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Dienstag, 29. Dezember 2015

Zwischen den Jahren - Zeit für gute Filme: Charlie Chaplin's »Limelight«


Ein schrecklich traurig bittersüßer Film, der ins Herz dringt und tief die Seele berührt. Ich liebe jede Filmminute. Ein Film ohne Happy - End, eine Geschichte, die das Leben schreibt, bewegend und ergreifend. 
Es ist die Geschichte des heruntergekommenen alten Clowns Calvero, ohne festes Engagement, über den schon lange niemand mehr lacht und die Geschichte der sehr talentierten jungen psychosomatisch traumatisierten Tänzerin Thereza (Terry) Ambrose, die sich das Leben nehmen will. Beide finden emotional zueinander, lernen sich schätzen und verlieben sich ineinander. Sie tun sich sehr gut  und gewinnen neuen Lebensmut und berufliche Frische. 
Eines Tages aber trifft Terry ihre ehemalige große Liebe, den Komponisten Neville. Neville macht ihr eine Liebeserklärung. Unfreiwillig hört Calvero mit und verlässt heimlich seine große Liebe. Als Straßenmusiker   schlägt er sich durchs Leben, bis der Zufall alle drei wieder zusammenführt. 
Calvero tritt mit seinem alten Partner (Buster Keaton) während einer Benefizveranstaltung, von Terry für ihn organisiert, mit großem Erfolg auf. Da passiert es - bei einer Zugabe bekommt Calvero einen schweren Herzinfarkt. Sein inniger Wunsch wird ihm erfüllt, er wird zur Bühne getragen und nimmt als letzten wunderbaren Eindruck Terrys Auftritt als gefeierte Tänzerin, mit hinüber in die andere Welt. 
›Limelight‹ auch ein Film über die zwischenmenschlichen Liebe zweier Generationen, der eine leise emotional sehr feine  Brücke des Verstehens baut. 
Charly Chaplin, der ganz Große, das Genie, sehr charismatisch -  er kann es wie kein anderer, seine Zuschauer  ins Wechselbad der Gefühle tauchen. Lachen und Weinen liegen sehr nah beieinander. Die Szenen, in denen er ohne Worte seine Geschichte erzählt, seine innersten Gefühle offenbart - einfach brillant und sehr beeindruckend. Alle Schauspieler bieten dem Zuschaer Höchstleistung! Der Film - reinste Melancholie, feiner Humor und wunderbare Musik! 
»Limelight« trägt autobiografische Züge Chaplins, die Geschichte seiner verarmten Wurzeln, sein Aufstieg zum Star in englischer Music Halls und seine Hollywood – Karierre finden im Film sachten Widerhall. Chaplin teilt mit uns seine Gedanken, seine Lebenserfahrungen und seine Altersweisheit. 
Es ist eben ganz und gar ein Chaplin Film, fast seine ganze Familie spielt mit. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie, die Musik und produzierte den Film. 
Während der Promotiontour zur Uraufführung des Films in London, wo der Film am 16. Oktober 1952 seine Weltpremiere erleben sollte, bekam Charlie Chaplin Einreiseverbot nach Amerika. 
Heidelinde Penndorf 

Und genießen Sie jetzt die wunderbare einfühlsame Filmmusik 


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