Sonntag, 18. November 2018

*Neue Leseempfehlung*: Bad Boy by Banana: Zwischen uns die Zeit (3Bee by Banana) - Alva Furisto - Achtung, mit Leseprobe und Trailer!



Ein atmosphärisch dichtes und überaus fesselndes Buch. Mit einer unglaublichen Feinsinnigkeit und voller Empathie erzählt die Autorin eine nicht ganz alltägliche Liebesgeschichte. Und nicht nur das. Dieser Roman ist in großen Teilen tiefenpsychologisch untermalt, zeigt auf, wie stark unbewältigte Schicksalsschläge der Vergangenheit, unsere Selbstachtung/Selbstliebe gen Null fahren können, und uns daran hindern, ein erfülltes glückliches Leben zu führen. Die innere Zerrissenheit der Protagonisten ist fast körperlich spürbar.

Es ist auch eine Story, die aufzeigt, wie eng Liebe, wahre Freundschaft, Achtung, grenzenloses Vertrauen, Respekt und Loyalität miteinander verknüpft sind und das dieses funktionierende empathische Miteinander ein kostbarer Schatz ist, den es zu pflegen und zu behüten gilt.

Die Leserschaft wird im Roman mit den verinnerlichten Vorurteilen des Altersunterschieds einer innigen Liebe konfrontiert Alva Furisto hat das sehr einfühlsam umschrieben:» … und zwischen uns die Zeit« Der Sandmann und Nancy wirken wie die zwei Königskinder, die nie zusammenkommen können, weil »das Wasser« (Vorurteile im Denken beider) viel zu tief war.

Sandmann ist ein nicht ganz einfacher Typ, ist mir aber sehr sympatisch, weil er eben nicht glatt ist und seine Ecken und Kanten hat. Was mich an ihm auch fasziniert, ist, dass er den Menschen, mit denen er in Berührung kommt, Tiernamen verpasst, die irgendwie immer treffend charakterzeichend sind. Ihm ebenbürtig sind Nancy und Sophia, beide erreichen sein Herz und seine Seele. Der absolute Hammer ist, dass Thomas A. Sandmann – der Sandmann aus dem Buch – seit Kurzem auf Facebook rumgeistert und er kommt ziemlich authentisch rüber - echt genial, einen lebenden Protagonisten zu begegnen und sei es auch nur virtuell. Das gibt dem Buch einen echten realitätsnahen Kick.

Mit viel Tiefgang geht die Autorin auch auf unheilbare Krankheiten, dem folgendem physischen und psychischen Verfall und den Freitod ein und sie schafft durch ihren lebendigen einfühlsamen Schreibstil, eine intensive Nähe und innige tiefe Verbundenheit zu ihren lebendigen Protagonisten.

Es sind Personen wie Sie und ich, mit allen Schwächen und Stärken, allen Hochs und Tiefs – menschlich eben. Im Buch gibt es urkomische Szenen, da hab ich nicht nur geschmunzelt, sondern herzhaft gelacht und kurze Zeit später geweint, denn Alva Furisto nimmt ihre Leserschaft auch mit in die Nachdenklichkeit, die Melancholie und die Traurigkeit.

Die Handlung ist eine ganz intensive, die Protagonisten sind sehr ausgereift und kommen sehr charismatisch rüber und die Schauplätze der Handlung bildhaft gezeichnet – insgesamt ist es ein Film in Buchformat – Kopfkino par excellence.

Ich empfehle das Buch der Leserschaft sehr gern, es ist ein spannendes, inniges, aufregendes Lesevergnügen

Chapeau Alva Furisto

Heidelinde Penndorf

Donnerstag, 15. November 2018

*Neue Leseempfehlung*: Die Toten vom See - Thriller - Fiona Limar



Fiona Limars Thriller beschäftigen sich nicht nur mit dem Tathergang und der Aufklärung von Verbrechen, sondern sie haben auch immer den besonderen Kick. Die Protagonisten sind stets charismatisch und lebendig gezeichnet und vermögen dadurch, die Leserschaft, in ihre emotionale Gedankenwelt mitzunehmen. Hautnah erleben wir so ihre Ängste, ihre Aggressivität, ihren Neid, ihren Hass, aber auch ihre Liebe.

So auch in diesem Buch.

Beeindruckt hat mich, die psychologische Charakterbeschreibung, der Protagonistin Hanna, wobei ich das Ausmaß ihrer Ängste bedrückend finde. Ich habe bis dahin nicht gewusst, dass es eine sogenannte öffentliche Form des SVV – selbstverletzendes Verhalten – gibt, das digitale Selfharm – erschreckend, dass solche Websites existieren, das sind ja richtige Pranger-Seiten.

Tja, und ein geachtetes, sogenanntes besseres Gymnasium, macht aus Jugendlichen, nicht unbedingt bessere Menschen, da kommt es immer wieder auf deren sozialen zwischenmenschlichen Hintergrund an. Ein gutes Beispiel dafür ist die Protagonistin Finja, die in der Status-Sonne ihres Vaters kreist, und um sie wiederum kreisen einige Mitschüler, die von diesem Status-Licht, ein wenig profitieren möchten.

Ein ziemlich kompliziertes zwischenmenschliche Miteinander, in welcher auch die Lehrerschaft Bedenken hat, in brenzligen Situationen den Mund aufzumachen.

Verkompliziert wird die Aufklärung eines ziemlich grausamen Verbrechens noch mehr, als der sympathische Chef des Ermittlungsteams, für eine Weile ausfällt und durch einen arroganten protegierten Typ ersetzt wird, der käuflich zu sein scheint, und das Team auf die falschen Fährten setzt.

Der ganzen Handlung noch den Background der LARP (Live Action Role Playing) Spiele zu geben, mit einem dubiosen Verdächtigen an der Spitze, ist einfach genial.

Schön war es auch, wieder dem sympathischen Ermittlungsteam, aus Schleswig-Holstein, zu begegnen. Die sind mir in ihrem zwischenmenschlichen Miteinander und Umgang sehr sympathisch.

Der Spannungsbogen ist durchweg hoch, die Handlung sehr interessant und vielfältig bunt, die Protagonisten sehr lebendig – eben Kopfkino à la Fiona Limar.

Ich empfehle das Buch der Leserschaft sehr gerne weiter.

Heidelinde Penndorf






Mittwoch, 14. November 2018

*Neue Leseempfehlung`: Mord im Okzident Express: Penny Küfer ermittelt - Alex Wagner


Da schreibt doch die Autorin wahrhaftig einen Kurzkrimi à la Agatha Christie und der ist auch noch richtig gut – eine gelungene Hommage an die unvergessene große britische Schriftstellerin. Kurzweilig und spannend ist der Serienauftakt, um die junge, eloquente, und charmante angehende Detektivin Penny Küfer. Sie ist die moderne junge Version eines Hercule Poirot – Bravo! Die Story zeichnet insgesamt ein sehr lebendiges Handlungsbild, mit ebensolchen Protagonisten und einem überraschend unerwartetem Ende.

Ich freue mich auf weitere Penny Küfer – Ermittlungskrimis und empfehle das Buch der Leserschaft sehr gern weiter.

Heidelinde Penndorf




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*Neue Leseempfehlung*: Rosi: Beruf: Hure - Valerie le Fiery

Wie oft geschieht es uns, dass wir gegenüber einer Person Vorurteile haben, ohne ihren Weg gegangen zu sein, ohne Näheres von ihr zu wissen. Da sollte Mensch, sich öfter hinterfragen und nie vorschnell über jemanden urteilen.

Ich hab dieses Buch gelesen, weil ich neugierig war,  auf diese Frau, auf Rosi  – die Hure – klar, diese Geschichte, die Valerie le Fiery niederschrieb, ist nur fiktional – doch bringt die Leserschaft nahe an das Leben, an den Beruf einer Prostituierten heran.

Rosi erzählt ihre Lebensgeschichte nicht uns, den Lesern, sondern die Zuhörerinnen sind ihre Kolleginnen, die mit ihr tagtäglich auch am Straßenstrich stehen.  Auf diese Weise fühlt man sich ihr und auch den Kolleginnen sehr nahe, ohne mit am Kneipentisch zu sitzen. Es ist ein schweres Thema, auch in unserer heutigen Zeit, oftmals noch ein Tabu-Thema, außer bei Erotik-Romanen.

Doch diese Geschichte ist das Gegenteil, sie zeigt die düstere Seite dieses Berufs. Und sie zeigt auch, welche Umstände Frauen dazu bringen können, in dieser Sparte zu arbeiten.

Die Geschichte wühlt auf, überwindet bei der Leserschaft einige Distanzen und macht nachdenklich. Das Ende der Story hat mich überrascht, hab ich so nicht erwartet, hat mich aber für die Hauptprotagonistin gefreut.

Der Schreibstil der Autorin ist schnörkellos, dem Milieu angepasst, Rosi, ihr soziales privates Umfeld und die Biografie-Rückblicke kommen sehr lebendig rüber. 

Ein lesenswertes Buch, welches vermag, Vorurteile abzubauen. Ich empfehle es sehr gern weiter.

Heidelinde Penndorf 







Donnerstag, 8. November 2018

*Jetzt mit Leseprobe*: Gefährliche Rochade - Kriminalroman - Olaf Warnsing





Kurze Inhaltsangabe- Auszug Klappentext:

Mit Entsetzen findet Ingo Fellbach einen abgeschnittenen Finger seiner entführten Tochter Julia vor. Der Entführer, ein offensichtlich wahnsinniger Professor, der sich selbst White King nennt, fordert Ingo zu einer diabolischen Schachpartie heraus. Der Einsatz: das Leben von Julia!

Rezension:


Der Debütroman Olaf Warnsings ist in seiner Wirkung mehrdimensional. Ich denke, den kann man mit etwas Zeitabstand immer wieder lesen, da der Inhalt sehr facettenreich irisierend wirkt, und man wahrscheinlich jedes Mal eine neue Bedeutungsebene entdecken wird. Der Inhalt des Buchs ist sehr anspruchsvoll und intelligent, fordert die Leserschaft zum Mitdenken und Nachdenken heraus. Verlangt auch geradezu danach, dass sich die Leserschaft mit den verschiedenen Themata, die im Buch akzentuierend wirken, auseinandersetzt.

Worum geht es?

Es geht um eine Entführung mit einschneidenden lebensbeinflussenden Repressalien des Opfers und seines sozialen Umfeldes und es geht auch um einen Mord.

Das Herausragende – Ein Schachspiel – Der Täter nutzt es zur psychologischen Kriegsführung

Doch damit nicht genug.

Der Autor verknüpft die Gräueltaten mit der Auseinandersetzung einer dissozialen Persönlichkeit, mit dem Abbild eines Psychopathen. Stellt die Relativitätstheorie Albert Einsteins, hier das Kausalitätsprinzip – Ursache-Wirkung – in den Mittelpunkt des Handelns, aller Protagonisten.

›Macht durch Manipulation im weitesten Sinne – negativer Manipulation!‹

Der Täter hat ein Ziel – die Schaffung eines neuen Menschen. Er will einen Typus Mensch schaffen, welcher, nach seiner Theorie und auch in Teilen von ihm, schon praxiserprobt, ihm hörig ist und ihm in jeglicher Hinsicht folgen wird - eine Art neuen ›Frankenstein‹!

Der Hauptprotagonist Ingo, samt seines engen sozialen Umfeldes, ist der wichtigste Meilenstein auf diesem Weg. Die Transaktionsanalyse nach Bern, einem amerikanischen Psychiater, die Psychografie nach Friedmann, die Tiefenpsychologie, die Mathematik im weitesten Sinne und auch die Vorbilder diverser realer Persönlichkeitsschulungen, leisten dem Täter hierbei gute Dienste.

Ingo versucht, während der ganzen Handlung, sein psychisches Gleichgewicht, mit der Lehre des Buddhismus, in Waage zu halten. Dies gelingt ihm nicht immer gleichbleibend gut, da ihm dabei sein ausgeprägtes Ego oft im Wege steht.

Der Psychopath analysiert und studiert Ingos Verhalten schon Jahrzehnte lang. Die Leserschaft begibt sich also auch in die Vergangenheit des Hauptprotagonisten. Und hier erlebt sie den Geniestreich Olaf Warnsings. Der hat Dreiviertel der Handlung in Szenarien gesplittet – einmal erleben die Leser Ingos Werdegang, inklusive seines engen sozialen Umfeldes und sein Handeln in der Vergangenheit, fiktiv in der damaligen BRD und einmal in der DDR.

So haben wir zwei verschiedene Lebensläufe ein und derselben Person, verbunden mit oftmals sich deckenden Charakterzügen.

Schlussfolgernd daraus: ›Auch in ähnlich gelagerten Situationen, fast deckungsgleiches Handeln.› Hier setzt das Ursache-Wirkungsprinzip an.

Exzellent dabei ist, dass der Autor fiktional die Machtverhältnisse der beiden damaligen deutschen Staaten umkehrt - Die damalige BRD ist durch Spionageaffären der USA, bis in die Wirtschaft und Politik hinein geschwächt, und auf dem absteigenden Ast. Die DDR – gestützt durch Russland und China, befindet sich auf der Gewinnerseite – die fiktiven Auswirkungen sind im Buch nachzulesen.

Das Ende der Handlung bleibt offen, wird nur etwas geklärt durch den Epilog – ruft aber gewaltig nach einer Fortsetzung!

Olaf Warnsings Schreibstil ist intelligent, flüssig und illustrativ. Untermalt wird die Handlung mit passenden Aphorismen bekannter Dichter, Musiker und Denker, ausgesuchter treffender Musik und Texte der britischen Rockband Pink Floyd und der genialen Beschreibung diverser Gemälde des Malers Salvador Dalí. In Kombination mit der überaus gut aufgestellten lebendigen Charaktere und der interessanten, spannenden Handlung, erlebt die Leserschaft ein lebendiges Kopfkino par excellence.

Irgendwie spiegelt Warnsings Buch unser Menschsein, mit allen Höhen und Tiefen, allen Stärken und Schwächen und auch unser Land facettenreich wider.

Sehr lehrreich, sehr nachdenkenswert und nicht loslassend, dieses Buch!

Danke und Chapeau Olaf Warnsing! Meine Empfehlung: Lesen Sie es!

Heidelinde Penndorf





   


Dienstag, 6. November 2018

Autorenporträt: Olaf Warnsing

Der Autor über sich selbst:

Ich bin im Januar 1963 geboren, mit Gerlind Warnsing verheiratet, habe eine Tochter (Jenny) und einen Enkel (Pepe). Wir leben in einem gemeinsam genutzten Haus in der Nähe von Wismar, Mecklenburg-Vorpommern. Beruflich hat es mich, einen Dipl.-Sparkassenbetriebswirt, wieder ins Ruhrgebiet, meiner Geburtsstätte, verschlagen. Dort bin ich als Leiter des Geschäftsbereiches IT-Organisation, bei einer Dienstleistungsgesellschaft von Sparkassen tätig.

Die wöchentliche Pendelei, zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Ruhrpott, absolviere ich regelmäßig mit der Bahn. Auch das bietet mir Gelegenheit, mich einem meiner Hobbys, dem Lesen, intensiv zu widmen. Das Lesen begleitet mich schon von Kindesbeinen an. Der Geschmack und die Inhalte haben sich geändert, aber die Leidenschaft ist geblieben. Inzwischen habe ich mich zum Parallel-Leser entwickelt, d. h. meistens lese ich parallel ein Sachbuch (über Kunst, Politik, Religion etc.) und einen Roman (sehr gerne einen Thriller, einen Krimi oder etwas Utopisches bzw. Gesellschaftskritisches).

Außer dem Lesen liebe ich die Kunst (insbesondere Musik und Malerei). Ich bewundere, genieße und analysiere die Kreativität und die »handwerklichen Fertigkeiten« der Künstler. Zu betonen ist dabei der Genuss. Ja, man kann sagen, dass ich ein Genießer bin.

Der Genuss oder, in dem Fall besser, ausgebliebener Genuss, ist auch der Initialzünder dafür gewesen, dass ich begonnen habe, selbst zu schreiben. Bei der Lektüre eines Buches – es war ein vielversprechender Thriller – fühlte ich mich zunehmend gelangweilt und schlecht unterhalten. Geärgert hat mich daran, dass der Stoff des Thriller, eigentlich hervorragend war. Immer wieder kam mir der Gedanke, dass ich selbst mehr daraus hätte machen können. Und dann sagte ich zu mir selbst: »Mach doch!«

So begann ich zu schreiben. 

Damit verband ich mehrere Ansprüche: »Der Stoff für die Thriller-Handlung, musste spannend und ansprechend sein. Außerdem sollte das Buch zum Nachdenken anregen und eine zentrale Botschaft enthalten. Ich wollte es so schreiben, wie ich selbst mir Romane wünsche. Es stand also nicht im Vordergrund, irgendwelchen Trends zu folgen, sondern das Geschriebene sollte authentisch sein. Das Schreiben sollte mir Spaß machen; ich wollte den »Flow« spüren«

Entstanden ist die »Gefährliche Rochade«.

Ihr Olaf Warnsing








Sonntag, 4. November 2018

*Gewinnspiel*: Hurra, es gibt »Anthony« als Taschenbuch sowohl auch als Hörbuch zu gewinnen!



Hurra, es gibt »Anthony« als Taschenbuch sowohl auch als Hörbuch zu gewinnen! Alles Wichtige, siehe bitte Anthonys Blog. (Wenngleich die Teilnahmebedingen auch hier kurz skizziert werden müssen, damit die, die sie nicht erfüllen, sich gar nicht erst die Mühe machen und sich womöglich ärgern. 

Es gibt drei. Zum einen, mitmachen darf eine jede und ein jeder, die einen Blog besitzen, der sich mit Literatur beschäftigt. In seiner Gänze oder auch nur in Teilen. Es spielt dabei keine Rolle, welcher Art von Buch der Vorzug gegeben wird, Print, E-Book oder Hörbuch. (Aber auch sogenannte Influenza sind gern gesehen. Wenn die sich denn mit solch einem kleinen, zudem bettelarmen Wurm wie mir abgeben. 😉) 


Dann, zum Zweiten, sollte mehr als nur ein Neigung zur Fantasy hin bestehen, es sollte schon Liebe sein, und zudem sollte dieser Post geteilt werden. 

Warum und Wieso wird auf Anthonys Blog erklärt, den zu besuchen dann die letzte Bedingung ist, denn nur dort gibt es ja die Gewinnfrage, die zu lösen ist. Viel Glück! 

Liebe Grüße von Francis Linz, Anthony Noll und den anderen :)



Klick nun auf das Bild und Du bist in Anthonys Blog 
und beim Gewinnspiel


 Hier gehts zum Blog



Samstag, 3. November 2018

*Neue Leseempfehlung*: Der Hütejunge: Eine Kindheit im Krieg - Ulrike Blatter


Meine Eltern und auch meine Großeltern haben nie über diese Zeit gesprochen. Jetzt weiß ich auch warum. Es ist zu schwer in Worte zu fassen, was sie erlebten. Das Erlebte war zu grausam, um es auszusprechen, um es uns begreiflich zu machen.

Während des Lesens dieses Buchs blinkten in meinem Kopf immer wieder die Fragen auf:

»Warum tun die Machthabenden einer Regierung, dies ihrer Zukunft – also den Kindern ihres Landes – an? Warum werden ganze Völker heute noch durch Kriege so geschunden, psychisch so vergewaltigt? Ist es Gier nach Bodenschätzen, nach Ländereien, ist es Größenwahn? Ist es der krankhafte Auswuchs eines narzisstischen Gehirns, ganze Völker, auf diese Weise zu malträtieren?«

Der Hütejunge … eine Kindheit im Krieg – beschreibt das Leben einer Familie und auch das soziale zwischenmenschliche Miteinander, eines kleinen Eifeldorfs im Zweiten Weltkrieg. Man rückt zusammen, hilft sich gegenseitig, denn alles wird rationiert, das Geld entwertet und die Lebensmittelmarken sind irrational, weil es kaum noch etwas Essbares zu kaufen gibt. Doch der Einfallsreichtum der Menschen damals kannte keine Grenzen, denn es ging ums nackte Überleben.

Als dann das kleine Dörfchen zur Front wird, erleben die Menschen die Hölle auf Erden – Flüchtlingsströme, die nicht abreißen, Soldateneinquartierungen, Leichen die sich in der Kirche stapeln und überall der Verwesungsgeruch, Massengräber in Ermangelung von Särgen, zerbombte Häuser, notdürftig zurechtgemachte Keller als Schutzräume – und mittendrin der Hütejunge – der Junge ohne Namen – der seine farbenfrohen Träume verliert und eine ganze Zeit nur noch alles in Grau sieht. Der Fels in der Brandung für ihn – seine Mutter, seine Geschwister und sein Märchenbuch. Grad die bunten Bilder seines Märchenbuchs, sind es, die ihm helfen, die Bombennächte zu überstehen …

Und eines Tages ist es vorbei – die Übriggebliebenen, die Überlebenden – stehen vor den Trümmern ihres Lebens und den zerbombten Ruinen ihrer Häuser – wo anfangen und wie, fast ohne Geld und Baumaterial? Anfang 1947 ist er plötzlich wieder da – Johannes – der große Bruder des Hütejungen – der Heimkehrer – kaum einer erkennt ihn – ergraut sind seine Haare, ausgemergelt ist er, nur noch Haut und Knochen und uralt, doch nicht an Jahren …

Es muss wirklich die Hölle gewesen sein, für die damaligen Generationen, der auch meine Eltern und Großeltern angehörten, schreckliches müssen ihre Augen gesehen und ihre Ohren gehört haben, schmerzhaft muss ihnen ihre Ohnmacht auf der Seele gelegen haben, so schlimm und grausam, muss vieles gewesen sein, dass sie es in sich verschlossen – manche für immer.

Ulrike Blatter hat ein ergreifendes Buch geschrieben, ein Buch, welches grade in dieser Zeit sehr wichtig ist, weil sich ganz Europa politisch derzeit wieder nach rechts bewegt und die Machthabenden dieser Welt, nach noch mehr Macht streben und wir wissen, wie das enden kann, wenn man zu GROSS sein will.

Der Schreibstil der Autorin ist der Geschichte angepasst und beschreibt das Gewesene und die Charaktere überaus lebendig.

Chapeau Ulrike Blatter!

Ich empfehle das Buch sehr gerne - Sie sollten es unbedingt lesen, denn es ist ein aufrüttelndes Buch, eines was wach macht und nach Frieden ruft!

Heidelinde Penndorf






Freitag, 2. November 2018

*Neue Leseempfehlung*: Wenn der Tod dich überrascht: In nur einer Minute verändert sich dein ganzes Leben - Carmen Yvonne Kobsch



Mit dem Tod mag Mensch sich nicht gern auseinandersetzen. Doch wenn plötzlich ein enges Familienmitglied stirbt, mit welchem man kurz vorher auch noch Meinungsverschiedenheiten hatte, und dass Verhältnis angespannt ist, dann wird es für die Hinterbliebenen psychisch ziemlich dicht und hart.

So geschehen, der Autorin Carmen Yvonne Kobsch. Sie hat lange gebraucht, damit klarzukommen und hat ihre Auseinandersetzung mit dem Tod im Allgemeinen und dem Tod Ihres Vaters im Besonderen in diesem kleinen Büchlein niedergeschrieben.

Auf diese Weise sich zu öffnen, praktisch Seelenstrip, in der Öffentlichkeit, ihrer Leserschaft zu begehen, ist schon ziemlich mutig. Familienstreitigkeiten und Nachlassregelungen, machen die Situation nicht grade leicht. Wie Frau Kobsch die unterschiedlichsten Situationen bewältigte, wie sie dabei mit sich selbst umging und was ihr geholfen hat, sich nicht in der Trauer, Selbstvorwürfen und Selbstmitleid zu verlieren, lesen Sie am besten selbst in diesem kleinen Büchlein.

Heidelinde Penndorf








Montag, 29. Oktober 2018

Jetzt mit Leseprobe und Buchtrailer: Nytrax: Das Phönixsiegel - Andrew C. Fox

Die Geschichte ist gut, sehr gut sogar, sie hat etwas von Tolkiens »Herr der Ringe«, Roland Emmerichs »Stargate«, auch etwas von Cornelia Funkes »Tintenherz« und ist doch so ganz anders. Sie besitzt das ganz gewisse eigne ›Etwas‹, welches die Leserschaft in ihren Bann zieht – tiefgründig und vielschichtig eben, à la Andrew C. Fox.
Es ist eine Reise zwischen Zeit und Raum und berührt damit die Relativitätstheorie Einsteins. Eine Geschichte von Archetypen, des inneren Werdens und Reifens, eine Geschichte des menschlichen Egos, welches immer wieder an seine engen Grenzen stößt und es zwingend, durch diverse Gefahren, vom ICH zum WIR geführt wird.
Es ist auch eine Geschichte fremder, fantasievoller Welten, die von geheimnisvollen Schattenwesen, feenartigen Zeitenwächtern, Sehern, Drachen, seelenlosen Körpern und entmachteten grausamen Herrschern, erzählt – eine Geschichte in der das Gute gegen das Böse ankämpft, in der fast jeder ein Geheimnis mit sich führt, aus vergangenen Zeiten, oder seines existenten gegenwärtigen ICHS und es ist eine Geschichte des sich Findens in einer Gemeinschaft, in welcher einer dem anderen zur Seite steht, um die Menschheit zu retten – wieder vom Dunkeln des Erdinneren, ins Licht zu führen.
Die Geschichte um Nytrax, dem 16-jährigem ›Erlöser‹ und seinem Team, ist faszinierend, interessant, und überaus spannend, sie hat meines Erachtens mythischen Charakter und stellt Bücher – als Wissensschatz – in den Mittelpunkt, beschäftigt sich auch mit dem Unterbewusstsein, unseren tiefsten Ängsten, Träumen und Hoffnungen.
Andrew C. Fox Schreibstil ist sehr lebendig, flüssig und intensiv gefühlvoll, die Charaktere sind illustrativ gut gezeichnet, der Spannungsbogen enorm hoch, flacht nie ab – Kopfkino pur!
Das Cover des Buchs ist eine Augenweide und unterstreicht den Buchinhalt auf künstlerische Weise. Ich freue mich auf die Fortsetzung der Geschichte und empfehle das Buch sehr gern, denn es ist ein lohnendes, überaus spannendes und abwechslungsreiches Lesevergnügen.
Heidelinde Penndorf







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Medien


Sonntag, 28. Oktober 2018

*Sonntagsmusik*: Bolero - Maurice Ravel


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*Sonntagamusik*: Josh Groban - Broken Vow


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*Sonntagsmusik*: En Cas D´Amour


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*Neue Leseempfehlung*: Wer den Frosch küsst: Liebeskomödie - Konstanze Harlan



Witzig, charmant und unterhaltsam liest sich das Buch, oft reizten mich die Verwicklungssituationen zum Lachen und der authentische Blick hinter die Kulissen des Showbusiness – einfach köstlich.

Doch da sind auch die leisen ernsteren Töne in dieser Story, die mich beeindruckten. Zeigen sie doch, dass das Leben oftmals auch seine Tiefen hat, in welcher man durch Täler schreitet, um den Gipfel des Bergs zu erreichen.

Eine verletze Kinderseele, mit hinübernehmen ins Erwachsenenalter, birgt oft Schwierigkeiten und kann im zwischenmenschlichen Miteinander zu Konflikten und Missverständnissen führen. Denn das Unterbewusstsein steuert unser emotionales Verhalten, in kritischen Situationen, oft in die alten Denk- und Verhaltensmuster unserer Vergangenheit hinein.

So geschieht es Cecilia, einer alleinerziehenden Mutter! Alle Schwierigkeiten des Lebens allein meistern wollen - bloß niemanden um Hilfe bitten, schon gar nicht ihre Mutter, außer es gibt keine andere Alternative.

Wäre da nicht ihr Freund Karsten, der ihr immer wieder beisteht – auch in den schwierigsten Situationen – wüsste sie manchmal nicht weiter.

Doch von einem Tag auf den anderen, ändert sich in großen Schritten ihr Leben – manches wird richtig schön, manches überaus verworren, komplizierter und chaotischer. Cecilias minimales Selbstvertrauen und ihr wenig ausgeprägtes Selbstbewusstsein, sorgen für diffizile Umwege. Bis sich die junge Frau selbst nicht mehr im Wege steht, vergeht noch einige Zeit. Aber angesichts neuen Lebens, weiß sie dann ganz genau, was sie will und wen sie will.

Der abwechslungsreiche und lebendige Schreibstil der Autorin zeichnet eine wunderbare Geschichte und charismatische, lebensnahe Protagonisten – alles in allem eine abgerundete Sache und ein vergnügliches Leseerlebnis.

Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

Heidelinde Penndorf