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Montag, 8. Februar 2016

Begleiten wir Anthony Noll auf seiner abenteuerlichen Reise

Der Einstieg in die Handlung des zweiten Buchs ist etwas zähflüssig, ob einiger Wiederholungen aus der ersten Geschichte, die sicher aber nötig sind, um Leser, welche die Abenteuer Anthonys, des Jungens der Erde – alias Ant Nr. 11 – aus Robotanien, zum ersten Mal erleben. Das nehmen die Leser jedoch sicher gern in Kauf, denn danach wird es richtig spannend und erlebnisreich.



Wieder ist es des Autors Diktion, die mich fasziniert und verführt, das Buch in einem Zug von Anfang bis Ende durchzulesen, ringsherum alles vergessend. Francis Linz bild - und facettenreicher Schreibstil, verbunden mit vielen Metaphern, knipst bei mir das Kopfkino an.


Die Bücher der »Anthony Noll« Serie sind brilliant, denn dem Autor fließen die Worte direkt aus der Seele. Francis Linz sagt, er übernimmt nur den Feinschliff und ansonsten ist es so, dass Anthony ihn aussuchte, um seine Geschichte in der Welt zu verbreiten.

Es sind Mittelferien auf Robotanien. Die Roboterkinder des zweiten Semesters aller Schulen brechen zu einem spektakulären Abenteuer auf. Sie fliegen mit dem Flugboot zu einem anderen Teil ihrer Welt, um dort jeweils in kleinen Gruppen, die miteinander konkurrieren, nach dem Schatz aller Schätze zu suchen. Den Schatz, den ihr Lehrer, Doktor Wustlonom, um jeden Preis besitzen möchte.

Während der Suche begegnen uns bei den Roboterkindern, trotz ihrer strengen Gesetze des Miteinanders, die gleichen emotionalen Eigenschaften wie auf der Erde: ›Freundschaft, füreinander einstehen, Vertrauen, Traurigkeit, Angst, Missgunst, Neid, und Hinterlist‹.

Die Leser erleben im Zusammenleben der Roboter und Menschen auf Robotanien sogar auch die unterschiedliche ethnische Wertigkeit bestimmter Gruppen, festgesetzt durch das Urteil ihres Lehrers.

Einzelne Roboterkinder, die sich hervortun wollen, um ihrem Lehrer zu schmeicheln und um wertvoller und größer zu erscheinen, als sie eigentlich sind, machen dieses Werturteil zu ihrem eigenen und handeln auch dementsprechend gegenüber einer Andersartigkeit, sei es nun Mitschülern oder Menschen gegenüber. Da passt der unterschwellige ernste, zeitweilige dramatische Unterton, um die Aufmerksamkeit der Leser auf die Analogie unseres Zusammenlebens zu lenken.

Doch eben nicht jene negativ auffallenden Roboterkinder finden den Schatz, der ein ganz besonderer ist, sondern das schwächste Mitglied im Team: ›Ant Nr. 11‹. Denn er ist es, der sich ganz allein auf den Weg macht, um ihn zu suchen. Der Roboterjunge erlebt so einige horrende und zum Teil lebensbedrohliche Situationen, bis er endlich den Schatz aller Schätze zu Gesicht bekommt und mit ihm den langen Marsch zurück zum Team antreten kann.

Irgendwie bekommt nun auch die Weissagung aus dem ersten Buch und die Geschichte der Reliquien von Lanypana, um die vier heiligen Waffen von Dalafong, mehr Gewicht. Der Zusammenhang zu Robotanien lässt sich zumindest erahnen. Ich bin gespannt, wann der Autor das Geheimnis offen legt.

Das Buch ist gleichermaßen ein trefflicher Lesegenuss für Freunde des Science Fiction Genres, Jugendliche und Erwachsene, die geistig jung geblieben sind und ihre Kinderseele bewahrt haben. Die Geschichte um Anthonie Noll ist auch zum Vorlesen für jüngere Altersstufen sehr geeignet, kann man doch auftauchende Fragen, schon wie im ersten Buch, sehr anschaulich erklären.

Sind sie neugierig geworden? Möchten Sie mehr über Anthony und seine Freunde erfahren? Möchten Sie wissen, was für ein Schatz Anthony birgt, welch seltene und auch heimtückische Flora und Fauna im anderen Teil Robotaniens auf die kleinen Roboter wartet? Dann kaufen Sie das Buch!

Meine Achtung gehört dem Autor, er liefert seinen Lesern eine exzellente und bemerkenswert gute Fortsetzung der Geschichte um Anthony Noll – alias Ant Nr. 11.

Chapeau Francis Linz!

Meine Empfehlung: Das Buch – lesen Sie es!

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