Mittwoch, 12. September 2012

Das fünfte KIND - Doris Lessing





»Das fünfte KIND« ist ein intelligentes und sehr anspruchsvolles Buch. Einmal angefangen zu lesen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein Psychogramm der Gesellschaft der 68er Jahre, die Analyse reicht auch in die heutige Zeit. Die Handlung spielt in England, führt die Leser an zwischenmenschliche Abgründe und baut eine subtile beängstigter Spannung auf.

Harriet und David Lovatt sind anders als der Zeitgeist der 68er Jahre es vorgibt. Sie haben einen großen Werteanspruch an das Familienleben. Beide wollen einen gutbürgerlichen Lebensstil, und am liebsten viele Kinder. Sie führen ein offenes gastliches Haus. Zu Feiertagen und Schulferien sind Familie und Freunde immer gern gesehen. Alles in allem ein glückliches Ehe- und Familienleben.

Doch mit dem 5. Kind wird alles anders. Ben war nicht geplant und Harriet spürt schon während der Schwangerschaft, dass da etwas nicht stimmt. Als sie im achten Monat entbindet, bewahrheiten sich ihre Ängste. Ärzte und Psychologen verschließen vor der Wahrheit die Augen, klären die Familie nicht auf, was auf sie zu kommt.

Die Familie steht allein in der Auseinandersetzung mit familiären Irritationen. Sie werden konfrontiert mit der Gewalt die Bens Denken beherrscht und die er versucht auszuleben. Seine Geschwister und Verwanden haben Angst vor ihm, empfinden Abscheu vor seinem Anderssein, vor seinem Aussehen und betrachten ihn als Eindringling aus einer anderen Welt…..

Kaum auszuhalten ist die Situation als Harriet gegen den Willen ihrer Familie Ben aus einer „Aufbewahrungsanstalt“ zurückholt. Menschen mit mehrfachen schweren geistigen und körperlichen Handicap waren damals Außenseiter der Gesellschaft und wer es sich finanziell leisten konnte, versteckte sie in geschlossenen Heimen, wo sie mit Medikamenten ruhig gestellt, menschenunwürdig dahinvegetierten.

»Das fünfte KIND«, ist ein Buch dessen Inhalt sich mit den Werten einer Gesellschaft auseinander setzt, die Leser mit Wahrheiten konfrontiert, die schwer wiegen. Ein Appell an die Menschenwürde !

Jedoch nicht für werdende Mütter zu empfehlen!

»Fluch und Segen des Fortschritts« - Christopher Kerkovius



Meine Rezension ist eine tiefe Verbeugung vor dem Wissen des Autors Christopher Kerkovius.

Er vermittelt in diesem Buch ein profundes Wissen über die kausalen Zusammenhänge zwischen Physik, Philosophie, Psychologie, Biologie, Medizin und Wirtschafts-und Sozialwissenschaften.

Explizit wird in diesem Buch dargestellt, dass sich unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein grundlegend ändern müssen, weil sonst der Weg in die ökonomische, ökologische und menschliche Katastrophe vorprogrammiert ist. Der Autor unternimmt mit seinen Lesern eine Exkurs zur ganzheitlichen Wahrnehmung, und zeigt auf, das das Denken als Akt des Verstandes und der Vernunft zur analytischen und systematischen Verarbeitung von Informationen und Erfahrungen zur vernünftigen Aneignung der Wahrnehmung führt und darüber hinaus zu einem mentalen und intuitiven Erfassen und Wissen.

„Fluch und Segen des Fortschritts“ ist ein Fachbuch, keine Frage, doch eines, was den Leser nicht mit trockenem Lehrstoff zuschüttet, sondern in sehr eindringlicher Sprache darstellt, das unsere Erde und wir selbst vor einem Crash stehen.

Der Autor sagt uns - Es darf kein »WEITER SO« geben.

Der Leser macht Bekanntschaft mit dem „Holismus“, einer neuen Richtung innerhalb des philosophischen und wissenschaftlichen Denkens. Der Leser begegnet der vorsokratischen Philosophie, Platon und Plotin, Hegel, aber auch Persönlichkeiten wie Konrad Lorenz, Jean Gebser, Hans Jonas und Erich Fromm. Ebenfalls erfahren die Leser, wie C.F von Weizsäcker, Hans Peter Dürr, Fritof Capra und andere Persönlichkeiten über die ganzheitliche Wahrnehmung denken. Ich habe durch das Buch einen anderen Drauf-und Einblick in die die neue Physik bekommen und mich mit der Bootstrap Theorie von Geoffrey Chew befasst. Er ist der Meinung, dass die Materie nicht mehr auf kleine Bausteine zurückgeführt werden kann, sondern er geht von Beziehungsmustern und Strukturen aus, die letztendlich mit allem- auch dem Kosmos verbunden sind.

Auch der Einblick in die noch recht junge Chaostheorie ist interessant, lehrt sie uns doch, dass die Gesetzmäßigkeiten und die Unberechenbarkeit dynamischer Entwicklungsprozesse immer das Ergebnis beeinflussen, welches wir anstreben. Sehr verständlich bringt der Autor dem Leser nahe, dass unsere persönliche Existenz mit dem unermesslichem Ganzen zusammenhängt, nämlich mit den Gesetzen und Möglichkeiten des Mikro- und des Makroorganismus, mit der einmaligen Konstellation der Erde innerhalb des Sonnensystems. Und das wir, ob unserer Einmaligkeit des Ökosystems Erde wissen und trotzdem dabei sind unsere komplexe Lebensgrundlage gedankenlos zu zerstören. Der Autor stellt heraus, dass erst eine ganzheitliche Wahrnehmung der Wirklichkeit uns in die Lage versetzt, diese Situation, die wir selbst verschuldet haben, in ihrer ganzen Dramatik zu erfassen.

Christopher Kerkovius bezieht die Biologie, die Medizin und die Psychologie in diesen Wissenskreislauf mit ein. Sehr aufschlussreich finde ich die Theorie des Meisterschülers Freuds, C.G. Jung. Seine Sicht komplexer Zusammenhänge, sein Menschenbild als das eines mannigfaltigen Zusammenspiels aufeinander bezogener genetischer, sozialer, kultureller und individueller Aspekte kommen dem Systembild des Lebens recht nahe.

Der Leser wird an das „ kollektiv Unbewusstsein" und an das "persönliche Unbewusstsein" herangeführt und erfährt das seelische Gesundheit eigentlich nur vorhanden sein kann, wenn diese beiden elementaren Bereiche sich in Harmonie befinden.

Die Einbeziehung von Wirtschafts- –und Sozialwissenschaften in das Thema Fluch und Segen des Fortschritts rundet kausal die Thematik ab. An Hand von gravierenden Beispielen, wie zum Beispiel die Bevölkerungsexplosion, dem Klimawandel und der Gentechnik stellt uns der Autor direkt an den Abgrund, vor dem die Menschheit gerade steht.

Christopher Kerkovius stellt heraus, dass weder regionale, nationale, globale, soziale und ökologische Folgen und Wechselwirkungen angemessen in wirtschaftliche Planungen und Entscheidungen realistisch einbezogen werden.

Herausgestellt werden vom Autor auch die unmenschlichen Auswirkungen des Turbo Kapitalismus. Der Autor verinnerlicht dem Leser, das unsere moderne Gesellschaft an einem akuten Mangel an tragfähigen, sozialen. kulturellen und ethischen Werten leidet.

Er geht in seinem Buch auch auf die ganzheitliche Wahrnehmung der Naturvölker und auch der Frauen und Kinder ein und zeigt auf, dass wir uns immer weiter davon entfernen.

In einer Zwischenbilanz macht der Autor sehr deutlich klar, dass unser traditionelles Wertesystem weitgehend verloren gegangen ist- um des Fortschritts, des Wachstums und des Konsum willens. Nachhaltiges Handeln und Denken haben keine ausreichende Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Die Natur wird rücksichts-und bedenkenlos von uns ausgebeutet.

Christopher Kerkovius zeigt am Ende seines überaus wichtigen Buches gegensteuernde Impulse der ökumenischen Bewegung, auch der internationalen Wissenschaftlervereinigungen, des „Faktor vier“( Bericht an den Club of Rome) auf.

Klar wird, wir brauchen einen neuen Wertecodex, der uns die Kriterien in die Hand gibt, klare, eindeutige und soziale gerechte Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Das Buch „Fluch und Segen des Fortschritt „ ist in gewisser Weise ein wissenschaftliches Fachbuch und richtet sich somit meiner Meinung nach an ein bestimmtes Leserklientel. Es ist auch anderer Leserschaft sehr zu empfehlen. Denn es vermittelt in 283 Seiten einen Abriss unserer jetzigen globalen Situation. Dem Leser wird sehr eindringlich geschildert, dass eine ganzheitliche Wahrnehmung unserer Welt erforderlich ist, genauso wie ein neues Wertesystem von hoher Bedeutung für den Fortbestand des Lebens von Nöten sein wird.

Das Buch ist eine eindringliche Mahnung, man muss es gelesen haben.

Chapeau Christopher Kerkovius!

Die falsche Tochter - Nora Roberts




Nora Roberts Bücher sind oftmals humorvolle, hinreißende Liebesgeschichten mit einem gehörigen Schuss Erotik. Doch nicht nur das. Die Romane haben oftmals einen sozialkritischen Touch. Mit dem Inhalt des Buches „ Die falsche Tochter“ nimmt sich Nora Roberts eines hochaktuellen und brisanten Themas an. Es geht um dunkle Machenschaften des Kindsraubs, zum Zwecke illegaler Adoptionen mit getürkten Papieren.



Ein fanatischer Anwalt sah es zu Lebzeiten als eine äußerst lukrative Mission an, wohlhabenden Ehepaaren, die aus den verschiedensten Gründen keine Kinder bekamen, innerhalb kürzester Zeit eine Adoption zu vermitteln. Da legale Adoptionsverfahren sich oftmals in die Länge zogen, beschleunigte er mit illegalen Mitteln das Verfahren. Er organisierte sich ein Kreis von Helfern, die oftmals in den medizinischen und sozialen Bereichen seiner Wohnorte arbeiteten und die familiengeschichtliche und soziale Situation von Neugeborenen auskundschafteten.


Das Baby, welches dann für den Kindsraub und der anschließenden illegalen Adoption in Frage kam, wurde dann bei geeigneten Situation einfach entführt und in der Anwaltskanzlei den Adoptiveltern mit allen dazugehörigen und natürlich gefälschten Adoptionspapieren übergeben. Dafür zahlten die Adoptiveltern oftmals einen Betrag in sechsstelliger Höhe.

Im Roman erfährt die junge Archäologin Callie Dunbrook, dass sie als Baby ihren rechtmäßigen Eltern geraubt und adoptiert wurde. Sie ist tief erschüttert, setzt sich mit ihren Adoptiveltern, die sie achtet und über alles liebt, auseinander und erfährt, dass diese kein Hintergrundwissen über die Geschehnisse der Adoption haben. Für Callie sind ihre Adoptiveltern ihre wahren Eltern. Bei ihnen ist sie behütet und geliebt aufgewachsen. Sie akzeptiert den Wunsch ihrer leiblichen Mutter, Callie näher kennenzulernen. Die Beziehung gestaltet sich nicht ganz einfach und wird am Anfang durch starke Emotionen der leiblichen Mutter belastet.

Aufgelockert wird die Handlung durch erotische Gewitter zwischen Callie und ihrem geschiedenen Ehemann und derzeitigen Kollegen Jake.

Das Callie am Ende der Handlung selbst noch in Lebensgefahr gerät und auch um beide Mütter und Väter bangen muss und welche Geheimnisse der Adoption noch gelüftet werden, lesen sie am besten selbst nach.

Das Buch sollte in der Buchsammlung der Nora Robert Fans einen festen Platz bekommen.

Sehr zu empfehlen!

Rosenduft und Koriander-Susanne Wahl


Verena lebt immer im Schatten ihrer Mutter. Von klein auf ist ihr Tagesablauf rigoros geregelt. Ihre Mutter hat ihr ein Lebenskorsett verpasst, aus dem sie sich nicht herauswagt. Sie wird von ihrer Mutter  immer gut versorgt. doch ihre Seele friert oftmals. Denn eines bekommt Verena von ihrer Mutter nicht, spürbare Wärme und Geborgenheit. Die einzigen Zugeständnisse, die ihre Mutter jemals machte, war die Akzeptanz der Freundschaft zwischen Verena und deren Freundin Monika und die Duldung, dass Verena in einem kleinen Gewächshaus Orchideen züchtete. 
Ihr Leben ändert sich mit dem plötzlichen Tod der Mutter schlagartig. Durch den  Notar Dr. Weydrich erfährt Verena bei der Testamentseröffnung, streng gehütete Geheimnisse ihrer Familiengeschichte, die sie völlig überraschen und auch, dass ihre Mutter ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen hat. Verena, will nun so schnell wie möglich ihr einsames Leben unter der Glasglocke beenden. Auch ihr Geburtshaus und alle Erinnerungen an ihr bisheriges Leben will sie hinter sich lassen. Dr. Weydrich wird ihr Berater und sorgt dafür, dass Verena ihre Pläne verwirklichen kann. Das erste Mal in ihrem Leben kauft sie sich Kleidung, in der sie nicht aussieht, wie eine graue Maus, sondern sehr apart und schick. 
Mit wenigem ausgesuchtem Hausrat und ihren Orchideen im Umzugswagen, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Freundin Monika, welche zusammen mit ihrem Pflegevater eine kleine Gärtnerei betreiben- Verenas Traum! Die Frauenfreundschaft erweist sich so stabil, dass Verena finanziell als Partnerin in die gut florierende Gärtnerei einsteigt. 
Das kleine Team kommt überein, ein wirtschaftliches und marketingwirksamens Experiment zu wagen- eine Farbspezialisierung im Blumensortiment. Das soll der "Kracher" im Verkauf werden. 
Diese Idee bringt  Verena nach London, zu ihrer zukünftigen großen Liebe. Für die Zeit des London Aufenthalts wohnt sie bei Jonathan, der ihr ein väterlicher Freund wird und den sie eigentlich nie mehr missen möchte. 
Von ihm wird sie in die sinnlichen aromareichen Geheimnisse der Kräuterkunde und Küche eingeführt. Susanne Wahl bedient sich hierbei einer sehr bildhaften Sprache, so dass Leser mit einem Faible für Kräuter, fast den Duft und Geschmack von den verschiedensten Sorten Thymian, Salbei, Koriander, Kerbel, Rosmarin und Basilikum verspüren können. 
Bestimmte  Würzraffinessen- im Buch beschrieben - haben mich richtig gereizt, sie auszuprobieren und ich kann nur sagen, einfach wunderbar. Schon allein deshalb ist "Rosenduft und Koriander" eine Bereicherung meiner Buchsammlung.Und auch weil das Buch sich spritzig, locker und leicht weg liest. Ich habe es regelrecht verschlungen. Ein Hauch Erotik, Sex und Dramatik in genau der Richtigen Mischung ! 
Die Leser wandeln mit Verena durch den Chelsea Physik Carden, eines der ältesten Gärten Europas, gehen mit ihr zur berühmten Flower-Show in London und  erfahren so manches Geheimnis der Blumenzucht. 
Das Verena von dem beschwingten Leben in London fasziniert ist, der  bekannte aber klamme Blumenzüchter Mark Abernathy- ein Traum von einem Mann- ihr Geschäftspartner und am Ende auch ihr Mann fürs Leben wird, ist in der Handlung ,sehr charmant erzählt. 
Im Buch klingen auch sacht sozialkritische Töne an, zum Beispiel hinsichtlich der negativen gesellschaftlichen Wertung von Homosexualität in unserer heutigen Zeit. Gekonnt ist diese Kritik in die Lebensgeschichte des väterlichen Freundes Jonathan eingeflossen. 
Sehr zu empfehlen!

Salz auf unserer Haut - Benoìte Groult



Die Sommerferien verbringt die junge gut situierte Pariserin George in einem kleinen schottischen Fischerdorf. Dort begegnet sie dem bretonischen Fischer Gavin. In Ferienlaune, bei Sport und Spiel kommen beide sich näher und verlieben sich. Sie fühlt sich von seiner starken Männlichkeit angezogen und er erliegt ihrem erotischen Zauber. Eines nachts lieben sich stundenlang am Strand.


Georges und Gavin trennen Welten, die Barrieren von Bildung und Erziehung und der Weltanschauung stehen zwischen Ihnen. Und doch ist diese eine Nacht der Beginn einer bittersüßen sehr leidenschaftlich verbotenen Liebe, die ein Leben lang andauert.

George gerade mal 18 Jahre, hat eine glanzvolle berufliche Zukunft vor sich, will studieren. Sie kann es sich nicht vorstellen in dem kleinen Fischerdorf für immer mit Gavin zu leben und lehnt daher seinen Heiratsantrag ab. George und Gavin binden sich anderweitig, können aber trotzdem nicht voneinander lassen. Sie reisen fast um die ganze Welt, nur um sich zu lieben. Die erotisch sexuelle Leidenschaft leben sie in London, Paris, in Florida und auch auf den Virgin Islands aus.

Der Roman ist ein explodierender Vulkan, voller Erotik, Sinnlichkeit, Zärtlichkeit und lustvollem ausgelebten Sex. Die Autorin spricht an einigen Stellen des Buches eine sehr deutliche pornografische Sprache, ohne vulgär zu sein. Mit der Beschreibung jedes noch so intimen Details bezieht die Autorin ihre Leserschaft sehr intim voyeuristisch in die Handlung ein.

Das Ganze wirkt aber nicht platt, denn der Leser erliegt dem melancholisch romantischen und charmanten Zauber der Geschichte, in welcher Sex und Liebe verschmelzen. Gavin und George haben sich trotz aller intellektuellen Trennlinien als wahre Seelen- und Liebespartner gefunden. Sie erleben in ihrer immer kurzem Zweisamkeit das wundervolle Gefühl der inneren Vereinigung. Deshalb überdauert ihre geheime Liebe dreißig Jahre und endet erst mit Gavins Tod.

»Salz auf unserer Haut« hat einen besonderen Charme, spricht eine sehr offene Sprache und ist gleichzeitig eine anrührende erotische Lebensgeschichte zweier Liebenden von über 30 Jahren.

Es ist eines der sehr liebenswerten Bücher in meiner Sammlung, welches man erst aus der Hand legen kann, wenn man es bis zum Ende gelesen hat. Der Inhalt des Buches wirkt im Kopf und der Seele lange nach.

Bemerkenswert finde ich, dass die Autorin Benoìte Groult im Jahr 1920 geboren wurde. Es ist auf Grund ihres Geburtsjahres bewundernswert, wie die Autorin ein freies modernes Frauenbild vermittelt und sehr offen über die sexuellen Facetten der körperlichen Liebe schreibt. Irène Kuhn lieferte eine glanzvolle Übersetzung.



Ditte Menschenkind - Martin Andersen Nexö



Ich habe dieses Buch in meiner Sammlung - sehr alt, schwarzer schwerer Pappdeckeleinband, ohne jeglichen Schmuck, sehr abgegriffen, ziemlich dick, 677 Seiten, 1952 verlegt im Dietz-Verlag Berlin, in der 5. Auflage und von schwerem Inhalt.


Gelesen habe ich es das erste Mal mit 12 Jahren. Schon damals begriff ich, dass »Ditte Menschenkind« kein ›Nesthäkchen‹ Buch ist. Es gibt Bücher, die muss ich in gewissen Zeitabständen mehrmals lesen. Das beachtenswerte Werk von Martin Andersen Nexö habe ich bis heute mindestens noch weitere fünf Mal gelesen.



Es ist ein harter Stoff, sozialpolitisch durchdrungen und passt auch in die heutige Zeit! In der deutschen Nationalbibliothek ist vermerkt, dass die Handlung des Buches die Zeit von 1880 - 1900 umfasst.


zum Inhalt :

Dittes Mutter litt neun Monate an einer bösen Geschwulst. Diese Geschwulst war Ditte. So wurde sie auch nach der Geburt behandelt. Uneheliche Kinder waren damals ein unverzeihlicher Makel und einfach lästig. Von der Mutter rigoros verstoßen, wuchs Ditte in völliger Armut bei ihren Großeltern auf.

Mit 10 Jahren fordert Dittes Mutter das Kind zurück. Sie wird im Haushalt der Mutter als Arbeitskraft gebraucht. Ditte muss mit ansehen, wie ihre Mutter im Streit um das Erbe die Großmutter umbrachte. Ihre Mutter wurde verhaftet.

Ab diesem Zeitpunkt übernimmt Ditte die Mutterrolle für ihre drei Stiefgeschwister, mit ihrem Stiefvater kommt sie zurecht. Sie leidet unter dem Spott und der Verachtung, das Kind einer Mörderin zu sein. Doch auch der Beruf des Stiefvaters trägt zum schlechten Ruf der Familie bei. Er ist ein Schinder bzw. Abdecker, der für die Tierkörperverwertung zuständig ist. Beide Sachverhalte tragen dazu bei, dass die Familie am äußersten sozialen Rand der Gesellschaft in sehr prekären Verhältnissen lebt.

Im jugendlichen Alter sucht sie sich deshalb eine Stellung, wird vom Sohn ihrer Herrin verführt und schwanger. Sie gibt ihr Kind zur Adoption frei und will sich in der Großstadt Kopenhagen ein neues Leben aufbauen. Dort verdingt sie sich als bezahlte Amme in einer Geburtsklinik. Bald wird ihr klar, dass in der Klinik uneheliche Kinder der Reichen auf mysteriöse Weise den plötzlichen Kindstod sterben. Sie kündigt sofort diese Anstellung auf.

Ditte verdingt sich danach als Dienstmagd, wird Stubenmädchen und später Kinderbetreuerin in einem Familienhaushalt. Das war für sie die schönste unbeschwerteste Zeit. Sie wurde in der Familie als gleichberechtigter Mensch akzeptiert und in den täglichen Tagesablauf wie ein Familienmitglied einbezogen. Doch das Schicksal schlägt hart zu. Sie verliebt sich in den Hausherrn, der ihre Liebe erwiderte. Psychisch hält sie dem Druck nicht stand und kündigt.

Danach geht es rasant bergab in und mit ihrem Leben. Sie wird wieder Mutter eines unehelichen Kindes. Weil Ditte ein großes Herz hat, voller Liebe und Güte und ohne Eigennutz ist, nimmt sie noch zwei fremde Kinder bei sich auf. In den Wintermonaten haben sie kein Heizmaterial. Es geht vielen Menschen in ihrer Nachbarschaft ebenso. Kinder sind einfallsreich. Sie stehlen gemeinsam von den Wagons der Güterzüge am Verladebahnhof Kohlen. Peter ein Sohn Dittes, gerät dabei eines Tages unter einen Wagon. Seine Verletzungen sind so schwer, dass er zu Hause in den Armen seiner Mutter stirbt. Da zerspringt etwas in Ditte. Von diesem Schicksalsschlag erholt sie sich nicht. Am Tag der Beerdigung ihres Sohnes hört ihr krankes mattes Herz auf zu schlagen. Sie stirbt, gerade mal 25 Jahre alt.

Sie erlebt nicht mehr mit, dass ihr Sohn ein ganz großes Begräbnis erhält, die Arbeiterschaft hat sich erhoben.

Einen Absatz aus dem Buch will ich zitieren, der heute genauso stimmt, wie damals: 
»Nein, wir rennen mit der Stirn gegen die Wand-wir haben ja nicht mal die Gewerkschaften auf unserer Seite. Bedenk, wie aufgepeitscht alle Gemüter infolge der Arbeitslosigkeit sind-und nun das Schicksal des kleinen Peter! Viel gehört nicht dazu, bis das Feuer entfacht wird. Und nach oben hin ist man vorbereitet und hat seine Vorsichtsmaßnahmen getroffen, Regierung und Polizei.«
Zitatende

Alexander Nexö zeigt in diesem Buch die Tragödie einer Gesellschaft auf, in der die Menschen über ihre Geburt definiert werden. Bist Du arm, dann bleibst Du arm! Ohne große Bildungschancen und ohne einen erlernten Beruf haben die Menschen keine Chance auf ein sozial besseres Leben. Auf der Werteskala des Bürgertums stand Ditte ganz weit abgeschlagen am Rand der Gesellschaft.



Das fremde Gesicht - Mary Higgins Clark




Stellen Sie sich einmal vor liebe Leserinnen, sie halten sich zufällig im Bereich der Notaufnahme ihres Krankenhauses auf und erleben, wie das Ärzteteam verzweifelt um das Leben einer jungen Frau kämpft, die hinterrücks mit einem Messer niedergestochen wurde. Der Kampf der Ärzte ist aussichtslos, die junge Frau stirbt. Sie werfen einen Blick auf die Tote und sind geschockt. Denn sie schauen in ihr eigenes Gesicht- die Tote könnte ihre Zwillingsschwester sein. Dieses schockierende Erlebnis müsste die Romanheldin und Reporterin Meghan Collins erst einmal verarbeiten. Doch dazu kommt sie nicht, im Gegenteil. Die Geschehnisse die mit voller Wucht auf sie zurollen, werden immer geheimnisvoller und beklemmender. Die Suche nach der Wahrheit konfrontiert Meghan Collins auch mit dem Doppelleben ihres Vaters und den Ungereimtheiten seines spurlosen Verschwindens. Eine Embryologin, die gar keine ist, der beste Freund und Geschäftspartner ihres Vaters, der sich als skrupelloser Mörder entpuppt , ein Psychopath, der Meghan am Ende das Leben rettet und sie dann selbst töten will, hält die Handlung immer auf hohem spannungsgeladenem Niveau und die Leser ziemlich auf Trapp.

Mary Higgins Clark fasst in diesem Buch das sehr brisante, umstrittene und hochaktuelle Thema der Invitro - Befruchtung an. In dem Mix aus Hochspannung in Verknüpfung des Themas der künstlichen Befruchtung ist für die Leser das umfangreiches Hintergrundwissen und die immense Recherchearbeit der Autorin spürbar. 

Die Leser erfahren, dass um die Invitro-Befruchtung eine globale Industrie existiert, mit Spezialkliniken und Leihmüttern. Im dem Thriller werden die skurrilen und abstrusen Wünsche von kinderloser Ehepaaren, wie zum Beispiel die Einzelgeburt von eineiigen Zwillingen um Jahre versetzt, genauso beleuchtet, wie die Tatsache, dass sich in Amerika immer mehr gut situierte Ehepaare für diese Art der Befruchtung entscheiden. Die Leser erfahren während der Handlung, dass ein regelrechter illegaler Handel mit jungen Leihmüttern existiert, deren prekäre finanzielle Lage ausgenutzt wird. 

Das Buch ist ein wirklich brillanter Pschycocktail. Alles in allem eine sehr kompakt gute Mischung von Wissensvermittlung und spannender Unterhaltung

Ich kann das Buch sehr empfehlen



Lauf, Jane, lauf! - Joy Fielding


Kennen Sie das auch? Sie lesen die ersten Sätze eines Buches und sind elektrisiert. Sie können das Buch nicht mehr weglegen. Sie müssen lesen, lesen, lesen. Die tagtägliche Arbeit zu Hause ist vergessen, der Abwasch bleibt liegen, die Wäsche ungewaschen und sogar das Essen ist nebensächlich. So ist es mir beim Lesen des Buches »Lauf, Jane, lauf!«  von Joy Fielding gegangen.
»An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittaker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war«
Dieser Satz ist die Angel, an der die Leser hängen. Der Satz macht neugierig auf die Handlung, wirft Fragen auf, was der Protagonistin widerfahren ist und lässt die Leser nicht mehr vom Haken.

Die Handlung des Buches ist so spannend, elektrisierend, spektakulär und voller Dramatik, dass es dem Leser den Atem nimmt. Man ist gefangen, leidet mit Jane, rennt mit ihr um ihr Leben, fühlt sich hoffnungslos mit ihr und überlegt mit ihr, wie sie ihrem Alptraum entkommen kann.

Das Buch ist überaus sozialkritisch, fasst ein Tabu - Thema an, über das nicht gern nachgedacht, nicht gern geredet wird, über das man aber sehr empört ist, wenn es in die Mitte der unmittelbaren Realität rückt

Es geht um sexuellen Missbrauch an Kindern in Familien und um primäres sexuelles Interesse an Personen, die noch nicht pubertär sind (Pädophilie).

zur Handlung:

Jane weiß wo sie ist, sie weiß, dass sie einkaufen wollte, doch sie weiß nicht mehr wer sie ist. Sie hat einen Trenchcoat an, in dessen Taschen 10 000 Dollar stecken und ihr Kleid ist blutdurchtränkt. Ihr ganz privater Alptraum hat begonnen. Nach vielen verzweifelten Irrwegen sucht sie sich ein Hotel zum Übernachten. Am nächsten Tag kleidet sie sich völlig neu ein, man registriert erstaunt, dass sie unüblicher Weise bar bezahlt. Sie wendet sich danach an die Polizei, die sie auf Grund ihrer Amnesie ins Krankenhaus bringt. Dort holt sie ihr sehr fürsorglicher Ehemann ab, den sie nicht erkennt und instinktiv ablehnt.

Zu Hause beginnt ihr Märtyrium. Der fremde Mann, ihr Ehemann, hat als Kinderarzt die Möglichkeit, Jane mit Anti-Depressiva zu behandeln. Durch eine hohe Dosis von Psychopharmaka, die er ihr spritzt, taucht sie in einer Glocke aus Stumpfsinnigkeit, Gefühllosigkeit und innerliche Leere unter. Jane bekommt von ihrem Mann seine Geschichte ihres Familienlebens eingetrichtert. Eine psychische Folter großen Ausmaßes beginnt. Nachdem sie von ihrem Mann erfahren hat, dass sie einen Autounfall verursachte, bei der ihre einzige gemeinsame Tochter starb, versinkt sie noch mehr in Lethargie.

Viele Geschehnisse und einzelne reale Erinnerungsfetzen halten sie dann aber doch am Denken. Sie wird erfinderisch und trickst ihren Mann und auch ihm unbewusst behilfliche Freunde mit der Einnahme der Psychopharmaka aus. Ihr Geist wird nach Monaten dadurch endlich wieder rege.

Und eines Tages weiß sie plötzlich wieder, was wirklich passiert ist!

Nachdem sie durch eine Zufallsbegegnung erfährt, dass ihre Tochter lebt, kämpft sie um ihr eigenes Leben, um ihre Unabhängigkeit und um ihre Tochter. Es ist ein langer und sehr steiniger Weg, ehe sie ihre Tochter wieder in die Arme schließen kann. Und es ist ein langwieriger sehr schmutziger Kampf, ehe es ihr gelingt, die Verbrechen ihres Mannes an seiner Tochter und seinen kleinen Patienten hieb - und stichfest der Staatsanwalt zu übergeben

Dieses Buch ist sehr zu empfehlen!




Kalte Asche - Simon Beckett



Neugierig wird der Leser allein schon durch die Aufmachung des Buches. Die Einbandgestaltung ist ein kleines Kunstwerk. Das Buch erinnert an eine kleine Bibel und ist doch das extreme Gegenteil!

Dr. David Hunter, ein sehr gefragter forensischer Anthropologe, hat einen Fall abgeschlossen und freut sich schon auf Heim und Freundin. Doch da erreicht ihn ein Anruf von Superintendent Graham Wallace. Hunter wird gebeten, eine verbrannte Leiche auf einer abgelegenen schottischen Insel zu untersuchen. Die Leser erleben kurze Zeit später den dort ansässigen Sergeant, einen sehr jungen Constable, den früheren Polizisten Brody und Dr. Hunter am Tatort.

Gerade die fachlich nüchterne Sprache der forensischen Anthropologie, die Simon Beckett benutzt, um den Lesern zu erklären, was passiert, wenn ein Mensch verbrennt, dann die Spekulationen einer Selbstentzündung von Menschen und außerdem die exakte detaillierte Beschreibung der fast unversehrten Füße und einer Hand, wirken so stark auf den Leser ein, dass der Gruseleffekt nicht ausbleibt.

Hunter stellt bei seiner sehr akribisch geführten Untersuchung fest, dass es sich um Mord handelt und kann die Leiche bzw. was davon noch übrig ist, auch identifizieren.

Auf Grund es Tatsachenbestandes Mord, wird Verstärkung angefordert. Doch ein schwerer Sturm verhindert für Stunden jegliche Verbindung zum Festland. Fakt ist auch, dass der Mörder noch auf der Insel sein muss.

Die Ereignisse überstürzen sich. Das Cottage - Fundort der Leiche, das Gemeindezentrum – Untersuchungsort der Leiche und ein Wohnwagen werden niedergebrannt, zwei weitere Morde halten das kleine Ermittlungsteam und die Inselbewohner psychisch auf Hochspannung.

Die Indizien deuten darauf hin, dass der vermögene Michael Strachan, gleichzeitig Gönner und wirtschaftliche Förderer der Insel, der Mörder ist.

Spektakulär, was der Leser nun erfährt! Michael Strachans Frau Grace ist eigentlich seine Schwester, mit der er viele Jahre in einer inzestuösen Beziehung lebt. Sie hat während dieser Beziehung eine krankhaft tödliche Eifersucht entwickelt und schon mehrfach Frauen, die sich ihrem Bruder näherten, getötet. Das bedeutete für die Geschwister über Jahre hinweg- immer wieder Flucht, Spuren verwischen und Neuanfang an anderen Orten. Psychischer Stress auf hohem Niveau, kaum auszuhalten.

Sehr gut gelungen ist dem Autor Simon Beckett die Beschreibung sämtlicher Charaktere und die Mentalität der Menschen auf der schottischen Insel. Meinen Respekt hat der Autor, weil er das hochaktuelle und brisante Thema des Inzest beleuchtet.

Der Spannungsbogen der Handlung des Buches „Kalte Asche“ wird erst im neuen Thriller des Autors Simon Beckett "Leichenblässe" aufgelöst. Gut gemacht, denn man ist als Leser von der Handlung so gefangen, dass man den neuen Thriller „Leichenblässe“ sicher kaufen wird.

Ich denke, dass Sie nun so neugierig sind, dass Sie alle Einzelheiten der Handlung des Thrillers „Kalte Asche“ selbst lesen möchten. Erfahren Sie, wie es um das Privatleben Dr. David Hunters bestellt ist und welche Verwicklungen die Auflösung des Falles erschweren. 


Blutsommer - Rainer Löffler


In Köln geschehen unglaubliche schreckliche Dinge. Rainer Löfflers »Blutsommer« lässt den Lesern das Blut in den Adern gefrieren. Das eigene moralische Weltbild der Leser wird aus den Angeln gehoben! Während sie der Handlung folgen, merken sie, das was hier geschieht, ist eine neue abartige Dimension des Grauens.

Ein Serienkiller treibt ein diabolisches Spiel mit seinen Opfern.Die Grausamkeiten die er sich ausdenkt, müssen seine Opfer bei vollem Bewusstsein ertragen. Er trinkt ihr Venenblut durch eine Braunüle, foltert sie auf grausamste Art mit diversen Werkzeugen und weidet sie regelrecht aus, wie ein Jäger sein erlegtes Wild. Er watet im Blut der Sterbenden und ist glücklich dabei.


Die Menschen nennen ihn den Metzger. Ähnlich wie der Serienmörder Hannibal Lecter, verspeist er mit Vorliebe die Innereien der Opfer.

Martin Abel, der beste Fallanalytiker Deutschlands, wird nach Köln abgestellt, im Schlepptau hat er die beste und blutjunge Fallanalytikschülerin Hannah Christ. Sie wurde ihm quasi vom LKA in Stuttgart aufgezwungen. Da ist zwischenmenschlicher Ärger vorprogrammiert, denn Abel ist kein leichter Mensch, introvertiert, mürrisch, wortkarg. Abels Denkansätze zur Erstellung des Täterprofils sind ungewöhnlich, seine Einfühlungstechniken in die Gedankenwelt des Metzgers sind sehr speziell und für Außenstehende nicht nachzuvollziebar.Eine falsche Spur und unmittelbare Lebensgefahr, in der sich Martin Abel und Hannah Christ befinden, sind dicht spannungsgeladen und ziehen die Leser mitten ins grausame Geschehen.Des Autors Schreibstil ist genial, er führt die Leser in Rückblenden in die Kindheit des Mörders. Zwischen den Lesern und dem Mörder bahnt sich eine spannungsgeladene Beziehung auf. Schwer ist es zu ertragen wie das kleine Kind die schlimmsten physischen und psychischen Erniedrigungen erträgt. Man möchte als Leser einschreiten, das Kind aus dieser Hölle befreien. Und die Erkenntnis blitzt auf, dass der Leidensdruck katastrophale Folgen in der psychischen Entwicklung nach sich zog.

»Blutsommer« ist ein Thriller, sehr flüssig und ohne Längen, von Anfang bis Ende atemberaubend spannend, es ist ein Buch, dass man in einem Ritt durchliest, ohne zu ermüden.

Für Leser starker Nerven sehr zu empfehlen.