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Montag, 28. Dezember 2015

Zwischen den Jahren - Zeit für gute Filme: Millionen Dollar Baby - Clint Eastwood ♥

Skeptisch folgte ich dem Filmtipp eines Freundes. »Millionen Dollar Baby« - ein Boxerfilm! So gar nicht mein Geschmack. Ich habe es nicht bereut.
Als Zuschauer wird man nach kurzer Zeit in das Filmgeschehen hineingezogen, ist mittendrin. Es ist eine unglaublich berührende Geschichte, sehr zart und einfühlsam erzählt.
Die Boxfreunde unter den Zuschauern, kommen auch auf ihre Kosten. Alle gezeigten Kämpfe haben ein hohes Spannungsniveau. Boxen ist Magie für einen Träumer, der alles riskiert und im Kampf  über alle Grenzen hinaus geht. Und Boxen ist etwas unnatürliches, weil man dem Schmerz entgegengeht, diese Sätze habe ich aus dem Film für mich mitgenommen.

Es ist die Geschichte des Boxtrainers Frankie Dunn (Clint Eastwood) der den großen Durchbruch nie schaffte und der jungen Kellnerin Maggie Fitzgeralde (Hilary Swank), die davon träumt Profiboxerin zu werden. Eigentlich trainiert Frankie Dunn keine Frauen, doch der natürliche Charme Maggies und die Überzeugungskraft des Hausmeisters und ehemaligen Boxers Eddie ›Scrap‹ Dupris (Morgan Freemann) bewirken, dass er das erste Mal eine Frau trainiert.

Maggie entwickelt sich gut und ist nach hartem Training bereit für die ersten Kämpfe. Sie boxt in Paris, Brüssel und Amsterdam und ist der Liebling des Publikums. Ihr Trainer und sie kommen sich näher und erkennen ineinander jeweils den geliebten Menschen, der ihnen bisher fehlte. Sie haben eine wundervolle ›Vater- Tochter‹ Beziehung , voller Liebe, Achtung und Vertrauen.

Die letzten zwanzig Minuten des Films sind ein Break zur bisherigen stark positiven Handlung. Der Zuschauer wird von einen emotionalem Hoch mit dem Geschehen in den tiefsten Abgrund geschleudert.

Das Schicksal schlägt erbarmungslos zu. Es waren die traurigsten, bewegendsten und emotional ergreifendsten zwanzig Filmminuten, die ich bisher erlebte. Ich habe geheult wie ein Schloßhund.

Die unglaubliche Intensität dieser Filmminuten haben sich mir tief ins Gedächtnis und in die Seele eingeprägt, auch während des Schreibens dieser Rezension, kommen mir immer noch die Tränen.

Diese zwanzig Filmminuten sind ein Drama um Leben und Tod, berührt sehr sensibel die Bitte Todkranker nach Freitod und aktiver Sterbehilfe. Der Zuschauer wird hineingezogen in einen wahninnigen Gefühslstrudel, voll unsäglichen Leids und Hoffnungslosigkeit. Die Auswegslosigkeit und tiefe Verzweiflung ist mitten im Wohnzimmer greifbar.

Ein Film der nachdenklich macht, der lange nachwirkt.

»Million Dollar Baby« ist der 58. Film des Schauspielers Clint Eastwoods und seine 25. Regiearbeit.

Der Film wurde 2004 gedreht und kam 2005 in die deutschen Kinos. Er erhielt viele Auszeichnungen unter anderem vier Oscars, davon drei in den wichtigsten Kategorien Bester FilmBeste Regie und Beste Hauptdarstellerin.

Der Film ist eigentlich ein MUSS, er ist ganz großes Kino!

Heidelinde Penndorf

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