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Sonntag, 15. Dezember 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐Wichtellogik und besondere Geschenke - Valerie le Fiery & Frank Böhm



Wie es seit einigen Jahren Tradition ist, endet das Jahr mit einem besonderen Weihnachtsbuch – einem kleinen Juwel mit zwei bezaubernden Geschichten von Valerie le Fiery und Frank Böhm.

In der ersten Geschichte erfahren wir, dass selbst im Weihnachtswunderland Probleme herrschen können, die denen in unserer Welt gleichen. Manche wollen einfach nicht zusammenarbeiten, beharren starrköpfig auf ihrem Standpunkt, überzeugt davon, im Recht zu sein. Ob das neue Leitrentier und der Dienstälteste Wichtel noch rechtzeitig eine Lösung finden, damit Weihnachten überhaupt stattfinden kann, bleibt ungewiss.

Die zweite Geschichte erinnert uns, wie das Autorenduo es oft in ihren Weihnachtserzählungen tut, an die Menschen in unserem Land, die am unteren Ende der sozialen Leiter stehen und trotz aller Widrigkeiten ihr Leben meistern, fast unsichtbar und unbemerkt. Im Zentrum dieser Erzählung steht das Schicksal einer alleinerziehenden Mutter und ihres Sohnes. In Liebe und gegenseitiger Fürsorge verbunden, finden sie inmitten ihrer finanziellen Sorgen dennoch Glück und Freude, weil sie sich haben. Doch dann geschieht ein kleines, wunderbares Weihnachtswunder. Diese Geschichte ist berührend, äußerst sensibel und hinterlässt eine Gänsehaut.

Sehr gern empfehle ich das kleine Weihnachtsbuch von Valerie le Fiery und Frank Böhm weiter. Es sind zwei charmante, lustige und berührende Geschichte zum Vorlesen, selber lesen und weiterverschenken.

Heidelinde Penndorf

(Dezember 2024)







Freitag, 13. Dezember 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Berliner Werwolf: Krimi - Stefan Schweizer



Stefan Schweizer, ein Garant für zeitnahe und spannende Politikthriller. Dieser hier ist wieder ein echter Pageturner und scheint der Wahrheit sehr nahe zu kommen.

Worum geht es in diesem Thriller?

rechtsfreie Räume innerhalb unseres juristischen Rechtssystems
politische und behördliche Intrigen
politische Indoktrination und Infiltration
ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel
Gewalt und Drogen
Verstrickungen des Rechtssystems mit dem Rotlichtmilieu
zerrüttete Familienverhältnisse
Erfolgsdruck
ein Bauernopfer

Und warum diese immensen Verstrickungen, der extreme Aufwand? Um einen Zusammenhang zwischen Nazigruppierungen und der blauen Partei herzustellen, diese zu schädigen und bei einer Wahl chancenlos zu machen. Dabei scheint jedes Mittel recht zu sein. Rasant, brisant, atemberaubend, interessant – ein spannender, aufregender Ritt, der vielleicht genauso oder ähnlich passieren könnte.

Sehr gern empfehle ich diesen Pageturner weiter, er hat mir eine kurzweilige, aufschlussreiche und fesselnde Lesezeit geschenkt.

Heidelinde Penndorf
(Dezember 2024)


















(Dezember 2024)

Donnerstag, 28. November 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐Traumwand - Dietmar Cuntz



Die Krimis des pensionierten Richters Dietmar Cuntz sind schon besonders, er steht fachlich im Stoff und ich denke, er verbindet seine fachliche Kompetenz und Erfahrungen mit fiktiven Kriminalfällen. Es menschelt in seinen Geschichten, zumal wenn der handelnde Kommissar, so wie in diesem Fall, mit der ehemaligen Versicherungsagentin Ruth und ihrer Freundin konfrontiert wird. Beide Damen scheinen ihm immer einen Tick voraus zu sein, in ihren privaten Ermittlungen. Das nervt und kratzt auch an seiner Ehre.

Worum geht es in dieser Kriminalgeschichte?

Es geht um die Ermittlungsarbeit an sich
darum vielleicht etwas außer Acht gelassen zu haben
auch um ein gestohlenes Fahrzeug
Einen Unfall mit Todesfolge
Fahrerflucht
Narzissmus,
Drogen, Alkohol,
Selbstüberschätzung
Toxische Beziehungen
Drohungen
Sexualdelikte
psychische Unsicherheiten
und um sehr viele Emotionen

Sie dürfen gespannt sein. Ich empfehle dieses Buch der Leserschaft sehr gern weiter, es hat mich sehr gut unterhalten.

Heidelinde Penndorf
(November 2024)






Dienstag, 26. November 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Liebe, Angst und andere Baustellen des Lebens - Verena Dahms



Wenn Träume zerfließen, das Leben im Chaos versinkt, der Partner sich zum Macho entwickelt oder man sich entfremdet ... Neuanfänge dreier Frauen, deren Lebensweg nicht unterschiedlicher sein kann.

Was bleibt dann? Selbstfindung, Selbstverwirklichung, berufliche Neuorientierung, Träume verwirklichen und eine Community als Unterschlupf, Kraftquelle und ein soziales Gefüge zum Zusammenwachsen.

Zeit zum Nachdenken und zwischenmenschliches Neuorientierung.

Männer und Frauen und Frau und Frau, bei denen es funkt, doch dazwischen liegen Strecken von Unsicherheit, die Angst überwinden, berufliche Durststrecken, innere Zweifel, Aufarbeitung und ein Kind, was geboren wird.

Wunderschön geschrieben, tolle Charaktere und sehr lebensnah.

Ein Frauenbuch, welches mir eine schöne Lesenszeit schenkte und ich der Leserschaft gern weiter empfehle

Heidelinde Penndorf

(November 2024)







Dienstag, 19. November 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Sehnsucht nach Freiheit - Tom - Teil III der Familiensaga - Ava J. Thompson



Der dritte Teil der Tetralogie entwickelt eine noch größere emotionale Wucht als die ersten beiden Bände. Ausdrucksstark malt die Autorin Bilder im Kopf der Leserschaft – intensiv, gefühlvoll, dramatisch, melancholisch und spannend.

Eine packende emotionale Kraft, die mich während des Lesens nicht losgelassen hat. Ich habe geweint, gelacht, gehofft und getrauert, die gesamte Gefühlsskala durchlebt, hinauf und hinab.

Die Geschichte entfaltet sich um liebgewonnene, außergewöhnlich charismatische Charaktere und Handlungsstränge, die von überwältigender Liebe, Abschied, Tod, Trauer, Familienzusammenhalt, mafiösen Strukturen, Mord, Missbrauch und überraschenden Wendungen getragen werden – bis hin zu Neuanfängen, die alles verändern.

Am Ende wünscht man sich, dass zwei Menschen sich endlich finden, zueinanderstehen und sich für immer verbinden. Und dann der Cliffhänger zum letztem Teil der Familiensaga: Es klingelt an der Tür … also abwarten, bis zum vierten und letzten Teil der Saga ... ich kann es kaum erwarten.

Gern empfehle ich dieses Buch der Leserschaft weiter, es hat mir eine sehr spannende, emotionale und interessante Lesezeit geschenkt.

Chapeau Ava J. Thompson!

Heidelinde Penndorf

(November 2024)








Mittwoch, 30. Oktober 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Natural Red 4: Ich vergesse nie - Valeska Réon & Nicolai Tegeler



Dieser Krimi entfaltet sich als intensiver Pageturner, der den Leser mit einer Mischung aus historischem Schmerz und tiefgründiger Gegenwartsanalyse fesselt. Nicolai Tegeler und Valeska Réon beleuchten mit einer berührenden Genauigkeit die Schattenseiten vergangener Traumata und deren Auswirkungen auf das Hier und Jetzt. Der kunsthistorische Bezug und die psychologische Tiefe bieten dabei viel Raum für Reflexion und regen dazu an, über Verletzlichkeit, Kindheit und zwischenmenschliches Verhalten nachzudenken.

In Rückblenden erleben die Leserinnen und Leser die Zeit der Judenverfolgung in Holland – Verrat, Enteignung, Deportation, Konzentrationslager und Kinderschicksale. Das Autorenduo stellt auf diese Weise die Verbindung zu diversen Protagonisten und Antagonisten her. Verknüpft deren unterschiedliche soziale Herkunft, Glaubensrichtungen, das individuelle soziales Gefüge, Charaktere und ihre zwischenmenschlichen Verbindungen mit der Gegenwart der 70er Jahre.

Schlussendlich sind es drei Themen, die eng und unmittelbar mit den sozial abweichenden Verhaltensweisen der potenziellen Täter in Verbindung stehen. Kindesmissbrauch, Intersexualität und das Anderssein an sich.

Wenn Kinderseelen immer wieder verletzt werden, das Urvertrauen in seinen Grundfesten erschüttert wird, und keiner die Kinder aus dieser Situation herausholt, gerät das innere Gleichgewicht dauerhaft aus den Fugen. Erfahren diese Kinder keine psychologische Hilfe, entwickeln sie, oft unentdeckt, einen tiefen Groll in ihrer Seele. Ihre Vergangenheit lässt sie nicht los, jahrelang nicht, fast nie – Traumafalle. Die seelischen Wunden eitern und verheilen nicht. Ein Pulverfass, ein brodelnder Vulkan, welches/welcher zu jeder Zeit, auch nach vielen Jahren noch, explodieren kann.

Echt schockierend, wie der schwelende Hass entfesselt, an die Oberfläche gelangt und die Gedanken der Täter fanatisch umschlungen hält. Erschreckend, wie gut durchdacht die Morde geplant, organisiert und durchgeführt werden – das Pulverfass, der Vulkan explodiert.

Mias Notizen berühren, haben mich nachdenklich zurückgelassen und geben Raum, darüber nachzudenken, wie wir zwischenmenschlich miteinander umgehen, wie verletzlich Kinderseelen sind und wie es sich auswirken kann, wenn sie gebrochen werden.

Aufgelockert wird das Ganze mit einer rasanten, turbulenten und sensiblen Liebesgeschichte, deren Protagonistin auch ihre ganz eigene Vergangenheit hat.

Ergänzend ist noch zu sagen, dass die Leserschaft im Zusammenhang mit den Morden viel Wissenswertes über die Malerei erfährt, auch wie Bildfälschungen sichtbar gemacht werden können und wie manche alten Meister, unter dem für das Auge sichtbaren Gemälde – andere, zum Teil wichtige Informationen, durch diverse Zeichentechniken, verborgen haben.

Gut beschrieben für die 70er Jahre auch das Asperger-Syndrom, welches ja schon seit Mitte 1920 bekannt ist, doch erst 1992 in das ICD der WHO aufgenommen wurde.

Alles in allem ein vielschichtiger, interessanter, gut geschriebener und spannender Krimi, der die dunkelste und grausame Geschichte des Zweiten Weltkriegs widerspiegelt und erkennen lässt, welche tiefen, seelische Wunden er gerade in Kinderseelen hinterlassen hat – es sind Wunden, die niemals heilen.

Chapeau Nicolai Tegeler & Valeska Réon

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2024)








Donnerstag, 24. Oktober 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Geheimnis am Sturmfels - Sheyna Jordan



Einen grandiosen Start hat die Autorin mit ihrem ersten Buch ihrer Zeitreise-Serie hingelegt – spannend, abenteuerlich, genial, großartig, mitreißend, sehr lebendig und erotisch. Ich bin begeistert.

Eine Polizistin auf Verbrecherjagd, ein geheimnisvolles Tunnelsystem und eine damit verbundene Zeitreise in das Land der Germanen. – perfekt inszeniert.

Die Leserschaft erlebt am Rande die Zeit der römischen Feldzüge in Germanien. Wir begegnen Arminius, der in der Varusschlacht eine entscheidende Rolle spielt. Die geschichtliche Epoche der Varusschlacht und der Untergang des Römischen Reiches liegen nicht mehr weit entfernt. Und dann ist da diese einzigartige Anziehung zwischen einem Römer und der Protagonistin aus der Zukunft. Zarte und wunderschöne Gefühle und lustvolle erotische Szenen wechseln sich ab mit Fluchtversuchen der Protagonistin und kämpferischen Auseinandersetzungen. Viele halten die Protagonistin für eine Heilerin und Zauberin. Nur der Druide eines germanischen Stammes scheint die Wahrheit zu kennen.

Ich empfehle diesen ersten Teil der Serie sehr gern weiter. Er hat mir eine interessante und aufregende Lesezeit geschenkt und mich neugierig zurückgelassen, wie es weitergehen wird.

Chapeau Sheyna Jordan

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2024)








Mittwoch, 16. Oktober 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Die Witwen von Weimar: Historischer Roman - Bernd Köstering



Dem Autor ist es exzellent gelungen, Historie mit einem fiktiven Kriminalfall der damaligen Zeit zu verbinden, der sich genauso zugetragen haben könnte. Denn schon das Mittelalter war voller Gewalttaten und Meuchelmord nicht selten. Dass aber die Spurensuche dieses Kriminalfalls noch ganz andere illegale Machenschaften aufdeckt, erhöht die Spannung des Romans und spiegelt ein fast getreues Bild der damaligen Gesellschaftsschichten wider.

Die Leserschaft erhält vielfältige Eindrücke der Tischlerei-Zunft und erfährt die Bestimmung, wie damals mit unehelich gezeugten Kindern des Adels verfahren wurde, die nicht anerkannt waren. Genial fand ich, dass ich während des Lesens Herrn Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe begegnete, erfuhr, dass der Dichter Friedrich Schiller Militärarzt war, und auch noch viel Wissenswertes über andere illustre Persönlichkeiten zu lesen war.

Ebenso interessant war für mich, dass es zu dieser Zeit wohl schon gelungen war, das erste Mittel gegen die Pocken erfolgreich anzuwenden. Gefallen hat mir auch, dass diverse Worte der damaligen Schreibweise entsprachen und auch der sächsische Dialekt im Buch zu finden ist.

Sehr gern empfehle ich dieses Buch weiter, es hat mir eine unterhaltsame, interessante und wissensvermittelnde Lesezeit geschenkt.

Heidelinde Penndorf

(Oktober 2024)







Dienstag, 24. September 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Klang der Hoffnung: Die Landthaler Saga-I Teil - Mia Milberg



Das Buch erzählt eine Familiensaga, die auf historischen Tatsachen beruht. Ein Dokument und ein edler Ring belegen, dass die Mutter der Hauptprotagonistin eine direkte Nachfahrin von Johann Sebastian Bach ist. Die Geschichte entfaltet sich vor dem Hintergrund der 1930er Jahre in Bayern und der Landeshauptstadt München, was spannende Themen für eine lebendige Erzählung bietet.

Zwei Großfamilien stehen im Mittelpunkt, die durch die Heirat der beiden Hauptcharaktere zu einer Familie werden. Diese Familien unterstützen sich gegenseitig in Zeiten der Angst und Not, die sich während dieser Epoche ausbreiten.

Die Leserinnen und Leser begleiten den Aufstieg Adolf Hitlers, die Gründung der Hitlerjugend, die ersten Übergriffe der SA auf Juden, sowie die Bedrohung, die auf Bayern und seine Bewohner zukommt, wenn sie weiterhin Umgang mit Juden pflegen. Die Autorin beschreibt eindrücklich den 30. Januar 1933, als Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannte, und die daraus resultierende innere Angst derjenigen, die diesem Regime kritisch gegenüberstanden.

Am Rande der Handlung spiegeln sich die Bücherverbrennung in München, die Gründung des Konzentrationslagers Dachau und die ersten Olympischen Spiele unter Hitlers Regime in Berlin wider. Der historisch gesetzte Welten-Punkt kommt am 1. September 1939 mit der Kriegserklärung an Polen, wodurch sich das Leben für viele Menschen, nicht nur in Bayern, grundlegend verändert – auch für die kleine Familie der beiden Hauptprotagonisten.

Die Geschichte ist ein wenig langatmig und doch sehr lesenswert. Ich empfehle das Buch sehr gern der Leserschaft weiter.

Heidelinde Penndorf

(September 2024)








Montag, 9. September 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐Feuertod: Mord im Schlossgarten. Ein Bayernkrimi - Martina Schmid



Nach langer Zeit nun doch ein neuer Fall für den Hauptkommissar Hinterdobler. Ein Netz aus Lügen und Intrigen erschwert die jedoch Ermittlungen enorm. Dabei werden Tatsachen aufgedeckt, die zwar interessant sind, aber immer wieder vom Fall wegführen. Durch Zufall kommen sein Team und er auf die richtige Spur. Im Hintergrund des charmanten Bayernkrimis findet die Leserschaft auch dieses Mal einen ernsten, psychologisch dichten Hintergrund.

Martina Schmid lässt die Leserinnen und Leser in die Seele eines Erwachsenen blicken, der als Kind ein perfides Trauma erlebte, welches für immer sein Leben veränderte und immer in ihm präsent war. Wahrscheinlich hat er nie eine Therapie erfahren und die dunkle Wolke in seiner Seele wuchs immer mehr an, bis zur Explosion. Jahrelang hat er darauf hingearbeitet, Rache zu nehmen und es ist ihm wie ein Gleichnis zu seinem erlebten Trauma auch gelungen. Starkes Thema, was die Autorin da anreißt.

Gerne empfehle ich der Leserschaft auch diesen bayrischen Heimatkrimi weiter.

Heidelinde Penndorf

(September 2024)







Freitag, 16. August 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Der Kelch der Eloi - Jean P. & Esther Novalis



Was für ein Buch! Die Geschichte ist einfach genial, großartig, mitreißend, sehr lebendig in der Ereignisfolge und außergewöhnliche, sehr expressive Charaktere führen durch die Handlung. Der Buchinhalt hat eine unglaubliche Sogwirkung, denn er vereint Mystik, Science-Fiction, Vergangenheit und Gegenwart und Historie.

Die Leserschaft trifft auf physikalische Grundsätze und deren Theorien über das Universum, welche die phänomenalen Wissenschaftler Einstein, Heisenberg und Hawkings niedergeschrieben und zum Teil bewiesen haben.

Und wir erfahren, so einiges über die Thesen der bekannten Psychologen William James, Erich Fromm und Carl Gustav Jung, die sich mit archetypischen Sichtweisen und dem Aggressionspotential der Menschen befasst haben. Die Handlung ist vollgepackt mit interessantem und fundiertem Wissen. Doch es ist in dem Sinne kein wissenschaftliches Buch, sondern die Thesen der Genannten fließen in diese gigantische Geschichte ein.

Teilweise und situationsbezogen bezieht sich das Geschehen im Buch auf die Handlung des letzten Teils der Trilogie Mr. und Mrs. Philips – GENOM. Das ist ein beachtlicher Haltepunkt in der Handlung. Denn es betrifft das sogenannte Gottes-Gen. Forscher bezeichnen das Gen als biologische Basis für den persönlichen Antrieb und auch für die Ausprägung unseres Aggressionspotentials. Letzteres wiederum ist verantwortlich für die Stärke unserer Machtgelüste und unseren freien Willen. Ein kleiner Eingriff im Gehirn und es ist weg. Wir werden dann zu sanften Ja-Sagern, egal, was man von uns verlangt. Ob es im Buch so passiert, verrate ich natürlich nicht.

Überrascht hat mich, dass ich im Buch den Elois und Morlocks aus dem Roman und Film "Die Zeitmaschine" von H. G. Wels begegnete, doch deren erzählte Geschichte im Buch fügt sich wunderbar in die Handlung ein und gibt der Grundgeschichte eine besondere brillante Note.

Es geht auch um den sagenumwobenen Kelch – den heiligen Gral – um den sich viele unterschiedliche Mythen und Sagen ranken – der hat in dieser Handlung und wahrscheinlich überhaupt einen Schlüsseleffekt inne.

Amüsiert hat mich die Wortspielerei der Namen um die Herrscher der neuen Weltmacht. Möge diese Weltmacht für immer Fiktion bleiben.

Doch auch die Themen Wind- und Solarenergie spielen im Buch eine gewichtige Rolle, ebenso wie diverse bedeutungsvolle Schauplätze der Handlung.

Ich habe im Buch auch einige sehr abenteuerliche, spezielle Zeitreisen miterlebt, wiederholt die Vorzüge der Telepathie schätzen gelernt und sehr aufmerksam gelesen, wie wichtig die zwischenmenschliche Liebe in den unterschiedlichsten Situationen ist. Ohne Liebe geht gar nichts vorwärts.

Die Zeit, Zeitrisse, Zeitschleifen, Zeitreisen - Raum existiert nur durch die Zeit und die Zeit durch den Raum – so habe ich das bisher noch nie betrachtet - einfach genial!

Durch diese wunderbare spannende Geschichte wird den Leserinnen und Lesern auch aufgezeigt, dass scheinbar zufällige Ereignisse, die uns im Leben geschehen, immer in einem kausalen Zusammenhang stehen, denn aus einem unbekannten Grund ist alles miteinander verbunden.

Das Autorenduo hat mit diesem Buch eine Punktlandung hingelegt. Das Buch ist eine Wucht in der Handlung und auch in den faktischen Prinzipien.

Chapeau Jean P. & Esther Novalis!

Heidelinde Penndorf

(August 2024)





Mittwoch, 14. August 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Leon und der Fluch des Tempelwächters - ein Ägypten-Abenteuer - Gabriela Alexandra Scharff & Kristina Bosshammer


Es ist ein wunderschönes Kinderbuch, welches die beiden Autorinnen geschrieben haben. Der kleine Leon erlebt in Ägypten der Jetzt-Zeit ein ganz besonderes Ferienabenteuer. Er begegnet Horus persönlich, einem Hauptgott der frühen Mythologie des Alten Ägyptens, der sich ihm als Falke zeigt. Mit ihm begibt er sich auf eine kleine Zeitreise des Alten Ägyptens. Lernt dort einen melancholischen Jungen und sein Geheimnis kennen, und kann seine Seele heilen. Ob er das alles nur geträumt hat?

Ein wundervolles Abenteuer für kleine Leserinnen und Leser ab 12 Jahre.

Gerne empfehle ich dieses Buch der kleinen Leserschaft weiter – ein wunderschönes Geschenk zum Geburtstag oder auch für zwischendurch.

Heidelinde Penndorf

(August 2024)









Sonntag, 4. August 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Hanna: Schatten der Liebe - Wilma Borghoff



Die Geschichten um die Zwillingsschwestern Nora und Helene sind interessant, sehr lebendig und aufregen. Dieses Mal geht es um Hanna, Helenes Tochter. In dieser Story treffen Welten aufeinander: Hochsensibel trifft Narzissten – charismatisch, charmant, erfolgreich, liebevoll und sexerfahren – ein Mann zum Wohlfühlen, ein Mann fürs Leben?

Weit gefehlt.

Die Geschichte beginnt kompliziert, ist in der Mitte traumhaft, doch von Hannas Seite schon mit Zweifeln überzogen. Die wundervolle Zweisamkeit bekommt erste Risse, weil eine Familienzusammenkunft zum Fiasko gerät und es endet letztlich mit einer emotionalen Explosion. Warnende mystische menschengroße Schatten verstärken Hannas Zweifel und doch ignoriert sie diese, weil sie das erste Mal in ihrem Leben der großen Liebe begegnet.

Die junge Frau zieht sich immer mehr von ihrer Familie und Freunden zurück, denn sie kennt das Geheimnis des Mannes, welches auch ihre Familie betrifft. Reden kann sie mit keinem darüber, da Hanna dieses Geheimnis nicht richtig einzuordnen vermag. Zu allem Übel verstärkt sich deshalb ihr Gedankenkarussell enorm und hält sie gefangen.

Gekonnt stellt die Autorin einen Bezug zum zweiten Teil der Familienserie her. Hanna beginnt aus ihrem Traum aufzuwachen, als Timos Baby entführt wird und die Großfamilie sich aufmacht, Entführer und Kind zu suchen.

Der Schleier der Verliebtheit wird heftig weggerissen, als sie erkennt, dass ihre große Liebe egoistisch ist, es nicht verwinden kann, wenn sich nicht alles um ihn dreht. Sein Selbstwert ist sehr gering, seine Gefühlsreaktionen sind heftig und reichen bis zur Selbstverletzung. Und dies, um Hannas Schuldgefühle zu wecken und Mitleid zu erregen und das alles sehr gut inzensiert, um die junge Frau an sich zu binden.

Seien Sie neugierig und lesen Sie diese interessante Geschichte, dann erfahren Sie auch, ob sein Plan gelingt.

Der lebendige, einfühlsame Schreibstil, die Entwicklung der Handlungsbreite, die lebendigen Charakter und die geschickte Einbeziehung der Story um Timos Baby, schenkten mir ein durchweg interessantes und spannendes Lesevergnügen.

Gern empfehle ich dieses Buch der Leserschaft weiter.

Heidelinde Penndorf

(August 2024)








Freitag, 2. August 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐Dr. Junkie - Berlin im Rausch: Band 1: Psychopharmaka und Alkohol; Band 2: Ecstasy; Band 3: Legal Highs - Stefan Schweizer



Stefan Schweizer ist vielen Leserinnen und Lesern als Autor spannender politischer Romane der Gegenwart bekannt. In seiner neuen Buchreihe widmet er sich jedoch einem ganz anderen Thema. Er hat eine ergreifende, starke Geschichte geschrieben, die unter die Haut geht, sich in der Seele festsetzt und mich mit Nachdenklichkeit zurückgelassen hat. Es ist eine fesselnde Story, deren Thema immer aktuell ist, wenn auch nicht mit dieser Klientel, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Thema: Eine erschütternde Familiengeschichte um die Suchtproblematik eines Arztes. 

Eine Sucht/Abhängigkeit ist immer ein multifaktorielles Geschehen, was auch in dieser Story deutlich wird. 

Die Handlung beleuchtet:
  • Die überhöhte Wertigkeit der elitären Kreise.
  • Selbstüberschätzung und überbordende Kreditaufnahme für eigene Praxis und Eigentumswohnung.
  • Wachsenden Druck durch finanzielle Probleme.
  • Eine frigide Ehefrau, die sich hinter dem Bibelkreis versteckt.
  • Die Angst davor, das Gesicht zu verlieren.
  • Die Experimentierfreudigkeit seiner Tochter und deren Freund mit Drogen und die unabsehbaren Folgen.
  • Ergo, en masse Probleme und null Lösungen.
Ich war fassungslos, als ich am Ende der drei Kurzbände erkannte, dass es im ersten Teil wirklich um den Protagonisten Paul ging, der nun auf der Straße sein Dasein fristet – abhängig, süchtig, schmutzig und verkommen. In Teil II und III wird beschrieben, wie es so weit kommen konnte. Eine menschliche Tragödie, real nachempfunden durch ein fiktives Leben – ein Sturz in den Abgrund aus Abhängigkeit und Selbstaufgabe. Was geht in diesem Mann vor, der durch den Missbrauch psychotroper Substanzen so weit getrieben wurde, sich selbst so zu missbrauchen und zu zerstören – physisch und psychisch?

Ich habe Teil I bis III in einem Rutsch in der Nacht gelesen und danke dem Autor Stefan Schweizer für diese sehr nachdenkliche, spannende und lehrreiche Unterhaltung. Spannend geschrieben und gut recherchiert – sehr zu empfehlen. Der vierte Teil und hoffentlich weitere Teile der Geschichte werden im September veröffentlicht.

Heidelinde Penndorf

(August 2024)





Montag, 29. Juli 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ Mode, Mond und blonde Pferde: Ein Krimi aus Südtirol - Viola Eigenbrodt



Ein charmanter, unterhaltsamer Krimi mit viel Südtiroler Lokalkolorit, imposanten, manchmal engstirnigen, wunderlichen und auch undurchschaubaren Charakteren und einer unglaublichen Komplexität. In dieser Kriminalgeschichte gibt sehr viele Informationen über die Antagonisten, Protagonisten und Ermittler, sodass ich manchmal den Faden verlor, aber auch wieder mitten unter ihnen zurückfand. Gekonnt hat die Autorin in dieser Geschichte auch ihre Liebe zu Büchern mit der Geschichte verknüpft, eine wunderbare Nuance der Zusammenfügung, auch in ihrer Arbeit als Autorin. Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Spannung, Leichtigkeit, Humor und vie len zwischenmenschlichen Nuancen des Zusammenlebens. Sie führt über Ötzi, den Mann aus dem Eis, die Archäologie, die Pferdezucht und eine mysteriöse Vereinigung zum Motiv und zum Täter des Mordes.

Gern empfehle ich diesen letzten Teil der Merankrimi-Reihe der interessierten Leserschaft weiter und wünsche gute Unterhaltung.

Heidelinde Penndorf

(Juli 2024)








Freitag, 12. Juli 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐Luxor 192 Liebeserinnerungen an alte verwandte Seelen - Gabriela Alexandra Scharff



Das Buch beeindruckt mit einem gewaltigen Setting, das von Anfang bis Ende fesselnd, tiefgründig und berührend ist. Es zeichnet sich durch eine lebendige Darstellung und die faszinierenden Gegensätze zwischen europäischen und ägyptischen sozialen Welten aus.

Im Mittelpunkt stehen die Schicksale zweier Frauen, die spirituell und verbindend zueinanderfinden, durch ihre Liebe zu Ägypten vereint, aber letztlich an den Herausforderungen des ägyptischen Alltags scheitern und nach Deutschland zurückkehren müssen.

Die detailreichen Schilderungen von Ausflügen ins Tal der Könige, der reichhaltigen Geschichte und Kultur Ägyptens sowie die inspirierenden Besuche mystischer Tempel und die abenteuerlichen Nilfahrten haben mich begeistert. Dies repräsentiert jedoch nur die touristische Seite Ägyptens.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich, wenn europäische Frauen aus Liebe nach Ägypten ziehen. Beide Frauen erlebten einen Kulturschock und lernten ein Ägypten kennen, das durch ein unzureichendes Sozialversicherungssystem geprägt ist. Deshalb stützt sich dort alles auf familiäre Unterstützung – das Prinzip der Großfamilie und die traditionelle Verbundenheit sind essenziell. Es ist zudem schwierig, sich gegen die Erstfrau eines Ägypters zu behaupten, insbesondere wenn eine europäische Frau unverheiratet mit ihm zusammenlebt. Hier hat die Sittenpolizei ein wachsames Auge, und Nachbarn sowie Freunde meiden das Haus, solange die Frau allein ist.

Die Leserinnen und Leser erhalten einen tiefen Einblick in das zwischenmenschliche Leben auf dem Land, das sich stark von unserem europäischen Modell unterscheidet. Auch die ägyptische weiße und schwarze Magie, die von der Pharaonenzeit inspiriert ist, spielt eine große Rolle in den Lebenswegen der Frauen. Diese schwarze Magie zwingt beide physisch und psychisch in die Knie und führt sie zu einem Neuanfang in Deutschland. Trotz der tiefen Verbundenheit zu Ägypten und seinen Menschen, aber auch die spürbare Verzweiflung, Angst und Resignation sind spürbar, als sie erkannten, dass allein die Liebe nicht ausreicht, um in diesem Land glücklich zu werden.

Die beiden Frauen kamen voller Begeisterung, Liebe und finanziell gut abgesichert nach Ägypten, kehrten jedoch seelisch gebrochen und nahezu mittellos zurück.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass die Autorin selbst eine dieser Frauen war, denn die Geschichte ist voller Leidenschaft und Tiefgang geschrieben.

Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter, Lernen sie die beiden Frauen kennen, die zwischen zwei Kulturen leben und wählen müssen

Heidelinde Penndorf

(Juli 2024)













Dienstag, 9. Juli 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐Die Nebel des Schweigens: Schwedenthriller - Fiona Limar & Leif Eklund



Der Thriller überzeugt mit einem sich immer weiter verstärkenden Spannungsbogen und mehreren Hintergrundgeschichten, die emotional sehr hoch angelegt sind und verschiedene Lebensschicksale beleuchten. Lebendige Charaktere führen uns durch ein komplexes und verzwicktes Labyrinth der verschiedenen Handlungsstränge.

Der mystische Ort ist gut gewählt, um den Thrill glaubhaft von Kapitel zu Kapitel ansteigen zu lassen. Psychisch ist der Thriller des Autorenduos hoch angesiedelt. Wir erleben eine junge Frau, deren Zukunfts- und Liebesträume wie Seifenblasen zerplatzen, weil zwei unterschiedliche Kulturen mit anderen Lebensweisen aufeinandertreffen. Tritt dann noch zusätzlich ein Ereignis ein, wird es um so schwieriger, sich aus der Situation zu lösen.

Die Leserschaft erfährt auch einen Einblick in die negativen Seiten der Influencer-Szene. Unter Druck, nach immer mehr Klicks, inszenieren sie irreversible Handlungen und gehen dabei manchmal auch zwischenmenschlich rücksichtslos vor. Die Hauptsache, im Mittelpunkt stehen, ist die Devise.

Der Überraschungseffekt in der Handlung ist jedoch die Enthüllung, wer die Morde begangen hat, und wie schwierig es ist, dissoziale, fanatische Persönlichkeiten zu erkennen und zu durchschauen.

Beim Lesen des Buchs hatte ich oft das Gefühl, dass die handelnden Personen sich nicht bewusst sind, ein hohes Risiko einzugehen, alles aufs Spiel zu setzen, was ihren Familien und ihnen selbst wichtig ist – sozusagen zwischenmenschlich Vabanque spielen.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, denn es ist ein durchweg spannendes, interessantes und mitreißendes Lesevergnügen und noch dazu eines, mit einer überraschenden Auflösung. Seien sie neugierig auf diesen 10.Schwedenkrimi des Autorenduos, mit dem Ermittlungsteam um die Polizeiinspektorin Alva Claesson.

Heidelinde Penndorf

(Juli 2024)








Dienstag, 2. Juli 2024

⭐neue Leseempfehlung:⭐ANKOMMEN ...!?: Wie schaffen wir das - Aeham Ahmad (Autor), Andreas Lukas (Autor)



Aeham Ahmad hat dem Autor Andreas Lukas seine Geschichte erzählt und der hat sie niedergeschrieben – erzählt in der Ich-Form des Pianisten. Aeham Ahmad ist bekannt als der Pianist (2014/15), der in den Trümmern des Flüchtlingslagers Jarmuk in Syrien den Menschen Mut und Hoffnung gab. Sein Lebenslauf in Deutschland begann im September 2015.

Er ist also kein Schutzsuchender/Einwanderer, wie wir sie zu Tausenden in Deutschland haben. Herr Ahmad ist in gewisser Weise privilegiert, sodass man seine Geschichte nicht mit anderen Flüchtlingslebensläufen vergleichen kann. Das zeigt sich auch im gewissen Maß in seiner aufgeschriebenen Lebensgeschichte, die er hier in Deutschland erlebte und erlebt.

Ihm standen nach gewissen Anlaufschwierigkeiten und indirekter Ausnutzung diverse Türen offen, die er auch dankend öffnete. Das ist verständlich, denn seine Frau und seine Kinder warteten natürlich darauf, nachgeholt zu werden, ebenso seine Eltern. Dennoch musste er anfangs auch mehrere Unterkünfte für Flüchtlinge nutzen, die Deutschland bereitstellt. Und dazu muss ich sagen, die waren, nach seiner Beschreibung zu urteilen, eindeutig unzumutbar.

Das ist wiederum bis zu einem gewissen Grade verständlich, da unser Land auf große Flüchtlingsströme personell, unterkunftsmäßig und finanziell gar nicht eingerichtet waren und es bis heute auch nicht sind. Die Bürokratie unseres Landes stellt für Asylsuchende/Einwanderer eine große Herausforderung dar. Das zeigt sich auch bei den Wartelisten zur Weiterbildung und bei den Deutschkursen.

Doch dem Pianisten streckten sich, ob seiner Bekanntheit, immer wieder offene Herzen und Hände entgegen. Und das ist auch gut so. So konnte er sich allmählich vom Jobcenter lösen, sich selbst als Künstler versichern, seine Frau und Kinder nachholen und als es in Syrien brenzlig wurde, auch seine Eltern.

Und was mit dem Herüberholen seiner Eltern für eine immense persönliche Verpflichtung entstand, darüber hatte ich bisher keine Kenntnisse. Er musste sich verpflichten, für eine gewisse Zeit den Lebensunterhalt seiner Eltern zu decken. Doch all das hat er geschafft, weil sein derzeitiges Management ihm genügend Auftritte besorgte. Er erspielte endlich ein finanzielles Plus, das ihm ermöglichte, seine Familie zu versorgen und ihnen auch ein Zuhause zu ermöglichen, in dem alle zusammen glücklich zusammenleben können. Trotz Coronazeit haben sie es gemeinsam geschafft, denn auch seine Frau hat Arbeit gefunden.

Im Hinblick auf die Fragen, die er am Ende des Buches an sich selbst richtet, kann ich zustimmend sagen: ja er hat alles richtig gemacht. Seine Eigeninitiative ermöglichte ihm vieles. Unter anderem ein bisher gutes finanzielles Standbein und er erreichte für seine Familie und sich selbst fast Unmögliches.

Obwohl er derzeit nicht in der Lage war, perfekt Deutsch zu lernen, wird dies durch seine englische Sprache, die fast jeder versteht, kompensiert.

Aeham Ahmad handelte und handelt nach der Devise: Kopf hoch und nie die Hände – niemals aufgeben, denn es gibt immer einen Weg.

Das Buch hat mich nachdenklich, auch mit einigen AHA-Effekten zurückgelassen; es erweitert den gedanklichen Horizont und vermittelt Eindrücke, die wahrscheinlich in der Öffentlichkeit nicht oft geteilt werden.

Ich empfehle dieses Buch gern weiter.

Heidelinde Penndorf

(Juli 2024)