Freitag, 29. Dezember 2017

Der lange Weg zum Buch - Heidelinde Penndorf



Da sitzen angehende Autoren, haben Fakten recherchiert und schreiben nun. Stunden, Tage, Wochen und Monate vergehen. In dieser Zeit sind sie oft versunken in einer Welt, die nur sie sehen. Die Worte ihrer Geschichte fließen ihnen aus der Seele und sie hauchen ihrem Text Leben ein. Auch nachts, wenn die Autoren nicht schlafen können, zieht es sie an den Schreibtisch, zu ihrem Manuskript. Und so entsteht nach und nach eine Handlung, mit geschlossenen kleinen Welten und Charakteren, welche in verschiedenster Weise beieinander leben und agieren. Ihre geistigen ›Schöpfer‹ sprechen mit ihnen und fühlen mit ihnen.

Nach langer Zeit entsteht ein fertiges Manuskript, liegt in der Schublade und wartet, manchmal viele Jahre.

Doch ab und zu rumort es in der Lade, der Text macht sich bemerkbar, wird erneut hervorgeholt, gelesen, geändert – und schwupp, wandert er wiederholt in den Schrank.

Das Manuskript ist still, sehr still und setzt Staub an. Nur nachts wird es lebendig – die Schublade wird wie von Geisterhand geöffnet und nach und nach schlüpfen aus dem Manuskript die handelnden Personen heraus. Sie sind winzig klein, wie das eben mit einem unfertigen Buch ist. Sie halten Rat, denn sie wollen leben, sie wollen dass die Leser ihre Geschichte lesen.

So kann es geschehen und geschieht sehr oft. Denn Autoren klammern, können sich manchmal von ihren Manuskripten kaum lösen.

Und grad Autoren, die faszinierend gut schreiben, in einem brillanten Deutsch und stilistisch einwandfrei, haben Zweifel am Wert ihrer Werke und ändern ganze Passagen, verwerfen komplette Kapitel und schreiben diese neu. Schriftsteller sind sensible Künstler, die immer ein Stück Seele in Ihre Manuskripte reinlegen.

Viel Einfühlungsvermögen, Empathie und ein immenses Vertrauen sind nötig, damit sie ihr Werk Menschen anvertrauen, die dafür Sorge tragen, dass ihr ›Baby‹ geboren wird. Häufig klappt das nicht sofort auf Anhieb und die Schriftsteller gehen auf Suche, bis sie das richtige Team für ihr Manuskript gefunden haben.

Es kommt auch vor, dass Autoren entweder keine passende Geburtshilfe finden oder auch, dass es ihnen am nötigen Kleingeld fehlt, um das Team zu bezahlen. Sie organisieren die Geburt dann selbst als Indie-Autor. Carl Spitzweg hat schon 1839 mit seinem bekannten Bild ›Der arme Poet‹, darauf aufmerksam gemacht, dass die meisten Schriftsteller vom Erlös ihrer Arbeit oft nicht leben können. Daran hat sich bis heute wenig geändert.

Nehmen wir an, dass den Autoren ein passendes Team zur Seite steht. Nun sorgen liebevolle Hände und kluge Köpfe für das Lektorat, Korrektorat, den Buchsatz und für die Illustration des Buchcovers. Akribische Kleinarbeit ist von Nöten, ehe das Manuskript gedruckt und als Buch geboren werden kann. 

Die Indie-Autoren kümmern sich in dieser Zeit in gleicher liebevoller und arbeitsreicher Weise allein um ihr Manuskript, oftmals unterstützen sie sich dabei untereinander.

Und dann ist es endlich soweit! Ihr Buch wird gedruckt oder als eBook erstellt und zieht in die Welt, besucht, wenn es von einem Verlag herausgegeben wird, viele Buchläden und Online- Büchershops. Buchbabys von Indie Autoren, besuchen zumeist als eBook, einen großen bekannten Online- Büchershop.

Viele Leser werden es kaufen und lesen, sich daran erfreuen, sich wegträumen und auch aus dem Gelesenen lernen. Sie werden mit den handelnden Personen fühlen, mit ihnen lachen, weinen, traurig, zornig sein, mit ihnen tanzen. Dadurch wird es wachsen und gedeihen, das Baby, und wenn es Glück hat, und es entweder einen Buchvater-Autor oder eine Buchmutter- Autorin hat, denen immer wieder neue Geschichten einfallen, bekommt es Geschwister.

Es geschieht aber auch, dass die Bücher eine lange Anlaufphase benötigen, in welcher wenige Leser sie kaufen und lesen. Das kann geschehen, obwohl sie sehr gut ausgestattet sind und überaus spannende Geschichten erzählen. Oftmals liegt das nicht an den Autoren und ihren Werken und deshalb möchte ich ihnen Mut machen, an sich und ihre Werke zu glauben und sie mit meiner Website unterstützen.

Heidelinde Penndorf








Musik zum Jahresausklang: Verdis Freiheitschor

Nabucco, eine Oper von Giuseppe Verdi, 1841 komponiert und  uraufgeführt am 9. März 1842 im Teatro alla Scala in Mailand, zeigt das Streben und den Kampf des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft.. Auch die Selbstüberhebung des Titelhelden  ist tragend. E will sich selbst zu Gott  erheben und verfällt daraufhin dem Wahnsinn. Erst durch seine Bekehrung zum Gott der Hebräer wird er geheilt. Das Libretto stammt von Temistocle Solera (1815 - 1878). Nabucco, der erste ganz große Erfolg Verdis!
Der Gefangenenchor oder Freiheitschor  Va, pensiero, sull'ali dorate  (Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht), ist ein Chorwerk aus dem dritten Akt der Oper. Der Chor der Hebräer singt voller Sehnsucht vom Heimatland und ruft Gott um Hilfe an. Dieser Chor gilt als berühmtester aller Verdi - Chöre.
Ich hör den Gefangenenchor/Freiheitschor sehr gern in Situationen, in denen ich gefrustet bin, mein Kampfgeist am Boden liegt - eindringliche und gefühlvolle Musik und auch genau so eindringlich gesungen! Gänsehaut pur, weil man die Sehnsucht nach Freiheit nachempfinden kann. Die tragende Hoffnung des Werkes ist einmalig. Daraus schöpfe ich in den unterschiedlichsten Lebenslagen immer neue Kraft und Mut.
Heidelinde Penndorf

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Musik zum Jahresausklang: Hallelujah

Der Song wurde vielfach gecovert, hat unzählige Texte. Das Original stammt vom unvergessenen Leonhard Cohen - Texter, Sänger und Lyriker.
Es ist ein musikalisch emotionales Herz -  sanft und zärtlich, fröhlich und traurig zugleich. Ein Lied  welches tief berührt, die Zuhörer bewegt, unter die Haut geht, oft gepaart mit Tränen.
Für mich ist es eine Hymne der Hoffnung, Zuversicht, der Liebe und des Neuanfangs.
Hören sie das Original von Leonard Cohen und eine wundervolle Coverversion von Marina Jay, die mir sehr viel bedeutet,
Sehen sie auch die Eiskunstläuferin Taryn Jurgensen  -  ihre Performance ist äußerst gefühlvoll - seelentiefer Tanz auf Schlittschuhen.

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Musik zum Jahresausklang: Imagine - John Lennon

Stell dir vor, es gibt den Himmel nicht,
Es ist ganz einfach, wenn du's nur versuchst.
Keine Hölle unter uns,
Über uns nur das Firmament.
Stell dir all die Menschen vor
Leben nur für den Tag.
Stell dir vor, es gäbe keine Länder,
Das ist nicht so schwer.
Nichts, wofür es sich zu töten oder sterben lohnte
Und auch keine Religion.
Stell dir vor, all die Leute
Lebten ihr Leben in Frieden.
Yoohoo-Ooh
Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
Aber, ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
Und die ganze Welt wird eins sein.
Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz mehr.
Ich frage mich, ob du das kannst.
Keinen Grund für Habgier oder Hunger,
Eine Menschheit in Brüderlichkeit.
Stell dir vor, all die Menschen,
Sie teilten sich die Welt, einfach so!
Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
Aber, ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
Und die ganze Welt wird eins sein.

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Donnerstag, 21. Dezember 2017

Weihnachtszeit – Lesezeit ❣❣❣



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