In sehr intensiver persönlicher Ich-Form, erzählen alle vier ihre Geschichte, die unterschiedlicher nicht sein kann und doch ein starkes Band der Verbundenheit bildet.

Harold Jordans Lebensgeschichte wird den Lesern durch seine Fieberträume lebendig. Ein gewalttätiger Vater, Anführer einer rassistischen Terrorgruppe, prägt seine Kindheit. Er ist froh, dem durch sein Studium entfliehen zu können. Kurz nach seinem erfolgreichen Jura-Abschluss zieht Harold nach New York, wird jedoch von seinem Vater, der inzwischen dem wiedergeborenen Klan angehört, eindringlich zurückgerufen. Er soll ein Mitglied des KKK vor dem Gefängnis bewahren. Harold Jordan bedenkt nicht, dass er als Kind eines Ordensmitglieds, dem Klan ebenfalls indirekt verpflichtet ist und weigert sich. Das hat extreme Auswirkungen für sein weiteres Leben.

Szenenwechsel 

Der Hauptprotagonist hat, nachdem ihm Garçonne die entscheidenden Hinweise zu dem Auftragsmord seiner Frau lieferte, nur noch einen Gedanken Vergeltung!

Der Ku-Klux-Klan will mit seiner damaligen Nordinvasion den Einfluss in den USA verstärken. Menschen mit dunkler Hautfarbe sind dem Orden ein Dorn im Auge, daraus wird züngelnder, brennender Hass. Der KKK macht Andersdenkende, insbesondere Farbige, für alles Negative verantwortlich, so auch für Diebstähle, Morde und Vergewaltigungen. Amerika soll von ihnen »gesäubert« werden!

Getrieben von seinem Rausch nach Vergeltung setzt Harold Jordan alles daran, die Namen der Mörder seiner Frau, Mitglieder des KKK, ausfindig zu machen und diese zu richten. Garçonne, Cynthia und Tajana gehen physisch und psychisch bis an ihre Grenzen, um Harald Jordan dabei zu unterstützen.

Die Kulisse der Handlung bildet die schillernde Welt der Goldenen Zwanziger des alten New York – verrückt, glamourös und vulgär. Bandenkriege, Alkohol - und Drogenschmuggel sind an der Tagesordnung. Kriegsveteranen gerieten in Vergessenheit und das glitzernde Leben brachte so manchen Menschen an den Abgrund. Die Leser erleben Kopfkino pur!

Sidney Roses Roman ist äußerst spannend, lebendig, temporeich, ausgezeichnet recherchiert und gut durchstrukturiert. Das Buchcover ist einfach stark, die Buch-Illustrationen sehr gelungen und passen zu den Charakteren der Protagonisten.. 

Verantwortungsvoll geht Rose mit den Themen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Krieg um. Anhand seiner Geschichte erleben die Leser die Grausamkeiten, die Menschen sich gegenseitig antun,weil sie keine andere ethnische Gruppe neben ihrer dulden, oder weil man einfach neues Land erobern möchte, um größer und mächtiger zu werden als andere Länder. Die Themen, die der Autor intensiv anspricht, stehen grad wieder im Focus der Weltöffentlichkeit, weil die Menschen bisher nicht vermochten, grundlegende Probleme human, friedlich und emphatisch zu lösen.

Das Buch ist packend, fesselnd, mitreißend und aufrüttelnd! Rose trifft genau den Nerv der Zeit.

Meine Empfehlung: Lesen Sie es!

Medien




Lesempfehlung: Bluttempel - Das Vermächtnis der Walhalla - Martina Schmid




Ich hatte das Glück, das Buch vor der Veröffentlichung lesen zu dürfen und möchte es den Leserinnen und Lesern nun vorstellen.

Ein kleines Wagnis und meines Erachtens erfolgreich und gut von der Autorin gemeistert, einen gegenwartsbezogenen fiktiven Kriminalfall mit dem Zeitkolorit der Erbauung der Walhalla, in Donaustauf, im bayerischen Landkreis Regensburg (1830 bis 1842), zu verknüpfen.

Martin liebt seine Frau Barbara abgöttisch. Beide haben ein harmonisches erfülltes Privat - und Berufsleben. Ihr Wohnsitz ist ein Haus, direkt am Fuße der Walhalla. Lediglich die Donau und wenige Felder trennen sie von dem imposanten Bauwerk, welches auf Martin magisch anziehend wirkt.

Seit einiger Zeit plagen ihn des Nachts schlimme Albträume, die sich oft in stundenlangen Tagträumen fortsetzen. Manchmal kann er die Träume kaum von der Realität unterscheiden. Das verwirrt ihn und verändert seine Psyche nachhaltig.

Er verspürt den Drang, seine Frau von der Außenwelt abzuschirmen, sieht sie als seinen wertvollsten Besitz, den er um jeden Preis beschützen und verwahren muss …

Die Bewohner Donaustaufs, einschließlich des Ehepaars bester Freunde und Arbeitskollegen, nehmen regen Anteil, als unverhofft Martins Frau spurlos verschwindet. Jeder im Ort glaubt, dass sie Opfer eines Überfalls während des Joggens wurde.

Martins Zustand wird immer schlimmer, sodass er Rat und Hilfe bei einem ehemaligen Schulfreund sucht, welcher als heilkundiger Psychotherapeut praktiziert und Rückführungstherapien durchführt.

Sein geistig angeschlagener Zustand und die Rückführung in sein früheres Leben als Arbeiter, der am Bau der Walhalla mitwirkte, ergeben eine hochexplosive Mischung. Ein Realitätsverlust mit drastischen Auswirkungen für sein weiteres Leben ist die Folge.

Spannende facettenreiche Geschichte, die erzählt, welche Auswirkungen erzeugt werden können, wenn man das, was man liebt, unbedingt besitzen möchte und wenn aus Liebe Besessenheit wird.

Der gute Schreibstil, die ausführlichen Recherchearbeit und spannende Handlung sorgen für ein fesselndes Leseerlebnis, welches obendrein inspiriert, mehr über den baugeschichtlichen Hintergrund der Walhalla zu erfahren.

Ist Ihre Neugier geweckt? Möchten Sie erfahren, was aus Barbara wird und wie die Rückführung Martins in den einzelnen Sitzungen verläuft. Dann kaufen Sie das Buch, welches ich uneingeschränkt empfehle.


Heidelinde Penndorf






Leseempfehlung: Die Geister sind hellhörig - Erika Dreier

Mittwochs ist in einer Facebook-Gruppe, deren Mitglied ich bin, Autorentag. Die Mitglieder können eigene Kurzgeschichten, Gedichte, Bücher, die sie selbst schrieben oder ihnen gefallen, vorstellen. Wir kamen ins Gespräch, Erika Dreier und ich. Ihre Abschlussarbeit des Studiengangs »literarisch Schreiben« an der Schule für angewandte Linguistik SAL, in Zürich, hielt ich 14 Tage später in meinen Händen und möchte Ihnen das Buch vorstellen, welches 2012 in Erstauflage erschien.

Der Titel »Die Geister sind hellhörig« wird der Handlung des Buchs nicht gerecht. Als ich ihn las, dachte ich sofort an das Genre Esoterik. Aber weit gefehlt.

Ich schlug das Buch auf, begann zu lesen, war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt von der Thematik, die sich hinter dem irreführenden Titel versteckt.

Der Schreibstil, bildhaft tief, mit Metaphern angereichert und emotional ergreifend, ist einfach wundervoll und berauschend. Der Roman trägt autobiografische Züge, deshalb wirkt die Ich-Erzählweise sehr privat, lässt die Leser die Geschichte ziemlich real erleben.

zum Inhalt:

1972 besucht die Krankenschwester Anne mit ihrem Mann eine Veranstaltung, organisiert von einer christlichen Organisation. Dort erfahren sie, dass eine Krankenstation einer ehemaligen Missionsstation in Südamerika unbesetzt sei, dafür suche man Leute. Jung und naiv, voller Pläne und enthusiastisch eingestellt, überlegen sie nicht lange, melden sich freiwillig. Die große Freiheit wartet.

Alles was möglich ist, machen sie zu Geld, kaufen dafür eine kleine medizinische Ausrüstung mit allem, was nötig scheint, um Menschen im Busch medizinisch zu versorgen. Auch einen Land Rover und andere Ausrüstungsgegenstände legen sie sich zu. Eben alles, was eine Familie mit zwei kleinen Kindern in einem fremden Land, ´am nötigsten` braucht. Nachbarn, Freunde und Eltern steuern auch allerhand bei.

Im April 1973 machen sie sich auf den Weg; Anne 27, ihr Mann 25, die Tochter dreieinhalb und ihr Sohn acht Monate alt. Wenig angenehm die Schiffsreise. Ihre Ankunft in Argentinien wird begleitet vom damaligen Ausnahmezustand des Landes –mehr als abenteuerlich, manchmal bedrohlich. Irgendwann kommen sie endlich an, in Paraguay, MISSION TERRA NUEVA – YVYMARAY.

Was dann folgt ist die Schilderung ihrer Arbeit, ihres Lebens dort. Eine Lebensbeschreibung, die nachhallt, bis in die Seele dringt, mir die Tränen in die Augen treibt, mich als nachdenkliche Leserin zurück lässt. Eine Geschichte des puren nackten Überlebens und des langsamen Verschwinden eines ganzen Volkes. Die Autorin weiß die Worte so zu setzen, dass sie sich einbrennen bei den Lesern – für immer.

Sie gab mir die Erlaubnis aus ihrem Buch zu zitieren. Ich hab drei kleine Absätze ausgewählt, die für mich verdeutlichen, welch dringliche humane Botschaft mit diesem Buch transportiert wird.

»Nichts scheint mehr übrig von ihrem stolzen Erbe. Ihr Land beanspruchen meist weiße Siedler, die aus anderen Teilen des Kontinents oder aus Europa kamen, für ihre Rinderherden. Die Tiere die die Indios jagten, sind geflüchtet.«

»Arbeitet, dann habt ihr auch zu essen. Es klang als dächten die weißen Menschen, die Enlhet seien faul. Und es klang, als hätten sie vergessen, dass sie selber als Gäste hergekommen waren und auf dem Boden lebten, den unsere Väter ihren Kindern bis dahin bewahrt hatten.«

»Wer hat den Menschen in diesem Land denn die Krankheiten gebracht, mit denen sie jetzt zu kämpfen haben: Tuberkulose, Keuchhusten, Masern? Und die andern Probleme: Den Hunger, den Alkohol und all das …? Die Weißen! Du und ich, wir sind da nicht ausgenommen!«

Je weiter ich im Lesen des Buchs fortschritt, umso mehr flammte in mir der Gedanke auf:

»Was sind wir Weißen doch für hochmütige Geschöpfe, uns über andere Völker zu erheben, ihnen vorzuschreiben, an was sie glauben und wie sie leben sollen. Warum besetzen wir fremdes Land, wo wir doch dort eigentlich Gast sind und treiben die dort lebenden Menschen, die Eingeborenen, in Not und Elend?«

Erika Dreier sagt über sich selbst: »Nicht ich bin wichtig, sondern die Menschen dort«

Meine Achtung gehört der Autorin. Sie hat ein Buch geschrieben, welches eindringlicher nicht sein kann. Um es mit Kurt Tucholsky zu sagen: »Das Richtige ist: das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr loslässt.«

»Die Geister sind hellhörig« ist solch ein Buch.

Chapeau Erika Dreier!

Meine Empfehlung: Das Buch, lesen Sie es!







Mittwoch, 25. Mai 2016

Neu + Neu + Neu+: »Liebe, Macht und rote Rosen« - Brigitte Teufl-Heimhilcher

Ein humoriges Vorwort führt die Leser in ein fiktives Land namens Euroreich. Die Charakteristik des Landes und der Menschen gleicht vielen Ländern in Europa. Die imaginäre Geschichte des Buchs ist vergleichbar mit vielen Dingen die in unserer realen Welt geschehen.
Das Buch ist ein charmanter Mix zwischenmenschlicher Beziehungsgeflechte, die sich um das politische Geschehen des Euroreichs ranken.
Die geschiedene alleinerziehende Sybille Hold-Meixner, bisher Kabinettschefin des Sozialministers, wird nach dessen plötzlichen Unfalltod vom Kanzler höchstselbst zur Sozialministerin gekürt, und wird dadurch quasi auch zur Parteimitgliedschaft genötigt.
Die Leser erleben einen Blick hinter die Kulissen der Politik, der nahe an der Wirklichkeit liegt. Durch den lebendigen, kreativen und abwechslungsreichen Schreibstil der Autorin, erfahren sie die Machtkämpfe innerhalb des Parteiengefüges einer Regierung hautnah. Intrigen und Postenschacher sind an der Tagesordnung. Ränkespiele der Koalitionspartner der Regierungspartei verhindern oftmals, dass bestimmte politische Wahlversprechen auf den Kabinettstisch verhandelt und zu Gunsten der Wähler eingelöst werden. Nach der Wahl ist auch immer vor der Wahl, in diesem Sinne verläuft der Regierungsalltag mit all seinen Fallstricken, die von den eignen Parteikollegen so wie auch von den Koalitions- und Oppositionskollegen ausgelegt werden.
Die frischgebackene Sozialministerin ist jemand, die auch unbequeme Themen angeht und muss erleben, dass dies in der eigenen Partei nicht erwünscht ist, schon gar nicht kurz vor den Wahlen. Interessant und durchaus real ist, dass sie per Unterschrift gezwungen werden soll, bei unbequemer heikler Thematik vor der Wahl, die Füße still zu halten, eben Parteilinie zu fahren. Weil sie die offiziell unterläuft und unbequem reagiert, sägen eigne Parteifreunde, einschließlich des Kanzlers, fleißig an ihrem Stuhl. Doch es kommt alles anders, als die Leser denken.
Wie Kollege Zufall in dieser fiktiven Geschichte auf das Leben der Politikerin einwirkt, sich ihr Familien- und Liebesleben unter all den Aspekten gestaltet, erfahren Sie, liebe Leser, wenn Sie das Buch selbst lesen.
Brigitte Teufl-Heimhilcher liefert ihren Lesern Gesellschaftskritik einmal ganz anders, fiktional und doch sehr real. So real, wie Politik nun mal ist. Ich weiß, wovon ich rede, hab ich doch selbst hinter die Kulissen schauen dürfen und es fast genauso vorgefunden.
Meine Achtung gehört der Autorin, die auf diese Weise den Politikern einen ziemlich deutlichen Spiegel vorhält.
Chapeau  Brigitte Teufl-Heimhilcher!
Meine Empfehlung: Lesen Sie das Buch!
Es bietet pure charmante, spannende, humorvolle und auch ernsthafte Unterhaltung mit sehr ausgereiften Charakteren.



Dienstag, 24. Mai 2016

Aderlass - Gedicht von Ron Hard


Ich kann's dir nicht erklären
was es ist
das was mich so downt

Ich würde es mir selber
gerne erklären
aber ich versage auch hier

Ok die Würfel sind gefallen
schon lange
und
ohne dass ich mir dessen bewusst war

Naiv
glaubte ich
an das
Gute
bis der Blitz einschlug
und
meine Illusionen zertrümmerte
rücksichtslos
restlos
brutal

Zum Sprinter war ich nicht geschaffen
und für die Langstrecke
fehlte mir jede Lust
jede Ausdauer
jeder Wille

Verdammt
bin ich deswegen verdammt?

Nur
weil ich keinerlei Ehrgeiz habe
nur
weil ich die Welt aus einer anderen Sicht betrachte
nur
weil ich keinem Scheißsystem dienen will
dass es darauf angelegt hat
seine Sklaven
nach dem es ihnen alles genommen hat
auch noch
zur Ader
zu
lassen

Es muss doch auch Menschen
wie

mich geben

© Ron Hard


Ron Hard ist ein authentisch schreibender Autor, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine Gedichte sind schnörkellos und stupsen die Leser auf die Härte des Lebens. Viele Leser werden sich mit seinen Texten identifizieren können. 

Wer mehr über den Autor wissen möchte, folgt diesen Link: Ron Hard- Hardstoff



Den Trailer und das Buch »Die Vier Reiche: Die Legaten« muss man einfach gesehen und gelesen haben!



Bild anklicken und Trailer anschauen


https://www.facebook.com/eidirpunktcom/videos/780964302015166/?__mref=message



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Montag, 23. Mai 2016

Neu + Neu + Neu + »Friesenkunst« - Stefan Wollschläger

Ein Mord in der Kunstszene!
Ein empathisches Ermittler-Duo nimmt die akribische Kleinarbeit zur Lösung des Falls auf. Wollschläger verknüpft die gut geschilderte Recherchearbeit der Kriminalpolizei gekonnt mit plastischen Streifzügen durch die einzigartig wundervolle Natur Ostfrieslands und diversen Charaktereigenschaften der dort lebenden Menschen.
Buntschillernde zwischenmenschlicher Beziehungsgeflechte der unmittelbaren Täter/Opferumgebung lassen die Leser oftmals schmunzeln, machen nachdenklich und verführen dazu sich auf die gelegten Täterspuren einzulassen.
Oft denkt man als Leser, den Mörder zu kennen, doch weit gefehlt, die Gleise führen alle in die falsche Richtung. Der Autor lotst die Leser völlig überraschend zu einer Auflösung des Mordfalls, mit welcher sie absolut nicht rechnen.
Die Frage die mich  als Leser beschäftigt:
Wie sehr muss ein Mensch unter finanziellen Entbehrungen gelitten haben, um den Glauben an sich und den Glauben an die Liebe zu verlieren, den Geldwert höher zu halten, als jegliche empathischen Werte?
Des Autors lebendiger und bildhafter Schreibstil lässt keine Langeweile aufkommen, kombiniert mit dem breitgefächerten Spannnungsbogen, sorgt die Handlung für ein vergnügliches und anregendes Leserlebnis.
Ich empfehle der Leserschaft das Buch sehr gern.


Freitag, 20. Mai 2016

Der Trailer zum Buch »Die Vier Reiche- Die Legaten« - muss man gesehen haben!


Bild klicken und anschauen


https://www.facebook.com/eidirpunktcom/videos/780964302015166/?__mref=message




»HIGH FIVE - WER FÜNFMAL LACHT« - Valerie le Fiery, Dirk Harms, Frank Böhm, Karin Kaiser, Harald Grenz

Die fünf Geschichten des kleinen Büchleins sind sehr unterhaltsam und kurzweilig.
»Pipo«, die kleine Maus, ist ein vorwitziges, lustiges, kleines Ding und hält den Menschen in bestimmten Situationen einen Spiegel vor. Amüsant beschreibt Jerome seine Aufgabe, über die Semesterferien eine kleine Geschichte zu schreiben und wie er zunächst wankelmütig zwischen den Ideen seiner Freunde hin und her springt, bis der Autor in spe zu sich selbst findet. In der Praxis des Dr. Winzig begegnet den Lesern eine Sprechstundenschwester, die wie Till Eulenspiegel handelt, in der vierten Geschichte eine Autorin, deren Schreibblockade sich in ihren Träumen personifiziert und last but not least lernen die Leser in der fünften Geschichte Dorfbewohner kennen, die sich wie Pfauen mit aufgeschlagenem Rad benehmen.
Geschichten mit einem kleinen Zwinkern, die die Eigenheiten der Menschen liebevoll auf die Schippe nehmen und die Seele lächeln lassen. 
Übrigens das Motto aller fünf Autoren lautet in diesem Fall: ›Schreiben und Schmunzeln für den guten Zweck‹ die erzielten Tantiemen werden in voller Höhe für einen solchen gespendet. Danke an alle fünf Autoren - HIGH FIVE !
Ich empfehle das Büchlein sehr gern. Es ist ein kleiner Seelen-Sonnenstrahl.




Das Wahnsinnsbuch »Gesichter des Verrats« von Marion Krafzik, jetzt mit Leseprobe

Kennen Sie das auch? Sie lesen die ersten Sätze eines Buches und sind elektrisiert. Sie können das Buch nicht mehr weglegen. Sie müssen lesen, lesen, lesen. Die tagtägliche Arbeit zu Hause ist vergessen, der Abwasch bleibt stehen, die Wäsche ungewaschen und sogar das Essen ist nebensächlich.
Das Buch ist eines jener wenigen Bücher, welches über das Lesen hinaus beeindruckt und auch des Nachts die Leser durch lebhaftes Kopfkino wach hält.
Wie wenig Selbstliebe, Selbstachtung muss man haben, wie wenig muss man sich selbst wert schätzen, wie unsicher muss man in sich selbst sein und wie riesengroß muss die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung sein, um die Anzeichen eines psychopathischen Verhaltens seines Partners nicht zu bemerken bzw. die Anzeichen dessen bewusst zu ignorieren?
Anne, eine nach außen hin selbstbewusste junge aufstrebende Architektin, trägt tiefe Narben in der Seele. Ihre Mutter gab ihr die Schuld an dem postpartalen Trauma, welches sie durch die schwere Geburt Annes erlitt. Die undurchdringliche Mauer die sie zu ihrer jüngsten Tochter aufrichtete, führte zu tiefen psychischen Verletzungen, die das Mädel auch ins Erwachsenenalter mit hinüber nahm.
So ist es nicht verwunderlich, dass sie auf der Suche Liebe, den falschen Worten glaubt, den falschen Mann erhört und ihn schließlich sogar heiratet. Robert, ein gut aussehender und sehr ehrgeiziger Schönheitschirurg, mit den Ambitionen einer eignen Klinik, verfolgt mit der Heirat einen ganz perfiden Plan, dies wird im Laufe ihrer jungen Ehe immer deutlicher.
Anne ignoriert ihre Zweifel; Bedenken und Ängste. Sie schaut nicht genauer hin, würde doch dann ihr erträumtes Glück zusammenbrechen wie ein instabiles Kartenhaus.
Während ihrer Schwangerschaft erfährt sie eine psychische Berg- und Talfahrt im Zusammenleben mit Robert und lernt seine ›zwei Gesichter‹ kennen, ahnt den Komplott den er schmiedet, hat dafür sogar Beweise. Und doch scheut die junge Frau davor zurück, daraus die folgerichtigen Schlüsse zu ziehen. Sie ist eine Meisterin des Verdrängens.
Mit der Geburt ihres Sohnes beginnt Robert ein ausgeklügeltes infames, morbides kriminelles Marionettenspiel, welches Anne an den Rand des Wahnsinns bringt und im Chaos für alle Beteiligten endet. Anne steht ab diesem Zeitpunkt mit beiden Beinen im Abgrund. Ob sie da wieder herausfindet? 
Gesichter des Verrats ist ein bemerkenswert guter Psycho-Krimi. Marion Krafziks ausdruckstarker, lebendiger und bildhafter Schreibstil sorgt für einen anwachsenden Spannungsbogen und lässt die Leser kaum zu Atem kommen. Die Autorin liefert den Lesern eine außergewöhnlich eindrucksvolle Charakterstudie eines Psychopathen, der manipuliert, lügt und betrügt, Menschen wie Schachfiguren benutzt und sogar nicht davor zurückschreckt, seinen Beruf als Arzt zu entehren, nur um sein Ziel zu erreichen.
Das Buch ist ein TOP Film in Schriftform – exklusives Kopfkino!
Chapeau Marion Krafzik!
Meine Empfehlung: Lesen Sie das Buch!



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