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Montag, 29. April 2019

⭐brandneue Rezension⭐: Katjuscha - Thriller - Jean P.



Der Autor nimmt sich eines Themas an, welches nur in die Schlagzeilen gerät, wenn etwas Spektakuläres passiert. Frauenhandel – ein Thema mit vielen Grauzonen und eines, welches zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor und von der Politik und Wirtschaft oft tabuisiert und doppelmoralisch diskutiert wird.

Es ist ein fiktiver, spannender dramatischer und subtiler Psycho-Thriller, einer, der mich nicht zur Ruhe kommen ließ und mich auch des Nachts noch beschäftigte. Es gibt so einige Schockmomente und überraschend inszenierte Wendungen im Roman. Die Sprünge zwischen den Kapiteln sind manchmal irritierend, sorgen aber für so einige Cliffhänger. Denn die Handlung ist nicht linear angelegt, sondern beschreibt das Tun und Denken der beiden Hauptprotagonisten und ihres jeweiligen sozialen Umfelds immer abwechselnd zur Situation.

Jean P. bedient sich vieler Flashbacks und emotionale Trigger-Erlebnisse, auch um herauszustellen, dass Svetlana, die Hauptprotagonistin einen inneren Kampf mit sich ausficht, weil zu lang Verdrängtes sich in ihre Träume und ihre dramatische Ist-Situation hineindrängt – durch eine Droge noch verstärkt, weiß sie oftmals nicht, was Fiktion und was gerade Realität ist. Doch irgendwie hat sie das alles schon einmal erlebt … dieses Willenlose, diese Gefügigkeit und so viel mehr an Grausamkeit.

Doch damit nicht genug, der Autor nutzt situationsbedingt auch viele metaphorische Elemente – da ist das Labyrinth, wo beide Hauptprotagonisten dann getrennte Lebenswege gehen, aber immer noch verbunden durch den sprichwörtlich roten Faden ihres gemeinsamen Lebens, verbunden auch durch ihre telepathische Zusammengehörigkeit. Da ist auch Jakobs Kampf am Jabbok und Homers Odyssee – der Kampf und die lange Reise, um sein eigenes Selbst zu finden und Joseph Freiherr von Eichendorffs: »Mondnacht« und letztendlich unter anderem auch das russische Lied »Katjuscha«, welches dem Buch seinen Namen gab. Es sind Elemente, die beide Protagonisten irgendwie immer miteinander verbinden und für ihren Kampf und auch ihre Liebe stehen.

Immer spannend und aufregend kommt die Story rüber, sehr lebendig ist sie, genauso die Protagonisten und Antagonisten – erzeugt ein ziemlich dramatisches Kopfkino, welches ich nach dem Lesen der letzten Seite nicht so ohne Weiteres abschalten konnte, zumal der Schluss ziemlich rasant gestaltet ist. Das Cover passt hervorragend zur Story.

Sind Sie neugierig geworden? Dann lesen Sie das Buch, liebe Leserinnen und Leser – ein Thriller, der es in sich hat und ein brisantes Thema berührt. Ich empfehle es Ihnen sehr gern.

Heidelinde Penndorf

(29.04.2019)




Mittwoch, 24. April 2019

⭐brandneue Rezension⭐: Tiranorg: Schwertliebe (1) - Judith M. Brivulet



Es ist eine interessante fiktionale irisch-keltische mythologische Anderswelt, eine zu der, laut Mythologie, an Samhain das Tor offensteht, und man diese Welt dann betreten kann …

Die Leser lernen das Land Tiranorg kennen, welches Cernovia, das Land der Graselfen, Gwyneddion, das Land der Waldelfen, auch das Land der Meerelfen und auch den Geheimbund der Arsuri beheimatet. Faszinierende Protagonisten und Antagonisten bevölkern diese fantastische Welt.

Es geht um Macht, Besitzansprüche, Missgunst, Neid, Hass, Begierden, Gier, verletzen Stolz, Zerwürfnisse, um geopolitische Interessen, Verrat, List und Tücke, Unterdrückung, Schutz und Verteidigung, Freundschaft und Liebe – ganz so, wie bei uns Menschen auch – nur dass es bei uns keine weiße und schwarze Magie gibt, um zum Ziel zu kommen, um zu heilen und Frieden zu stiften, oder auch um seine negativen Gelüste durchzusetzen.

Spannend wird es, als sich zwei herausragende Protagonisten zweier unterschiedlicher Länder in Liebe vereinen und dann ein kleines Mädchen aus dieser Verbindung hervorgeht. Es hat was von ›EIN KIND WIRD GEBOREN‹, denn das Interesse des Königs von Gernovia, der Meerelfen und des Geheimbundes der Arsuri ist groß, diesem Kind und seiner Mutter habhaft zu werden. Beide werden zum Spielball der Macht und der verschiedensten Interessen. Warum Mutter und Kind so wichtig sind, löst sich in der Handlung nach und nach auf und erzeugt einen AHA-Effekt. Es beginnt ein Wettrennen mit der Zeit, ein Kampf um Leben und Tod, ein Kampf um Gut und Böse, ein Kampf, in welchem sich Freundschaft bewährt und falsche Freunde sichtbar werden – ein Kampf, der kräftezehrend ist und viele Opfer kostet und in welcher die schwarze Magie oftmals am Siegen ist. Doch sie hat zwar Siege errungen, aber die Schlacht nicht – letztendlich gewinnt im ersten Teil der mitreißenden Geschichte das Gute, die Liebe und die starke Freundschaft.

Sehr gefallen hat mir die Zwiesprache der werdenden Mutter mit ihrem ungeborenen Kind und später auch dessen Vater – echt berührend, genauso die Beschreibung der verschiedenen Emotionen zwischen den zwei Liebenden. Die beschriebenen Sex- und Liebesszenen geben der Handlung einen sinnlich erotischen Kick und sorgen bei all dem Kampfgetümmel zwischendurch für etwas Entspannung. Gut fand ich auch, dass Mutter und Kind über ein Portal in die Menschenwelt gerettet wurden, die Zeit der sieben Menschenjahre, die sie dort verbrachten, hätten ein bissel ausführlicher sein können – doch was dann bei der Rückholung passierte, ist so spannend, dass es dieses kleine Manko wieder wettmacht.

Spannende fesselnde High Fantasy, mit sehr lebendigen charismatischen Protagonisten und Antagonisten – richtig gut gelungen. Kompliment an die Autorin Judith M. Brivulet!

Meine Leseempfehlung hat das Buch, denn es ist ein aufregendes spannendes Lesevergnügen von 610 Seiten (eBook), welches Freunde der High Fantasy sich nicht entgehen lassen sollten.

(24.04.2019)

Heidelinde Penndorf






Donnerstag, 18. April 2019

⭐brandneue Rezension⭐: Deutschland, Deine Schuldner: Wie Bürger zwischen Konsum, Billigkrediten und Obrigkeitsdenken verheizt werden - Andreas Puderbach



Da ist einer, der hat Zivilcourage und schreibt ganz unverblümt die Wahrheit und belegt sie auch noch, mit Fakten, Zahlen und an Hand von Beispielen aus der erlebten Praxis. Wieder einer der aufklärt, wie es sich in unserem Staat lebt, wenn man sozial stigmatisiert wird. Wieder ein Denker, der sich in die Reihen derer einreiht die durchblicken, wie zum Beispiel Richard David Precht, Dirk Müller und Prof. Dr. Christoph Butterwegge. Und vieles was der Autor Andreas Puderbach schreibt, liegt auch ganz nah bei Karl Marx – wer »Das Kapital« gelesen hat, wird das sicher bestätigen können. Und wieder werden die Politiker, die Lobbyisten und die Wirtschaftsbosse der großen Konzerne das ganze verharmlosen, belächeln und aus ihrem Kopf entsorgen – Deutschland geht es ja gut – wir sind ja Exportweltmeister … wir haben mit das beste Sozialsystem. Das war einmal, vor vielen, vielen Jahrzehnten. Die sind alle blind und taub gegenüber der Wahrheit und reden sich die Armut schön, verharmlosen sie und tabuisieren sie.

Willkommen in der utopischen, surrealen Sichtweise der deutschen Politiker, Lobbyisten und Konzerne. Wir erleben eine Politik, Wirtschaftskonzerne und Lobbyisten, denen die Empathie abhandengekommen ist, wenn sie denn je welche besessen haben.

In unserem Land wird eine Sozialpolitik gegen die Masse unserer Bevölkerung gemacht, es ist eine Politik, die den Mittelstand den Boden unter den Füßen wegzieht, Kinderarmut und Altersarmut produziert und die Obdachlosigkeit ansteigen lässt – statistisch gesehen ist jeder achtzigste Bewohner unseres Landes obdachlos – eine Zahl, die für sich spricht.

Immer mehr steuerliche Belastungen erreichen nun auch den Mittelstand – eigentlich war der mal die Säule unserer Wirtschaft – das ist schon lang nicht mehr so im Turbo-Kapitalismus, da wird den Großkonzernen gehuldigt. Es ist auch eine Politik, die nicht daran interessiert ist, dass unsere Kinder lebenstauglich aus den Schulen entlassen werden. Unser Schulsystem wurde kaputt rationalisiert und ist schon lange nicht mehr auf dem neuestem Bildungsstand.

Von den Ärmsten wird abgezockt, dass sie grad so überleben können, aber ausgeschlossen sind vom sozial/kulturellem Leben. Weil sie es sich nicht leisten können.

Andreas Puderbach nennt Fakten, Fallbeispiele und Zahlen. Erklärt wie es in unserem System funktioniert und auch, dass Menschen die Schulden haben, Menschen, die arm sind, oft auch durch die Maschen der Sozialgesetze und unseres Rechtssystems fallen – denn bist Du arm, bist Du auch rechtlich eingeschränkt und es warten die Inkasso-Systeme, die dich an den Rand des Wahnsinns treiben können. Manche werden sagen – selbst schuld, wenn es so ist, selbst schuld an der Armut – dass auch dies in den meisten Fällen nicht so ist, belegt dieses Buch detailliert. Der Autor schreibt auch, wie die staatlichen Institutionen mit solchen Menschen oftmals umgehen – sie werden als Bittsteller abgestempelt, denen man ein Almosen zugesteht – armes Deutschland!

Ich wünsche mir, dass Menschen, wie Andreas Puderbach und die oben genannten, auch Sozialwissenschaftler und auch solche Menschen wie Götz Werner zusammen eine Lobby für die Armen bilden – denn Armut hat in unserem Land keine Lobby und es wäre gut, wenn sie endlich eine bekäme.

Und ich wünsche mir, dass viele dieses Sachbuch lesen, weil es mit Fakten und Hintergrundwissen gespickt ist, wie es viele nicht haben. Deshalb empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter – Lesen Sie es, es ist wichtig – Verschließen Sie auch die Augen nicht vor der Wahrheit, wenn sie auskömmlich leben können in unserem Land.

Heidelinde Penndorf

(18.04.2019)





Sonntag, 14. April 2019

⭐brandneue Rezension⭐: Wenn Mauern fallen - Hilde Willes



Eine emotionale Wucht ist da auf mich eingestürmt … sensibel und leise und doch so laut, so lebendig, so real, so menschlich – die Gefühlsskala rauf und runter – amüsant, manchmal überaus lustig und dann wieder ganz ernst – lachen und weinen, so nah beieinander – manchmal märchenhaft zauberschön und manchmal so realistisch erschreckend kalt und traurig. Doch immer fesselnd, immer spannend – es ist ein Buch mit vielen Reibungspunkten, ein Buch, in dessen Inhalt man versinkt, ein Buch, welches nachdenklich stimmt.

Wenn Mauern fallen … der Titel, der birgt so viel – die Euphorie, während die innerdeutschen Grenzen fallen und die Ostdeutschen, wie Heuschrecken in die ›ehemaligen westdeutschen Zonenrandgebiete‹ ausschwärmten, die Läden leerkauften und nicht nur da. Fremde Menschen sich plötzlich in den Armen liegen und zusammen feiern. Wir sind eins – ein Volk.

Und dann die Faschingszeit – der Clown mit der aufgemalten Träne, der da mahnt: ›So bleibt es nicht‹. Wie recht er doch hatte – die Euphorie sie hat sich verflüchtigt, in der Jetztzeit. Das reale Erleben der Menschen, in den ehemaligen ›westlichen Zonenrandgebieten‹, das kannte ich bisher nicht und auch nicht, was sie in der Jetztzeit fühlen, denken und erleben – es zu lesen, hat mich tief berührt. Der Aufbau Ost hat auch ihnen wirtschaftliche und dadurch auch persönliche Veränderungen abverlangt, die nicht immer gut waren. So manches Dorf verwaiste, verlor seine wirtschaftliche Kraft … Verluste, also in Ost und West – auf beiden Seiten – Verlierer des Mauerfalls. Und in so manchen von uns, türmen sich wieder neue Mauern, diesmal in den Köpfen …
Und Mitten in diesem Durcheinander, in welchen Politik und Wirtschaft ihre Fäden ziehen, begegnet Conny, beheimatet in einem kleinen hessischen Ort, nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze, ihrem Traumprinzen Jo, von dem sie schon immer träumte – Ost vereinigt sich in Liebe mit West. Eine Liebe, die so innig und tief ist, dass sie nie enden soll. Doch mit brachialer Urgewalt dringt das Unheil in diese kleine, heile Welt. Eine Zukunft ohne Jo – ohne Vater – für ihre Tochter und den noch ungeborenen Sohn. Die junge Frau fällt ins Bodenlose, verliert ihre innere Sicherheit, da fallen keine Mauern – sie baut welche – damit sie überleben und funktionieren kann – für ihre Kinder. Und Jo – ihre große Liebe, den stellt sie ganz hoch auf einen Sockel – wenn sie auch nicht begreifen kann, was da passiert ist, mit ihm. Und nach und nach kehrt sie ins Leben zurück – aber anders als bisher – introvertierter. Sie funktioniert, muss das ja, schon wegen ihrer Kinder und auch wegen ihrer Freunde, die sie unterstützten, als sie abstürzte und denen sie auch immer zur Seite steht – ein Geben und Nehmen beiderseits.

Und dann kam der Tag, an welchem sich das Rätsel löste, warum Jo gegangen war, für immer. Auch in seiner Seele fiel eine schon morsche, fast kaputte Mauer – die Mauer des Vertrauens zu seiner geliebten Frau – sie krachte zusammen. Jo´s Tun – eine sensible, nicht vorhersehbare Schockreaktion – Kurzschlussreaktion

Da hat einer Schuld auf sich geladen, weil er das Misstrauen über Monate, über Jahre hinweg gesät hatte – bei dem waren alle Mauern gefallen, auch die der Ehrlichkeit, weil er Conni liebte und für sich haben wollte – der falsche Weg, um jemandes Liebe zu erringen. Ein zweifelhafter Weg, den dieser Mann gegangen war, der im Endeffekt den Kindern den Vater und der Frau den Mann nahm. Und doch alles in allem auch ein Protagonist, den ich mag – er hat nur für sich die falsche Entscheidung gefällt und Jo wiederum ebenfalls.

Fünf Tage lag Conni nach diesem Geständnis flach, fünf Tage verweigerte sie den Kontakt zur Außenwelt und ihrem sozialen Umfeld … Freunde kümmerten sich um die Kinder, keiner fragte nach, was passiert war. In diesem fünf Tagen fielen die Mauern in ihr – zu lange war sie schon in ihrer Komfortzone – nun räumte sie in sich auf. Stellte fest, dass Jo auch nur ein Mensch war und kein Prinz, sonst hätte er den Lügen Stand gehalten und ihr vertraut. Sie holte Jo von seinem Sockel herunter und sie begann wieder richtig zu leben, weil sie wach geworden war. Sie fühlte sich wieder, mit allen Sinnen.

Ein wundervolles Buch, geschrieben in einer sehr bildhaften Sprache, mit emotionaler Tiefe, und überaus lebendigen Hintergründen und Protagonisten – Kopfkino par excellence.

Sehr gern empfehle ich das Buch an die Leserschaft weiter.

Heidelinde Penndorf

(13.04.2019)









Sonntag, 7. April 2019

*brandneue Rezension*: Raureifzeit: Historischer Roman (Cearas Wege 2) - Cornelia Briend



Ein packender, epischer, gut recherchierter Frühmittel-alterroman, welcher das Zeitkolorit um das Jahr 985 der Normandie und Irlands beschreibt. Faszinierend und sehr eindrucksvoll kommt die Geschichte rüber. Eine Story, die nicht nur durch die lebendige Handlung und ihre charismatischen Protagonisten beeindruckt, sondern auch zeitgeschichtliches Wissen vermittelt. Geopolitisch war es eine Zeit des Umbruchs, der Völkerwanderung und der Aufteilung der Gebiete unter den Sippen. Schon damals ging es um Macht, Besitzstandswahrung und Erweiterung, Neid und Missgunst, List und Tücke – man sieht, die Menschheit bewegt sich immer im Hamsterrad.

Interessant finde ich die damalige Teilung der Kindererziehung – die Kinder blieben höchstens bis zum siebten Lebensjahr bei den Eltern und wurden dann in die Obhut ihrer neuen Erzieher (Ausbilder) diverser Clans gegeben. Mädchen meist, um hauswirtschaftliche Dinge zu lernen, auch erhielten sie eine Ausbildung entsprechend ihrer Neigungen und Anlagen. Jungen wurden in den Kampfarten ausgebildet und auch zusätzlich ihren Anlagen entsprechend.

Die Ziehkinder erlernten sozusagen auf diese Weise ihre späteren Berufe – man gab sein Wissen an die jüngere Generation weiter – irgendwie ziemlich intensives Lernen. Und ihre Zieheltern waren oft die Oberhäupter der Clans, mit denen die Eltern befreundet oder verwandt waren, aber auch jene, mit denen man wirtschaftliche und politische gemeinsame Ziele hatte, oder jene, mit denen man sich gut stellen und verbünden wollte.

Mädchen wurden, kaum den Kinderschuhen entwachsen, dem Mann zur Frau gegeben, von dessen Sippe/Clan man sich wirtschaftliche und politische Vorteile versprach und hatten reichlich Nachkommen zu gebären.

Herzog Richard sorgte für den Wiederaufbau der Kirche und auch dafür, dass die kirchlichen Ämter neu besetzt wurden. Schon damals prangerte die Kirche ›das Anderssein‹ eines Menschen, zum Beispiel gleichgeschlechtliche Sexualität und Liebe, als verwerflich an.

Dies alles und noch viele andere interessante Details sind eingebettet in die Geschichte um die junge mutige Frau Ceara, die sich durch den Tod ihres Mannes selbst verlor und in der Vergangenheit feststeckte. Dann jedoch durch einschneidende Erlebnisse gezwungen war, sich zu entscheiden, welchen Weg sie fortan gehen will. Ceara wächst über sich selbst hinaus, begräbt alte Träume, findet ihre innere Mitte und so auch neue Wege und Ziele und am Ende eine neue innige Liebe.

Das Buch ist die Fortsetzung des historischen Romans »Brombeerblut«, aber ein in sich geschlossener Roman. Es ist keine Lektüre, mal so zwischendurch, sondern eine, die die damalige Historie, deren Lebensbedingungen, das damalige soziale Gefüge und existierende reale Schauplätze, mit einer interessanten abenteuerlichen Story verbindet – ein kleiner Wissensschatz für die Leserschaft.

Ich empfehle das Buch sehr gern an die Liebhaber historischer Romane weiter – Lesen Sie das Buch, es ist in einer feinen visuellen lebendigen Sprache geschrieben, die der Leserschaft ein exzellentes Kopfkino schenkt

Heidelinde Penndorf

(07.04.2019)





Donnerstag, 4. April 2019

*brandneue Rezension*: 20.000 Morde unter dem Meer: Penny Küfer ermittelt - Alex Wagner



Penny Küfer hat es geschafft und ihre Ausbildung als Privatdetektivin erfolgreich abgeschlossen. Und schon hat sie einen neuen Auftrag, der sie diesmal auf ein Luxus-U-Boot eines Literaturliebhabers des Genres Krimi führt. Echt genial – der Besitzer beherbergt dort eine riesige Bibliothek mit ausgesuchten und teuren Raritäten dieses Genres – eben ca. 20 000 Bücher – also 20 000 Morde  gut gewählter Titel. Ein Traum, aber nicht nur diese Buchschätze, sondern auch dieses Luxus-U-Boot – Unterwasserwelt live erleben. Da hätte ich mir mehr Ausschmückungen gewünscht, von dieser besonderen Welt, die nur wenige zu sehen bekommen. Ein schneller Roman, ohne das Denkmuster der Jung-Detektivin zu beleuchten – fast so ein bissel wie bei Inspektor Columbo – der ja auch nie preisgab, zu welchen Rückschlüssen seine Beobachtungen und Ermittlungen führten. In dieser Art löste dann Penny Küfer auch diesen dritten Fall und doch war sie irgendwie gebremst in ihrer Art. Geschrieben ist dieser Kurzkrimi wieder in der lockeren, spritzigen, lebendigen Schreibweise, die ich so mag und die das Markenzeichen der Autorin ist.

Ich mag die Serie mit der jungen flippigen intelligenten Privatdetektivin und auch wenn sie diesmal nicht so zum Zuge kam und es bei mir nicht ganz so gefunkt hat, wie in den anderen beiden Teilen. ich empfehle das Buch gerne weiter – ein schnelles Lesevergnügen für zwischendurch und es gehört einfach auch in die Sammlung dieser Reihe.

Heidelinde Penndorf

(03.04..2019)