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Mittwoch, 25. Mai 2016

Neu + Neu + Neu+: »Liebe, Macht und rote Rosen« - Brigitte Teufl-Heimhilcher

Ein humoriges Vorwort führt die Leser in ein fiktives Land namens Euroreich. Die Charakteristik des Landes und der Menschen gleicht vielen Ländern in Europa. Die imaginäre Geschichte des Buchs ist vergleichbar mit vielen Dingen die in unserer realen Welt geschehen.
Das Buch ist ein charmanter Mix zwischenmenschlicher Beziehungsgeflechte, die sich um das politische Geschehen des Euroreichs ranken.
Die geschiedene alleinerziehende Sybille Hold-Meixner, bisher Kabinettschefin des Sozialministers, wird nach dessen plötzlichen Unfalltod vom Kanzler höchstselbst zur Sozialministerin gekürt, und wird dadurch quasi auch zur Parteimitgliedschaft genötigt.
Die Leser erleben einen Blick hinter die Kulissen der Politik, der nahe an der Wirklichkeit liegt. Durch den lebendigen, kreativen und abwechslungsreichen Schreibstil der Autorin, erfahren sie die Machtkämpfe innerhalb des Parteiengefüges einer Regierung hautnah. Intrigen und Postenschacher sind an der Tagesordnung. Ränkespiele der Koalitionspartner der Regierungspartei verhindern oftmals, dass bestimmte politische Wahlversprechen auf den Kabinettstisch verhandelt und zu Gunsten der Wähler eingelöst werden. Nach der Wahl ist auch immer vor der Wahl, in diesem Sinne verläuft der Regierungsalltag mit all seinen Fallstricken, die von den eignen Parteikollegen so wie auch von den Koalitions- und Oppositionskollegen ausgelegt werden.
Die frischgebackene Sozialministerin ist jemand, die auch unbequeme Themen angeht und muss erleben, dass dies in der eigenen Partei nicht erwünscht ist, schon gar nicht kurz vor den Wahlen. Interessant und durchaus real ist, dass sie per Unterschrift gezwungen werden soll, bei unbequemer heikler Thematik vor der Wahl, die Füße still zu halten, eben Parteilinie zu fahren. Weil sie die offiziell unterläuft und unbequem reagiert, sägen eigne Parteifreunde, einschließlich des Kanzlers, fleißig an ihrem Stuhl. Doch es kommt alles anders, als die Leser denken.
Wie Kollege Zufall in dieser fiktiven Geschichte auf das Leben der Politikerin einwirkt, sich ihr Familien- und Liebesleben unter all den Aspekten gestaltet, erfahren Sie, liebe Leser, wenn Sie das Buch selbst lesen.
Brigitte Teufl-Heimhilcher liefert ihren Lesern Gesellschaftskritik einmal ganz anders, fiktional und doch sehr real. So real, wie Politik nun mal ist. Ich weiß, wovon ich rede, hab ich doch selbst hinter die Kulissen schauen dürfen und es fast genauso vorgefunden.
Meine Achtung gehört der Autorin, die auf diese Weise den Politikern einen ziemlich deutlichen Spiegel vorhält.
Chapeau  Brigitte Teufl-Heimhilcher!
Meine Empfehlung: Lesen Sie das Buch!
Es bietet pure charmante, spannende, humorvolle und auch ernsthafte Unterhaltung mit sehr ausgereiften Charakteren.