Freitag, 7. Juli 2017

Meine Büchervideos 💕💞














💕💞 Neu*Neu*Neu*: Ohne Erbarmen - Thriller - von Fiona Limar



Kurze Inhaltsangabe Klappentext:

Was geschah wirklich in der »Todesklinik«?

Diese Frage stellt sich, als ehemalige Patienten unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen. In der psychiatrischen Einrichtung sollten verhaltensauffällige Jugendliche therapiert werden, doch das Projekt endete tragisch. Keiner der damals daran beteiligten Ärzte zeigt sich besonders auskunftsbereit. Als eine ihrer Patientinnen, die als Kind ebenfalls in dieser Klinik weilte, angeblich Selbstmord begeht, beginnt die Psychologin Iris Forster genauer nachzuforschen und deckt dabei Ungeheuerliches auf. Dadurch ruft sie gefährliche Gegner auf den Plan, die genau das verhindern wollen.



Rezension:

Fiona Limar macht gut organisierte Kinderschänderringe, Sexualverbrechen an Kindern – hier kleine Mädchen – im Zusammenhang pädophiler Neigungen Erwachsener, zum Thema ihres Buchs. Ein Thema, mit welchem unsere Gesellschaft Mühe hat, sich damit richtig auseinander zu setzen. In einem kurzen Gespräch mit Fiona Limar erfuhr ich, dass der Handlung des Buchs ein realer Bezug zu Grunde liegt.

Es ist ein sehr mutiges Buch, dessen Handlung unter die Haut geht. Sehr spannend, sehr sensibel und sehr einfühlsam geschrieben. Die Leser spüren die Achtung und den Respekt, den die Autorin den Opfern entgegenbringt.

Sie lässt ihre Hauptprotagonistin, die Psychologin Iris Forster, diese beklemmende Geschichte in einer sehr lebendigen ICH-Form erzählen, dies verbindet auf sehr nahe persönliche Weise die Leserschaft mit der Handlung.

Limar verleiht den Charakteren der Handlung vitale Lebendigkeit und psychische Tiefe - dadurch erlebt die Leserschaft ein ziemlich reales Kopfkino.

Iris Forster, ihr Arbeitsbereich und ihr gesundes soziales Umfeld kommen sehr sympathisch rüber, als Pedant dann sehr kontrastreich und dunkel – das Netzwerk des Täterkreises. Richtig gut gelungen!

Chapeau Fiona Limar, für dieses wirklich interessante ansprechende Buch!

Ich empfehle es der Leserschaft sehr gern.

Sollte man gelesen haben!




Sonntag, 2. Juli 2017

💕💞 Neu* Neu* Neu*: Pest und Cholera: Nordfriesland-Krimi - Isabel Aigen



Kurze Inhaltsangabe Klappentext:

»Unus pro omnibus» steht auf der Garage des ermordeten Tierarztes. »Einer für alle» – wer ist alle? Für wen sollte er sterben?

Als dann auch noch eine Pharmavertreterin für Tiermedikamente verschwindet, zeigt alles in dieselbe Richtung. Ist der Konflikt zwischen Schweinezüchtern und Tourismusbranche eskaliert? Hat die Initiative „Nachbarschaft gegen Massenmastbetriebe“ ernst gemacht mit ihren Drohungen? Wie passt der Wirtschaftspolitiker Gerd Schrötter ins Bild, der angekündigt hat, in Husum seinen Jahresurlaub zu verbringen? Und was hat das Ganze mit der Ausstellung über die Pest und die Cholera in Nordfriesland zu tun, die Sebastians Frau Saskia gerade betreut?


Rezension

Mordermittlungen im Dunstkreis der Massentierhaltung, so richtig gesellschaftskritisch kommt dieser Nordfriesenkrimi daher.

Die Autorin führt ihre Leserschaft an die verfilzten korrupten Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik heran. Durchleuchtet die Auswirkungen der Massentierhaltung, hier explizit der Schweinemastanlagen.

Und sie spricht Klartext im Bereich des exzessiven Einsatzes von Antibiotika beim Nutztier und verweist eindringlich auf die entstehenden Gefahren und Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen.

Isabel Aigen wirkt diese Informationen ziemlich geschickt in eine spannende lebendige und sehr blutige Handlung ein. Nachdenklich hat mich zudem der extreme Fanatismus so mancher Tierretter und Tierschützer, der in der Handlung gezeichnet ist, zurückgelassen. Die Handlung des Krimis hat einen sehr realistischen beängstigenden Hintergrund.

»Pest und Cholera« ist ein spannender sehr gut recherchierter gesellschaftskritischer Krimi, lebensnah und lebendig erzählt und mit gut gezeichneten Protagonisten. Die raue schöne Natur Nordfrieslands ist ein gut gewählter Kontrast zu den evidenten Konflikt- und Grenzsituationen der Masssentierhaltung.

Ich empfehle das Buch sehr gern.

Heidelinde Penndorf







💕💞 Neu* Neu* Neu*: Friesenauge - Ostfriesenkrimi - Stefan Wollschläger



Kurze Inhaltsangabe Klappentext:

Wenn man schweigt, vergisst man nicht

Im Naturschutzgebiet Hollesand wird ein Kopf gefunden, dem die Augen entfernt wurden. Kurz darauf wird eine junge Frau aus Emden vermisst, die eine Fahrradtour durch Ostfriesland unternommen hat. Ist sie ebenfalls dem Mörder zum Opfer gefallen oder lebt sie noch? Dirks und Breithammer setzen alles daran, einen weiteren Horrorfund zu verhindern und suchen unter Hochdruck nach dem Mörder. Dabei stoßen die beiden nicht nur auf den geheimnisvollen Scrimshaw-Künstler Harke Krayenborg, sondern auch auf eine außergewöhnliche Tierliebhaberin.

Bei dem Versuch, das Rätsel um die herausgenommenen Augen zu lösen, wird Dirks' Beziehung zu Jendrik auf eine harte Probe gestellt und die kühle Kommissarin muss sich dem finstersten Punkt ihrer Vergangenheit stellen.

Rezension

Dieser Ostfriesenkrimi von Stefan Wollschläger ist nicht irgendein Krimi, sondern der bisher spannendste, den ich vom Autor gelesen habe und außerdem ein sehr zeitkritischer zugleich. Indirekt und handlungsbezogen lenkt er die Aufmerksamkeit der Leser auf die Spionagedienste der Welt und wie es ihnen durch ihre Spionagesoftware möglich ist, in totalitären Regimen systemkritische Journalisten und Gegner solcher Diktaturen, weltweit zu überwachen und bei Bedarf kalt zu stellen.

Eine geradezu intelligente und ziemlich spannende Lektüre, die ich in einem Ritt von Anfang bis Ende gelesen habe. Ein Ritualmord und die Suche nach der verschwundenen Partnerin des Toten halten die Leser in atemberaubender Spannung. Tagebucheinträge eines Mädchens geben Rätsel auf und verzwickte verschlungene Wege führen zu immer neuen Verdächtigen. Zwischendurch erfahren die Leser auch Wissenswertes über die Gravierkunst, Jagd - und Tötungsrituale.

Endlich wird auch das ganz private Geheimnis um die Kommissarin Diederike Dirks gelüftet – es menschelt sehr in diesem Roman und das macht ihn sehr lebendig und sympathisch. Er liest sich richtig gut, hat auch einige witzige Auflockerungen drin, damit die Leserschaft zwischendurch Luft holen kann.

Die Auflösung des Mordfalls bringt einige Überraschungen, die hatte ich so nicht erwartet. Die Charaktere sind ausnahmslos sehr lebendig gezeichnet, der Schreibstil sehr flüssig und expressiv.

Ich empfehle das Buch sehr gern!

Heidelinde Penndorf