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Samstag, 15. September 2018

Meine Leseempfehlungen - vielfältig, interessant, lebendig und spannend


        Meine Leseempfehlungen
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Norbert Sternmut
Anne Gard
 
Alva Furisto
Alva FuristoFranck Sezelli 
 
Fiona Limar
   
Moriz BollEmilia Cedwig Andrew C. Fox Martin Schörle 
   
Sigi SternbergJörg Fockenbrock 
   
Bea InselR.D.V. Heldt 
 
James Henry Burson
 
Stefan Wollschläger
 
Valerie le Fiery &
Frank Böhm
Valerie le Fiery 
 
 Valerie le Fiery
 Valerie le Fiery& Co -Autoren
 Valerie le Fiery
Frank Böhm
 Valerie le Fiery
Frank Böhm,
Francis Linz
Francis Linz
Eva - Maria Silber
Lina  George
 
Isabel AigenMagdalena Mörike
  
Marion Krafzik 
  
Christina Unger
Hildegard Paulussen
  
Katrin ThieleOlaf Warsing
 
Dirk von Grolman
 
Jeniffer de Bricassardt L.U. UlderLisa Michaelis 
  
Anke KopitzBrigitte Teufl-Heimlicher
   
T.A.M. Lang
Paula Dreyser 
 
Peter Bunt
  
Liane Scholl
  
Clemens LaarJens Draeger Werner Koch 
Leila Christiane Jäger
 Anette Koestner 
    
Gabriella Hilbinger Panja Bartsch Erika DreierIlse Campbell 
 
Lucy Maud Montgomery, Nadine Erler (Übersetzer)
 Ulrike Blatter
 Stefanie Friedl
Harald Grenz
Graf von Sternenberg
 
 

Patrick R. Ullrich
 

Martina Schmid Alisha April

 
 
 Mona Frick
    
Lutz Sehmisch 
Benni Bødker u. 
Karen Vad Bruun 
Susann Klossek 
   
Sidney Rose Renard Fourrure
Dagmar TollwerthMicha ElaClaudia Carrido Luque 
Anja HeitlingerHarald Kittner Annell Ritter 
   
Holger Hagenah
Margit Marion Mädel,
Marina BC., Hans Dieter Wege
 
Peter Georgas Frey
Ulf Deutscher 
  

Dienstag, 11. September 2018

*Neue Leseempfehlung*: Strahlensatz (Lyrik) - Norbert Sternmut



Es ist ein wortgewaltiger, sehr anspruchsvoller und intellektueller Lyrikband, den uns Norbert Sternmut präsentiert. Beachtlich sind die vielen Metaphern, die ich im Buch entdeckte und nicht nur die, sondern Sternmut hat sich auch im Inhalt mit dem Limbischen System, mit Einsteins Relativitätstheorie, mit dem Gesetz der Anziehung, der Evolution und dem Universum an sich, auseinandergesetzt. Seine Gedichte erinnern an das Entstehen unseres Seins, berühren Flora und Fauna, das Leben, den Tod und die Liebe. Strahlensatz – der Titel, steht für mich, für den Inhalt an sich, da der auf die funktionelle Zusammenhänge des Ganzen hinweist.

Metaphorisch und drängend ist diese Lyrik, zeigt auf, dass in unserem Leben die Liebe kaum zu Wort kommt, dass wir selbst verantwortlich sind für unser Leben, für die Kriege, für die Umweltverschmutzung und für die Verrohung der Gesellschaft. Der Autor zeigt auch auf, wohin unser Weg führt, wenn wir WEITER SO mit uns selbst und unserer Erde umgehen. Aus all den Worten spricht, meines Erachtens, eine tief reflektierende Melancholie des Autors.

Es ist ein tiefgründiges Buch, keinesfalls einfach zu lesen, die Thematik allgegenwärtig. Doch machen Sie sich selbst ein Bild – lesen sie das Buch.

Heidelinde Penndorf





Sonntag, 9. September 2018

*Neue Leseempfehlung*: Zwei Volltreffer sind einer zu viel - Anne Gard



Ein erfrischend humorvoller Roman, mit einer kleinen Spur Nachdenklichkeit, ob der Nutzung einer Singlebörse, mit ihren individuellen Überraschungen. Lernt doch Fanny, geschieden und Mutter zweier Kinder, Sergej, einen sehr charismatischen Typ kennen, mit einem ausgeprägten Hang zur SM. Ihre Gefühle fahren Achterbahn, als ihr auch noch Ricardo begegnet, ein Familienmensch, mit Beschützerinstinkt, aber irgendwie auch erdrückend, in seiner Liebe.

Beim Lesen des Buchs hatte ich das Gefühl, als wenn ich mit einer lieben Freundin telefonierte, die mir fast, ohne Luft zu holen, ihr Herz ausschüttete. Ich war stiller Zuhörer und Fanny schilderte mir ihre Ängste und Zweifel, sie fühlte sich hin- und hergerissen, wusste über einen langen Zeitraum nicht, für welchen der beiden Männer sie sich entscheiden soll – doch dann siegte die Liebe.

Für wen sich Fanny entschied,erfahren Sie, wenn sie das Buch lesen. Anne Gards Schreibstil, wie immer sehr lebendig und mit jeder Menge Situationskomik gewürzt, macht diese Story zu einem kurzweiligen amüsanten Leseerlebnis.

Ich empfehle diesen lebendigen Roman der Leserschaft sehr gern.

Heidelinde Penndorf

Montag, 20. August 2018

*Neue Leseempfehlung*: Verdammt sollst Du sein - Valerie le Fiery




Eine Kurzgeschichte, 2014 geschrieben – sieben Seiten nur – und doch inhaltsreicher und gehaltvoller, als manche Bücher, deren Umfang über 200 Seiten fasst.

Um was geht es? Vergewaltigung – ein Thema, welches durch die Aktion »Mee Too« 2018, in den Medien- Mittelpunkt rückte, ein Thema, welches sonst gern in der Gesellschaft tabuisiert wird.

Die Opfer sind für lange Jahre traumatisiert – meist auch für immer – da braucht es nur eines bestimmten Triggers – und die Situation fühlt sich so an, als wenn es grade passiert ist. Die Psyche, das Selbstwertgefühl und die Würde sind massiv negativ beeinträchtigt – diesem Umstand schenkt man bei den Ermittlungen und der psychischen Betreuung zu wenig Beachtung – da haben wir in der Realität immer noch das hinterwäldrische Denken des Mittelalters – auch heute noch!

Die Messages der kleinen intensiven Geschichte: Die Opfer tragen keine Mitschuld an ihrer Vergewaltigung - ein NEIN ist immer ein NEIN - und somit gibt es für diese ungeheuerliche Tat, nur einen Verantwortlichen, und das ist der Täter selbst, denn er handelt gegen den Willen seiner Opfer!

Ich empfehle der Leserschaft, das Büchlein sehr gern!

Heidelinde Penndorf





Montag, 13. August 2018

*Neue Leseempfehlung*: ELLY - Teil I, II, III - Alva Furisto



Die Autorin erzählt ihrer Leserschaft eine unglaublich spannende Geschichte, um Elly, einer reizenden charismatischen, kapriziösen Frau. Doch Vorsicht ist geboten, denn jeder, der ihr zu nahe kommt, jeden, den sie mag oder liebt und jeder, der sich mit ihr verbunden fühlt und sich auf sie einlässt, erlebt das abgrundtief Böse. Denn sie alle müssen auf grausame Weise sterben – fast alle. Die Spuren führen unmissverständlich immer zu Elly.

Ist dieses destruktive Handeln die Folge der negativen Intimität, die Elly in ihrer Kindheit und Jugend erlebte? Entwickelte sie durch die schweren Traumata eine multiple Persönlichkeit, deren bösen Teil sie nicht kontrollieren kann? 

Oder ist es ganz anders?

Spielt da jemand ein perfides Spiel mit Elly, unter Einbeziehung ihres sozialen Umfelds? Ist der Täter, dessen blutige Spuren sich durch das Leben Ellys ziehen, doch dieser mysteriöse Roger, der zusammen mit einem Trittbrettfahrer seine diabolische Macht demonstriert? Einer, der Elly ganz für sich allein beansprucht, einer, der nur aus der Ferne lieben kann und es nicht erträgt, wenn ihr jemand zu nahe kommt?

Das unglaublich fesselnde Finale löst die Spannung nicht auf, lässt den sympathischen Officer Meyer und mich, als Leserin, mit einigen Fragen zurück und ruft nach einer Auflösung – einem vierten Teil.

Alva Furistos lebendiger Schreibstil, die gut gezeichneten Protagonisten und die Story insgesamt, sorgen für ein spannendes und abwechslungsreiches Lesevergnügen, gewürzt mit einem guten Schuss prickelnder Erotik. Man muss schon alle drei Bücher lesen, da die Bücher eines das andere braucht, um die Handlungsfortsetzung zu gewährleisten und das ist auch gut so.

Die Trilogie hat meine absolute Leseempfehlung

Heidelinde Penndorf

Samstag, 28. Juli 2018

*Neue Lesempfehlung*: Traumhafte Weiberschlucht - Franck Sezelli



Der Autor schreibt im Genre Erotik und ich hab nun den ersten erotischen Kurzroman von Frank Sezelli gelesen. Einen roten Kopf bekam ich nicht, dafür aber sehr fantasiereiches schillerndes Kopfkino.

Erotische Träume eines jungen Mannes – der Protagonist Ronald, allein in einem Mini-Amazonendorf. Gekonnt in Szene gesetzt – locker, spritzig, gut und lebendig geschrieben.

Ich empfehle diese kurzweilige, erotische Lektüre der weiblichen und männlichen Leserschaft, die gern einmal einen Streifzug in das erotische Genre unternehmen möchten. Es lohnt sich.

Heidelinde Penndorf







Donnerstag, 12. Juli 2018

*Neue Leseempfehlung*: Der Psi-Effekt - 6:42 Uhr und Der Overview-Effekt - 6:42 Uhr - Alva Furisto



Eine Wahnsinnsgeschichte, so unwahrscheinlich, dass sie grad deshalb wahr sein könnte.

Die Bücher, erster und zweiter Teil, sind eine Einheit und wären meines Erachtens, ein Bestseller, wenn man die Kriterien am Inhalt und nicht an den Verkaufszahlen festzurren würde.

Um was geht es in dieser Story?

Es ist eine Geschichte, um die Ambivalenz der gesellschaftlichen, politischen, kirchlichen und finanziellen Macht – Ihr Stellungsgefüge im 21. Jahrhundert. Es geht um die zwei Seiten der Macht und um die Frage einer modernen, düsteren Weltherrschaft, unter Einbeziehung der globalen IT-Infrastruktur und der Nutzung des Algorithmus.

Die Geschichte ist ein Narrativ, welches das momentane globale Gefüge fast deckungsgleich widerspiegelt und die Ängste, Nöte und auch indirekt, die Auswirkungen des Klimawandels und der geopolitischen Macht, rigoros zeigt. Die Handlung versinnbildlicht auch, welche zerstörerische Macht Terroranschläge haben und welche negativen, globalen Auswirkungen narzisstische Machtbesessenheit hervorbringt. Das Buch ist sozusagen ein Gradmesser unseres gegenwärtigen Zeitkolorits und es ist auch ein Indikator unserer Gesellschaft. Darüber hinaus, hat es die Autorin verstanden, eine besondere, bemerkenswert interessante und spannende Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, in welcher die Leserschaft, überaus lebendige, charismatische Protagonisten findet – und zwar auf beiden Seiten – der guten und der bösen. Es ist auch eine Geschichte, die an Beispielen aufzeigt, warum sich Menschen eine Maske aufsetzen, um ihre wahre Persönlichkeit zu verstecken. Und es ist eine Story, in der geliebt, gelacht, geweint, gehasst, geneidet, verletzt, gestorben und getötet wird, und in welcher unsere inneren Ängste und Emotionen an die Oberfläche gelangen. All das macht ein Bestseller aus.

Alva Furisto schreibt sehr lebendig, zeichnet ihre Protagonisten so, dass sie der Leserschaft existent sind. Die Handlung ist sehr interessant, faszinierend, abwechslungsreich, vermittelt auch Wissen und hat einen hohen Spannungsbogen von Anfang bis Ende. Man wird als Leser direkt in die Handlung hineingezogen, kann nicht aufhören zu lesen, vergisst alles andere ringsum.

Verwendete Bibelsprüche, als Metaphern, zur Ist-Situation unseres Planeten und des menschlichen Miteinanders, verleihen dem Inhalt eine brillante Würze. Echt Wahnsinn, wie viel da passt! Grandios auch die kurze Beschreibung des Overview-Effekts – ein Blick auf unsere Erde aus dem All – welcher das Denken und Handeln der Menschen positiv verändert, und mit Liebe zu unserem Planeten erfüllt. Die Autorin führt die Leserschaft, fast am Ende der Handlung, zu einem Ausweg aus unserer jetzigen globalen Situation – die Leser müssen nur dazu bereit sein. dies zu erkennen und zu nutzen.

Chapeau Alva Furisto!

Meine Leseempfehlung: Lesen Sie beide Teile, es ist ein spannendes, nachdenkenswertes, interessantes und aufregendes Lesevergnügen, welches Langzeitwirkung hat.

Heidelinde Penndorf












Dienstag, 26. Juni 2018

*Neue Lesempfehlung*: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«: Zwei Theaterstücke - Martin Schörle



Ich habe ewig keine Theaterstücke mehr gelesen. Die letzten waren Macbeth, Romeo und Julia von William Shakespeare und Faust von Johann Wolfgang von Goethe. Deshalb war ich sehr neugierig auf das Buch von Martin Schörle. Obwohl neuzeitlich, wurde ich nicht enttäuscht. Der satirische kabaretteske Monolog – das eigentümliche Gedankenwirrwarr des Beamten Hans Fredenbek, ist einfach köstlich, hat mich schmunzeln und lachen lassen. Die Radiergummimetapher ist richtig gut gelungen, auch sein Urlaubsaufenthalt in Italien – einmalig gut, so auch die anderen Episoden des Vollblutbeamten. Das muss man erst einmal spielen können, hab ich so gedacht – so trocken humorvoll und unterhaltend. Hatte Kopfkino und sah die karge Bühnengestaltung in Form der Büroeinrichtung des Vollblutbeamten und ihn – Herrn Fredenbek – direkt vor mir. Gut geschrieben!

Auch das zweite Theaterstück »Einladung zum Klassentreffen«, hat mir sehr gefallen. Diese Missverständnisse, die beim Telefonieren entstehen, weil Mimik und Gestik fehlen – richtig gut rüber gebracht. Zwei Leben, deren Verbindungen, deren Hohen und Tiefen – Freud und Leid – in einem Telefonat erzählt, sogar mit Rückblenden, unter Einbezug einer Therapeutin – eine gute Idee und genial umgesetzt. Die verhaltende Neugier der Fahrgäste, deren Anteilnahme, die zwischenmenschlichen Gefühle, die da rüber kommen und die Identifizierung mit Marina und Carsten, den beiden Gesprächspartnern am Telefon, brillant gelungen – wobei die Fahrgäste sich ja den Teil des Gesprächs, welches vom Gesprächspartner Carsten ausging – fantasievoll aus den Antworten Marinas zusammenstellen mussten. Witzig finde ich auch, das aufschlussreiche Ende des zweiten Theaterstücks.

Tragik, Situationskomik, Zweideutigkeiten, empathische Wertegefühle, Wortwitz und Satire, kommen in beiden Theaterstücken nicht zu kurz und führen auch durch den Schreibstil des Autors, zu einem charmanten, lustigen und auch nachdenklichem Lesevergnügen.

Ich empfehle das kleine Büchlein sehr gern weiter, an jene Leserschaft, die mal auf andere Art und Weise, nachempfundene Lebensgeschichten lesen möchten.

Heidelinde Penndorf








Donnerstag, 21. Juni 2018

*Neue Leseempfehlung*: Mordflüsterer - Thriller - Fiona Limar


Das Buch ist der Hammer. Die Handlung hat alle Elemente eines Psychothrillers. Fiona Limar ist es exzellent gut gelungen, in dem Täterprofil, welches während der Handlung Gestalt annimmt, die instabilen, narzisstischen und übersteigerten egomanischen Züge eines Psychopathen aufzuzeigen.

Die Leserschaft erkennt, dass eine antisoziale Persönlichkeit, sehr wohl in der Lage ist, die Gefühle der Menschen zu erkennen, sie aber nutzt, um seine potenziellen Opfer, zu manipulieren und zu täuschen, Was dabei im Endeffekt mit ihnen passiert, ist solch einer Person, völlig gleichgültig. Hier in diesem Fall, sind es fehlgeleitete Gefühle - Neid, Missgunst, Hass – die zu mehreren Katastrophen führen.

Die Opfer sind ausgesuchte Menschen, mit einer instabilen Psyche und sie sind nur Mittel zum Zweck, denn das eigentliche Opfer ist Britta – sie soll psychisch leiden, alles verlieren, was ihr lieb ist – ihre Zulassung als Psychologin, ihre Tochter, Freunde und ihr Heim. Warum? Das lesen Sie am besten selbst, es ist lohnend!

Die lebendige Handlung, die interessanten Charaktere der Protagonisten, eingebaute Überraschungseffekte, das Spiel der Gefühle, die eigne Wahrnehmung und Interpretation der Handlung, all das sorgt für Nervenkitzel und Spannung, auf hohem Niveau. Ich bin beeindruckt und empfehle das Buch sehr gern weiter – ein spannendes packendes und mitreißendes Lesevergnügen!

Heidelinde Penndorf





Mittwoch, 13. Juni 2018

*Neue Leseempfehlung*: Nytrax: Das Phönixsiegel - Andrew C. Fox



Die Geschichte ist gut, sehr gut sogar, sie hat etwas von Tolkiens »Herr der Ringe«, Roland Emmerichs »Stargate«, auch etwas von Cornelia Funkes »Tintenherz« und ist doch so ganz anders. Sie besitzt das ganz gewisse eigne ›Etwas‹, welches die Leserschaft in ihren Bann zieht – tiefgründig und vielschichtig eben, à la Andrew C. Fox.

Es ist eine Reise zwischen Zeit und Raum und berührt damit die Relativitätstheorie Einsteins. Eine Geschichte von Archetypen, des inneren Werdens und Reifens, eine Geschichte des menschlichen Egos, welches immer wieder an seine engen Grenzen stößt und es zwingend, durch diverse Gefahren, vom ICH zum WIR geführt wird.

Es ist auch eine Geschichte fremder, fantasievoller Welten, die von geheimnisvollen Schattenwesen, feenartigen Zeitenwächtern, Sehern, Drachen, seelenlosen Körpern und entmachteten grausamen Herrschern, erzählt – eine Geschichte in der das Gute gegen das Böse ankämpft, in der fast jeder ein Geheimnis mit sich führt, aus vergangenen Zeiten, oder seines existenten gegenwärtigen ICHS und es ist eine Geschichte des sich Findens in einer Gemeinschaft, in welcher einer dem anderen zur Seite steht, um die Menschheit zu retten – wieder vom Dunkeln des Erdinneren, ins Licht zu führen.

Die Geschichte um Nytrax, dem 16-jährigem ›Erlöser‹ und seinem Team, ist faszinierend, interessant, und überaus spannend, sie hat meines Erachtens mythischen Charakter und stellt Bücher – als Wissensschatz – in den Mittelpunkt, beschäftigt sich auch mit dem Unterbewusstsein, unseren tiefsten Ängsten, Träumen und Hoffnungen.

Andrew C. Fox Schreibstil ist sehr lebendig, flüssig und intensiv gefühlvoll, die Charaktere sind illustrativ gut gezeichnet, der Spannungsbogen enorm hoch, flacht nie ab – Kopfkino pur!

Das Cover des Buchs ist eine Augenweide und unterstreicht den Buchinhalt auf künstlerische Weise. Ich freue mich auf die Fortsetzung der Geschichte und empfehle das Buch sehr gern, denn es ist ein lohnendes, überaus spannendes und abwechslungsreiches Lesevergnügen.

Heidelinde Penndorf







Freitag, 8. Juni 2018

*Neue Leseempfehlung*: Der Zauber einer Eisnacht - Emilia Cedwig



Was für ein wundervolles zauberhaftes Märchen. Jede einzelne Figur, die Handlung, die Natur und Gebäude so toll beschrieben, dass die Bilder im Kopf sehr lebendig werden – Kopfkino par excellence!

Ein Märchen für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, die im Geiste jung, eine Geschichte zum Wegträumen, hinein in eine glitzernde fantastische Fantasiewelt. Eine Geschichte, die vom wachsenden Selbstvertrauen und Liebe erzählt, auch vom Gleichgewicht der Natur, der Ausgewogenheit der Macht und Gerechtigkeit. Eine Geschichte um vergangene Kriege, der Stabilität des Friedens und der Ausgeglichenheit der Länder – weil jeder Herrscher seines Reichs, sich ein Stück weit zurücknimmt, manchmal zwar nur gezwungenermaßen, aber immerhin tun sie es. 

Die Geschichte ist echt zauberschön, sie könnte verfilmt, zu Weihnachten, vielen Menschen Freude bereiten – ähnlich, wie »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«.

Ich empfehle das Buch sehr gern – Lesestoff voller Zauber und Wunder, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Heidelinde Penndorf






Dienstag, 5. Juni 2018

*Neue Leseempfehlung*: Deichkind - Krimi - Moriz Boll


Der Schreibstil des Autors ist zwar aufmerksamkeitsfordernd, aber auch sehr eloquent und detailverliebt. Das ummantelt die Handlung mit einem faszinierendem Lokalkolorit, der die Lebensweise der Menschen in Nordfriesland einbezieht, aber auch gleichwohl das Mystische dieses besonderen Landstriches und des Geburtsortes/sozialen Lebensumfelds Theodor Storms, bildhaft rüberbringt.

Genial auch, wie Moriz Boll seine Gourmet-Gaumenfreuden der nordfriesischen Küche, den beiden Hauptprotagonisten, Hannah und Holk, angedeihen lässt und die beiden diese exklusive Küche genießen dürfen. Boll ist unter anderem der Haute Couture sehr zugetan und kleidet den größten Teil seiner Protagonisten dementsprechend ein – Kopfkino pur. Aber nicht nur da! Genauso spitzenmäßig ist der Einsatz der Ermittlungs-Flipchart im Buch, die Holk in seinem Laptop anlegt und der Leserschaft, in einigen Buchseiten zur Kenntnis gebracht wird.. Brillant auch seine Verknüpfungen sozial-politischer/kirchlicher Kritikpunkte der Nachkriegszeit, bis hinein in die Gegenwart – klar und deutlich gezeichnet, manchmal auch überzeichnet, damit die Leserschaft aufmerksam bleibt.

Hannah und Holk - die Hobbydetektive – ein apartes Pärchen,welches der Autor da geschaffen hat – charmant, charismatisch, sexy und auch ab und an einem Flirt und explizit Holk, einer Liaison nicht abgeneigt. Die Leser dürfen gespannt sein.

Kinder der Nachkriegszeit, die keiner wollte, die aufs Land abgeschoben wurden, die »Schwarze Pädagogik« dieses Zeitkolorits, ihre Ausuferungen und Ausschweifungen und die damit verbundene falsche Sozialisation – die daraus resultierenden posttraumatischen Belastungsstörungen, die im Verborgenen gedeihen und wuchern – ein Psychogramm – welches unter gegebenen Umständen, zum auslösenden Handeln wird, in welchem Opfer gleich Täter und Täter gleich Opfer sind.

Die ganze Handlung insgesamt, engmaschig mit dem friesischen Nationalsport »Boßeln« zu verbinden, ist gut gelungen. Ich gestehe, ich musste nachfragen und auch die Suchmaschine des Internets bemühen – ich weiß jetzt, was »Boßeln« ist.

Finden Sie, liebe Leserschaft es ebenfalls heraus und lesen Sie, warum die Urlauber aus Frankfurt - Hannah und Holk - plötzlich zu Hobbydetektiven werden und Hannah persönlich in Gefahr gerät. Finden Sie auch heraus, welch typisches Merkmal »Deichkind«, von Moriz Boll und »Der Schimmelreiter«, von Theodor Storm, gemeinsam haben. 

Lesen Sie das Buch, denn es ist ein illustres, nicht alltägliches Lesevergnügen, hinter all die Geheimnisse zu kommen und deren Auflösungen mitzuerleben. Ich empfehle das Buch sehr gern, allen Fans der Friesenkrimis, aber nicht nur denen, denn es ist kurzweilig, spannend und unterhaltend – deshalb ist »Deichkind« ein Buch für alle Krimi-Liebhaber und solche die es werden wollen.

Heidelinde Penndorf