Links zu meinen Seiten, einschließlich Homepage

Mittwoch, 14. Januar 2015

Papa, ich hätte dich geliebt: Tagebuch eines Kuckuckskindes - Liane R. Anderson - meine Empfehlung


Verwurzelt so richtig in ihrer Familie war sie als Kind schon nicht. Da war etwas Diffuses, nicht zu Fassendes, welches ihr immer das Gefühl gab, anders zu sein und irgendwie nicht richtig dazu zu gehören.

Hinzu kam der psychische Missbrauch ihres jähzornigen alkoholabhängigen »Vaters«. Unmöglichkeit einer unbeschwerten behüteten wundervollen Kindheit! Die Autorin führte ein Leben in Angst und Schrecken und dies noch verstärkt durch den psychischen Druck der Diskriminierung im Schulklassenverband. Sehr früh wurde sie erwachsen, war dazu gezwungen, als ihre Mutter zusammen mit ihrem Bruder und ihr aus der Hölle des Lebens mit dem alkoholkranken »Vater« flüchteten. 

Doch eine Lebenslüge ihrer Mutter traf die 44 jährige mit extremer Wucht eines wütenden Orkans, eines Blitzeinschlags und eines Tsunamis gleichermaßen. 

Ihr »Vater« ist nicht ihr VATER. Sie ist ein »Kuckuckskind« 

Nach 44 Jahren lernt die Autorin ihren biologischen Vater und somit endlich ihre Wurzeln kennen. Das Diffuse in ihrem Leben ist endlich greifbar. Ein monatelanges Wechselbad der Gefühle beginnt, denn ihr biologischer Vater ist ein Mensch mit soziopathischen Zügen, sehr cholerisch. Seine extremen Stimmungsschwankungen bringen ihn charakterlich in die Nähe ihres Scheinvaters. Hoffnungen und Träume der Autorin zerschlagen sich. Psychisch völlig am Ende beginnt ihr Körper zu rebellieren. Die Autorin hat den Kontakt zu ihrem biologischen Vater abgebrochen. Wichtig ist, sie kennt jetzt ihre Wurzeln und es geht ihr gut damit.

Eine sehr außergewöhnliche gute, sehr emotionale und authentische Autobiografie, dieses Tagebuch der Autorin. Und trotz allem Ungemachs, welches ihr mit ihrem biologischen Vater geschehen ist, sagt: Liane R. Anderson »Papa, ich hätte dich geliebt«

Ein Buch welches ich sehr gern allen Lesern und Leserinnen empfehle!